Bildung in Zahlen

Zahlen und Fakten zur Aus- und Weiterbildung

Eine starke berufliche Bildung sichert den qualifizierten Fachkräftenachwuchs, den unsere Wirtschaft in Zeiten von Personalengpässen, wachsender Komplexität und Digitalisierung so dringend braucht. Während Deutschland für das System der dualen Berufsausbildung im Ausland beneidet wird, kämpft die Berufsausbildung hierzulande mit sinkenden Zahlen.

Im Jahr 2020 wurden insgesamt 12,9 Prozent weniger Ausbildungsverhältnisse geschlossen als im Vorjahr.

2020 wurde die IHK-Arbeit maßgeblich von der Corona-Pandemie beeinflusst und vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Durch den Lockdown ergaben sich viele rechtliche Fragen für alle Ausbildungsbeteiligten. Bei der Ausbildungsorganisation im Betrieb und in den Berufsschulen war viel Kreativität und Flexibilität gefragt. Die Betriebe setzen trotz Corona auch weiterhin auf die Ausbildung zur nachhaltigen Fachkräftesicherung. Für Bewerber bedeutet das weiterhin gute Chancen auf attraktive Ausbildungsplätze in Mainfranken.

Eine der Kernaufgaben der IHK ist es deshalb, jungen Menschen die vielfältigen Karrieremöglichkeiten der beruflichen Aus- und Weiterbildung aufzuzeigen.

Berufsausbildung

Zahlen und Fakten 2020

Entwicklungen in der Berufsausbildung

Insgesamt 3.258 Auszubildende sind 2020 in mainfränkischen Betrieben im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistung ins Berufsleben gestartet. Das entspricht einem Minus von insgesamt 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwar hat sich der Ausbildungsmarkt trotz der Coronakrise als robust und aufnahmefähig erwiesen – mehrere Trends haben den Azubimangel jedoch erneut verstärkt. Laut Zahlen der Arbeitsagentur vom September 2020 blieben in ganz Bayern knapp 16.000 Lehrstellen unbesetzt. Vor allem die sinkende Anzahl von Schulabsolventen aus den allgemeinbildenden Schulen wirkte sich nachteilig auf den Bewerbermarkt aus. Nach Angaben des Kultusministeriums ging die Anzahl um rund fünf Prozent zurück.

Die Bereitschaft der Betriebe auszubilden, war 2020 ungebrochen. Die Coronapandemie erschwerte jedoch die Maßnahmen zur Berufsorientierung. Auch wichtige Bewerbungsphasen haben darunter gelitten. Schnupperpraktika, Ausbildungsmessen und persönliche Bewerbungsgespräche konnten nicht in gewohnter Form stattfinden. Doch trotz aller Unsicherheiten, die die Krise bis heute verursacht, wissen die Unternehmen, wie sehr sie engagierte und top ausgebildete Fachkräfte brauchen.

Gut zu wissen!

TOP 10 der IHK-Ausbildungsberufe

Der Beruf „Industriemechaniker“ ist mit 778 Auszubildenden auf Platz 1 der am häufigsten ausgebildeten IHK-Berufe in Mainfranken.

Modernisierte Ausbildungsberufe

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August 2020 traten insgesamt zehn IHK-Ausbildungsordnungen in Kraft.

Ausbildung online managen!

Im IHK-Bildungsportal können Betriebe, Azubis und Prüfer alle wichtigen Ausbildungsangelegenheiten online verwalten.

Novellierung BBiG

Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Beruflichen Bildung durch die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG)

Ausbildungsprämie

Zur Stabilisierung von Ausbildungsverhältnissen in der Coronapandemie wurde von der Bundesregierung zum 1. August 2020 das Programm "Ausbildungsplätze sichern" gestartet.

TOP 10 der IHK-Ausbildungsberufe

Die zehn am häufigsten ausgebildeten IHK-Berufe in Mainfranken

  1. Industriemechaniker/-in (778)
  2. Kaufmann/-frau für Büromanagement (675)
  3. Mechatroniker/-in (585)
  4. Industriekaufmann/-frau (532)
  5. Fachinformatiker/-in (531)
  6. Verkäufer/-in (509)
  7. Kaufmann/-frau im Einzelhandel (484)
  8. Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement (406)
  9. Zerspanungsmechaniker/-in (352)
  10. Bankkaufmann/-frau (333)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Modernisierte Ausbildungsberufe

Folgende Berufe wurden 2020 modernisiert und neu geordnet

Damit gibt es derzeit insgesamt 325 anerkannte Ausbildungsberufe.

  • Bankkaufmann/-frau
  • Biologielaborant/-in
  • Chemielaborant/-in
  • Fachinformatiker/-in
  • IT-System-Elektroniker/-in
  • Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement
  • Kaufmann/-frau für IT-Systemmanagement
  • Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement
  • Lacklaborant/-in
  • Mediengestalter/-in in Bild und Ton

Ausbildung online managen!

Digitale Unterstützung bei der Ausbildungsorganisation

Im Februar 2020 startete erfolgreich das neue IHK-Bildungsportal. Dort kann die Ausbildung künftig digital organisiert werden. Die IHK bietet mit dem Portal Unternehmen, Auszubildenden, Ausbildern und Prüfern die Möglichkeit, alle Vorgänge rund um die Ausbildungsorganisation online abwickeln zu können.Betriebe können beispielsweise Ausbildungsverträge online ausfüllen, Ausbilder benennen oder überprüfen, ob der Auszubildende zur Abschlussprüfung angemeldet ist. Alle Daten zum Ausbildungsbetrieb sind bereits hinterlegt, was die Eingaben erleichtert und Zeit spart. Das neue Internetportal ist ein großer Schritt bei der Digitalisierung und der Vereinfachung der Verfahrensabläufe in der Ausbildungsorganisation.

Die IHK begleitet die Umstellung auf die digitale Ausbildungsorganisation mit persönlicher Beratung, Online-Workshops, Schritt-für Schritt-Anleitungen und Videotutorials (www.wuerzburg.ihk.de/bildungsportal).

Novellierung BBiG

Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG)

Mehr Attraktivität, Flexibilität und internationale Anschlussfähigkeit der Beruflichen Bildung – das sind die Ziele, die mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) erreicht werden sollen. Die neuen Regelungen sind zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Die Neuerungen beinhalten unter anderem die Einführung transparenter Fortbildungsabschlüsse für die höher qualifizierte Ausbildung wie beispielsweise den „Bachelor Professional“, Einführung einer Mindestausbildungsvergütung, Stärkung der Teilzeitberufsausbildung, Gleichstellung von erwachsenen und jugendlichen Auszubildenden bei der Freistellung für und Anrechnung von Berufsschul- und Prüfungszeiten, verbesserte Rahmenbedingungen für rechtsbeständige und hochwertige Prüfungen sowie für ein attraktives Ehrenamt.

Im Rahmen des virtuellen 36. Mainfränkischen Ausbildertag am 28. Oktober 2020 griff die IHK diese Neuerungen auf. Unter der Überschrift "Recht haben und Recht bekommen - das neue Berufsbildungsgesetz", gab der Experte Harald Töltl, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereiches Berufsbildung der IHK-Rhein Neckar sowie Autor des Kommentars zum Berufsbildungsgesetz Herkert/Töltl, Walhalla-Fachverlag Regensburg den 320 anwesenden Teilnehmern einen umfassenden Überlick.

Die Aufzeichung des Webinars ist auf dem IHK-Youtube-Kanal zu finden. 

 

Ausbildungsprämie

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Ausbildende Betriebe werden mit Ausbildungsprämien, Zuschüssen zur Kurzarbeit und Übernahmeprämien in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation unterstützt. Im Rahmen des Antragsverfahrens ist die IHK für die Bescheinigung des Ausbildungsniveaus zuständig. Bayernweit wurden bis Dezember 2020 etwa 4.000 Anträge von Ausbildungsbetrieben bei den Agenturen für Arbeit genehmigt. Die Bundesregierung stellt insgesamt ein Fördervolumen von ca. 500 Mio. Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen auf der IHK-Themenseite "Coronahilfen".

 

Ausbildungsstatistik 2020

In der Galerie und auf der interaktiven Landkarte finden Sie im Folgenden interessante Kennzahlen und Daten rund um die Ausbildung wie zum Beispiel die Entwicklung der Ausbildungverhältnisse der letzten Jahre, Branchenvergleiche oder Ausbildungszahlen nach Landkreisen unterteilt.
Klicken Sie sich durch.

Interaktive Karte Ausbildungsstatistik nach Landkreisen

Nutzen Sie die Karteninfo, den Vollbildmodus und die Zoomfunktion (Buttons rechts).

Diese Karte ist ein Auszug aus dem Wirtschaftsatlas der ©IHK Würzburg-Schweinfurt

Umfragen und Reporte der IHK rund um die Ausbildung

DIHK-Ausbildungsumfragen

Seit 2006 befragt die IHK-Organisation bundesweit über 100.000 Ausbildungsbetriebe zu ihren Erfahrungen rund um die Ausbildung. An welchen Stellen hakt es, was tun Betriebe selbst und wie können die unterstützt werden, um ihnen das Ausbilden zu erleichter. Die jüngste Fassung der DIHK-Umfrage steht im Zeichen der Coronakrise.

IHK-Ausbildungsumfrage

Welche Meinung haben Unternehmen im IHK-Bezirk Mainfranken zur Ausbildung? Die Umfragen der letzten Jahre können Sie sich hier als pdf herunterladen.

IHK-Bildungsreport

Ältere IHK-Bildungsreporte mit den Schwerpunkten, Zahlen und Fakten der beruflichen Aus- und Weiterbildung der letzten Jahre können Sie hier als pdf herunterladen. Seit 2020 ist der Bildungsreport als interaktiver Bereich auf der IHK-Homepage angelegt.

Zahlen und Fakten zu den Ausbildungsprüfungen 2020

Die Organisation und Abnahme von Zwischen- und Abschlussprüfungen im Ausbildungsbereich gehört zu den Kernaufgaben der Industrie- und Handelskammern.

Gut zu wissen!

  • Für die Abnahme der Prüfungen errichtet die IHK Prüfungsausschüsse. Diese bestehen aus sachkundigen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern sowie Berufsschullehrern.
  • Derzeit nehmen im Kammerbezirk Mainfranken insgesamt 2.303 Prüfer Ausbildungsprüfungen ab.
  • Für ihre Tätigkeit im Prüfungsausschuss werden die neuen Prüfungsausschussmitglieder besonders geschult und mit den erforderlichen Unterlagen und Hilfsmitteln ausgestattet.
  • Die Rahmenbedingungen für IHK-Abschlussprüfungen sind deutschlandweit gleich. So wird durch einheitliche Termine und Aufgabenstellungen eine Vergleichbarkeit der Leistungen gewährleistet.
  • Damit Betriebe und Auszubildende die Prüfungsergebnisse besser einordnen können, gibt es eine bundesweite Prüfungsstatistik für Abschlussprüfungen in allen IHK-Berufen.
  • Besonders gut abgeschnitten haben im IHK-Bezirk z.B. die zwei teilnahmestarken Berufe „Industriekaufmann/-frau“ und „Elektroniker/-in für Betriebstechnik“. Diese liegen jeweils über dem Bayern- und dem Bundesdurchschnitt.

3.920 IHK-Azubis haben an einer Berufsabschlussprüfung teilgenommen

2.541 IHK-Azubis haben eine Zwischenprüfung oder Teil 1 der Abschlussprüfung abgelegt    

126 verschiedene Berufsabschlüsse wurden dabei geprüft

Gut zu wissen!

Auszeichung der prüfungsbesten Auszubildenden

Jedes Jahr zeichnet die IHK die besten Azubis in ihren IHK-Prüfungen aus. Coronabedingt musste die Feierstunde leider abgesagt werden.

Ohne geht es nicht: Ehrenamtliche IHK-Prüfer

Mit großem Fachwissen, Empathie und praktischer Erfahrung sind die ehrenamtlichen IHK-Prüferinnen und Prüfer Garanten für die Feststellung der fachlichen Qualität unseres Fachkräftenachwuchses.

Auszeichung der prüfungsbesten Auszubildenden

Die Besten der Besten aus Mainfranken

94 mainfränkische Auszubildende wurden die Prüfungsbesten in Mainfranken

8 mainfränkische Auszubildende wurden die Prüfungsbesten in Bayern

3 mainfränkische Auszubildende wurde die Prüfungsbesten in Deutschland als:

  • Eletroniker/in für Informations- und Systemtechnik
  • Textil- und Modenäher/-in
  • Fachkraft für Lagerlogistik

Im "Coronajahr 2020" übermittelte die IHK den Besten die Glückwünsche in einem selbst produzierten Video.

Hier geht's zum IHK-Youtube-Kanal.

 

Ohne geht es nicht: Ehrenamtliche IHK-Prüfer

Großes Engagement unserer Prüferinnen und Prüfer während der Corona-Pandemie

Insbesondere das Prüfungswesen wurde durch die Corona-Pandemie vor enorme Herausforderungen gestellt. Dabei waren der organisatorische Aufwand und auch der erforderliche Zeiteinsatz im Jahr 2020 noch einmal deutlich höher als üblich. Das Ziel, allen Prüflingen die Möglichkeit zu geben, ihre Ausbildungsprüfung ablegen zu können, konnte aufgrund des großen Engagements der vielen ehrenamtlichen Prüfer, Ausbilder sowie durch die Unterstützung der Berufsschulen und Betriebe erreicht werden. Auch unter den verschärften Maßnahmen haben die ehrenamtlichen IHK-Prüfer mit großer Sorgfalt,  Fachwissen, Empathie und praktischer Erfahrung für die Feststellung der fachlichen Qualität unseres Fachkräftenachwuchses gesorgt.

Gut zu wissen!

  • 2.303 Prüfer nahmen im Kammerbezirk Mainfranken Ausbildungsprüfungen ab
  • Goldene Ehrennadel für 20jährige ehrenamtliche Tätigkeit in einem Prüfungsaussschuss für 46 Prüferinnen und Prüfer (Prüferehrung ausgefallen wg. Corona, werden in 2021 mit geehrt)
  • Silberne Ehrennadel für 10jährige ehrenamtliche Tätigkeit in einem Prüfungsaussschuss für 45 Prüferinnen und Prüfer (Nadeln und Urkunde wurden zugesandt)
  • 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in einem Prüfungsaussschuss  – 1 Prüfer
  • 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in einem Prüfungsaussschuss  – 5 Prüferinnen und Prüfer

(Statistik 2020, IHK Würzburg-Schweinfurt)

 

#GemeinsamAusbilden

Gezielte Berufsorientierung und Ausbildungsmarketing

Die IHK engagiert sich stark für eine gezielte Berufsorientierung und ein zielgruppengerechtes Marketing für die berufliche Bildung: Das Portfolio der Projekte und Maßnahmen ist breit — angefangen mit der bayernweiten Kampagne "Elternstolz", der IHK-AzubiCard bis hin zu dem bayerischen Projekt IHK-AusbildungsScouts.

IHK-Berufsorientierungprojekte und Ausbildungsmatching

AusbildungsScouts

Das IHK-Projekt „AusbildungsScouts“ hat sich etabliert und setzt mit Berufsorientierung auf Augenhöhe an der richtigen Stelle an.

Imagekampagne Elternstolz

Mit der Kampagne Elternstolz findet eine gezielte, emotionale Ansprache der Eltern statt, um offensiv über die Vorzüge einer Dualen Berufsausbildung zu informieren.

#AktionstagAusbildung

In einer „Last-Minute-Aktion“, bringt die IHK jedes Jahr im Juni/Juli Ausbildungsbetriebe und Bewerber, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, zusammen.

IHK-AzubiCard

Anreize für Auszubildende bietet die IHK-Azubicard. Sie können damit von zahlreichen regionalen und bundesweiten Angeboten exklusiv profitieren.

AusbildungsScouts

Glaubwürdige Botschafter für die Duale Berufsausbildung

AusbildungsScouts sind Auszubildende aller IHK-Ausbildungsberufe, die ihre Berufe in Schulklassen vorstellen und den Schülern die Berufsausbildung näher bringen. Sie geben umfassend Auskunft über den Ablauf der Ausbildung, über das eigens erlebte Bewerberverfahren und über ihre beruflichen Perspektiven.

Zielsetzung des Projektes ist es, die Informationslage von Schülern über das System der Beruflichen Bildung, die Ausbildungsberufe und die Beschäftigungs- und Karrierechancen mit dem innovativen Ansatz der peer-to-peer- Kommunikation schulartübergreifend zu verbessern. Somit wird ein weiterer Beitrag geleistet, damit wieder mehr Jugendliche diesen Bildungsweg ergreifen.

Kooperationspartner sind die Bayerischen Industrie- und Handelskammern (BIHK e.V.). Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi) .

Imagekampagne Elternstolz

Imagekampagne "Elternstolz" für die berufliche Bildung geht in die zweite Runde

Die demografische Entwicklung droht - trotz Corona - in den kommenden Jahren eine nie dagewesene Fachkräftelücke aufzureißen. Die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte gewinnt noch mehr an Bedeutung. Deshalb haben das bayerische Wirtschaftsministerium, der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sowie die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern die zweite Runde der Imagekampagne "Elternstolz" gestartet.

Laut BIHK-Präsident Eberhard Sasse gehen in Bayern in diesem Jahr 164.000 Beschäftigte in Rente, im Jahr 2024 werden sogar 300.000 in den Ruhestand wechseln. Sein Fazit: "Wir müssen in den kommenden Jahren deutlich mehr Jugendliche als bisher für eine Ausbildung begeistern."

"Ausbildung macht Elternstolz" hat das Ziel, den Eltern von Jugendlichen die Vorteile einer Berufsausbildung näher zu bringen. Plakate und Onlinewerbung sollen dies bewerkstelligen. Neu ist ein individuelles Coaching-Angebot. Trainerin und Profi-Coach Kristina Dierschke wird Eltern individuelle Hilfestellung anbieten.

Im November 2015 haben das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, die bayerischen IHKs (BIHK) und die bayerischen Handwerkskammern gemeinsam die Kampagne „Elternstolz“ gestartet. Initiiert von den bayerischen IHKs kooperieren damit zum ersten Mal die Partner der beruflichen Bildung in einer gemeinsamen Kampagne. Die Initiative ist ein bisher einzigartiges Projekt, denn abgesehen von regionalen Einzelprojekten, stehen hier erstmalig die Eltern im Zentrum.

Zum Webauftritt der Elternstolzkampagne.

#AktionstagAusbildung

IHK hilft bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz

Die IHK Würzburg-Schweinfurt unterstützt seit vielen Jahren Unternehmen bei der Suche nach Auszubildenden. „Wir bieten Jugendlichen, die bis kurz vor Ausbildungsbeginn noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, die Möglichkeit unkompliziert, niederschwellig und kurzfristig freie Ausbildungsplätze zu erfragen.“, erklärt Dr. Lukas Kagerbauer, Bereichsleiter Berufsausbildung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt.

Aktionstag immer im Juli

Ausbildungsbetriebe können ihre freien Ausbildungsplätze im Vorfeld der Aktion melden. Am Aktionstag selbst sind die IHK-Ausbildungsberater per Telefon und Mail für Jugendliche erreichbar. Nach der Aktion gibt es in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit ein sogenanntes Matching für Bewerber mit den freien Ausbildungsstellen. Dadurch initiierte Bewerbungen erhöhen die Möglichkeit, unbesetzte Lehrstellen kurzfristig adäquat besetzen zu können.

„Auch wenn die Umstände aktuell besonders sind, setzen wir alle Hebel in Bewegung, um Betriebe und Jugendliche optimal zusammen zu bringen.“, betont Kagerbauer. Denn Ausbildung ist die Fachkräftesicherung und damit Sicherung der Zukunft.

Auch 2021 findet der Aktionstag wieder im Juli statt.

 

IHK-AzubiCard

Mit der IHK-AzubiCard profitieren Azubis gleich doppelt

Sie können damit von zahlreichen regionalen und bundesweiten Angeboten exklusiv profitieren. Unternehmen haben mit ihren Angeboten und Vergünstigungen die Möglichkeit, die Karte als kostenfreies Marketinginstrument zu nutzen und so gezielt die Zielgruppe der 14- bis 24-Jährigen anzusprechen.

Alle Rabatte und Vergünstigung können auf der Webseite unter www.azubicard.de/mainfranken abgerufen und eingestellt werden.

Weiterbildung

Zahlen und Fakten 2020

Entwicklungen in der Weiterbildung

Mit einer Weiterbildung den digitalen Wandel gestalten

Digitales Lernen mit digitalen Medien sowie digitale Lerninhalte haben seit Jahren einen hohen Stellenwert in der beruflichen Weiterbildung. Im nächsten Schritt gilt es, unabhängig von Branche und Aufgabengebiet, jeden Mitarbeiter grundlegende Kenntnisse im Bereich Digitalisierung zu vermitteln. Die didaktische und methodische Vorgehensweise in der Wissensvermittlung wird sich auf die neuen Generationen der „Digital Natives“ anpassen müssen.

Weiterbildungsangebote sind im stetigen Wandel. Der Bedarf passt sich laufend an die Bedürfnisse der mainfränkischen Wirtschaft an. Neue Berufsbilder und veränderte Aufgabenprofile erfordern innovative und passgenaue Bildungsangebote. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurden 2020 insgesamt 32 neue Bildungsmaßnahmen in das IHK-Weiterbildungsangebot aufgenommen. Zu Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 wurde das Bildungsangebot kurzfristig um Webinare zur digitalen Weiterbildung erweitert. Die ersten Webinar-Themen waren „Online-Marketing“, „Virtuelle Führung“, „Arbeitsrecht/Kurzarbeit“ sowie „Digitalisierung“.

Corona bedingt wurde die virtuelle und digitale Ausrichtung der Weiterbildung beschleunigt. In kurzer Zeit wurde die notwendige technische Infrastruktur in den IHK-Bildungszentren Würzburg und Schweinfurt geschaffen, um gerade die Praxisstudiengänge trotz Lockdown virtuell fortzuführen.

Gut zu wissen!

  • In der Weiterbildung wurden rund 300 Beratungsgespräche mit interessierten jungen Menschen geführt.
  • Die IHK hat 70 firmeninterne Schulungen mit rund 650 Teilnehmern organisiert und durchgeführt.

Gut zu wissen!

Neue Struktur im Geschäftsbereich Weiterbildung

Im Zuge höherer Rechtssicherheit im Bereich „Weiterbildung“ wurden zum 01.08.2020 die Aufgabengebiete „Weiterbildung“ und „Fortbildungsprüfungen“ voneinander getrennt. Die Durchführung der Lehrgänge mit öffentlich-rechtlicher Prüfung, Zertifikatslehrgänge und Seminare erfolgt unter der Leitung von Dipl.-Bw. (FH) Udo Albert, den Bereich „Fortbildungsprüfungen“ verantwortet Stefan Göbel.

IHK-Bildungszentrum
Gleichwertigkeit der Abschlüsse

Eine berufliche Weiterbildung eröffnet vielfältige Karrierewege, die heute gleichgestellt mit einem Studium sind. Die öffentlich-rechtlichen Abschlüsse zum Fachwirt, Meister und Betriebswirt entsprechen dem DQR-Niveau eines Bachelor- beziehungsweise Master-Abschlusses. Als Vergleichsinstrument wurde der Deutsche Qualifizierungsrahmen (DQR) eingeführt. Dieser trägt dazu bei, die Attraktivität der IHK-Abschlüsse kontinuierlich zu steigern.

Informationen zum DQR
Aufstiegs-BAföG wurde überarbeitet

Am 01.08.2020 ist das überarbeitete Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, kurz AFBG oder „Aufstiegs-BAföG“, des Bundes in Kraft getreten. Es ist das wichtigste Förderinstrument für berufliche Qualifizierung und leistet einen großen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Die Förderung ist an bestimmte persönliche, qualitative und zeitliche Anforderungen geknüpft. Das Aufstiegs-BAföG bietet eine Förderung von mindestens 50 % der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.

Überblick Förderprogramme

Zahlen und Fakten zu den Weiterbildungsprüfungen 2020

2020 hat die IHK an den Geschäftsstandorten Würzburg und Schweinfurt die Prüfungen von 2.111 Absolventen organisiert. Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 wurden die Prüfungen für drei Monate komplett ausgesetzt und im Zeitraum Juni bis August nachgeholt. Dies war für die Prüfungsteilnehmer, die Prüfer und die IHK-Organisation eine große Herausforderung.

Fortbildungsprüfungen im Wandel

Im Jahr 2021 steht die Umsetzung der Qualifikation der Prüfungsverordnung „Fremdsprachenkorrespondent Englisch“ an. In einem Modell-Projekt wurden Auszubildende des Ausbildungsberufes „Industriekaufmann“ während der Ausbildung zusätzlich qualifiziert und können nach Abschluss der Ausbildung ein weiteres Zeugnis über ihre Fremdsprachenkenntnisse erhalten. Die ersten Erfahrungen mit virtuellen Prüfungsformaten für mündliche Prüfungen wurden gesammelt und werden noch fortgesetzt. Das Ziel wird es sein, diese Formate auch nach Ende der Pandemie für ein effektives Prüfungswesen zu nutzen.

Gut zu wissen!

  • Die IHK bietet eine Vielzahl an Fortbildungsprüfungen an. Von der Ausbildereignungsprüfung bis hin zu speziellen Abschlüssen, wie z.B. „Fachwirt für Einkauf“, vergibt die IHK ein Gütesiegel für die Fachkräfte in Mainfranken
  • 95 Prozente dieser Abschlüsse sind über bundeseinheitliche Fortbildungsverordnungen geregelt, also in ganz Deutschland vergleichbar und anerkannt.
  • Der Meisterbonus für die erfolgreichen Absolventen einer Fortbildungsprüfung in Bayern wird fortgesetzt und ist weiterhin mit 2.000.- EUR dotiert. Die Bayerische Staatsregierung gibt mit dieser Förderung ein klares Bekenntnis für die Wichtigkeit der Beruflichen Bildung. 474 Absolventen aus Mainfranken haben 2020 den Meisterbonus erhalten. Insgesamt schüttete die Staatsregierung damit 948.000 € aus.
  • Sechs Weiterbildungsverordnungen dürfen durch veränderte Prüfungsverordnungen die Titel „Bachelor Professional“ bzw. „Master Professional“ führen.
  • 14 Prüfungsteilnehmer haben erstmals das Prüfungsverfahren der Prüfungsrichtlinie "Geprüfter Industrietechniker" begonnen.

103 Absolventen (Note 2,4 und besser) aus 13 kaufmännischen und neun technischen Abschlüssen wurden mit der Meisterpreisurkunde des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ausgezeichnet.

517 Prüfungstage, an denen 4.205 Prüflinge zu Teilprüfungen angetreten sind.

41 ehrenamtliche Prüfer haben sich in vier Schulungen fortgebildet.

Ansprechpartner

Ausbildungsumfrage

Annika Riedel

Wirtschaftsfachwirtin (IHK)
Ausbildungs- und Fachkräfteberaterin
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Ausbildungs- und Fachkräfteberatung Landkreis Würzburg und Kitzingen
  • Beratung von Personalverantwortlichen, Ausbildenden und Auszubildenden
  • Überwachung und Förderung der Berufsausbildung
Zuständigkeiten
  • Landkreis Würzburg und Kitzingen
Kontakt
E-Mail schreibenvCard0931 4194-366
Tätigkeitsbereiche
  • Ausbildungs- und Fachkräfteberatung Landkreis Würzburg und Kitzingen
  • Beratung von Personalverantwortlichen, Ausbildenden und Auszubildenden
  • Überwachung und Förderung der Berufsausbildung
Zuständigkeiten
  • Landkreis Würzburg und Kitzingen

Bildungspolitik

Udo Albert

Diplom-Betriebswirt (FH)
Bereichsleiter Weiterbildung
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Grundsatzfragen des Bildungswesen
  • Gesamtverantwortung IHK-Bildungszentren
  • Strategische Gesamtausrichtung
Kontakt
E-Mail schreibenvCard0931 4194-252
Tätigkeitsbereiche
  • Grundsatzfragen des Bildungswesen
  • Gesamtverantwortung IHK-Bildungszentren
  • Strategische Gesamtausrichtung
Stefan Göbel

Betriebswirt (VWA)
Bereichsleiter Fortbildungsprüfungen
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Grundsatzfragen Fortbildungsprüfungen
  • Gesamtverantwortung Fortbildungsprüfungen
  • strategische Gesamtausrichtung
Kontakt
E-Mail schreibenvCard0931 4194-263
Tätigkeitsbereiche
  • Grundsatzfragen Fortbildungsprüfungen
  • Gesamtverantwortung Fortbildungsprüfungen
  • strategische Gesamtausrichtung
Dr. Lukas Kagerbauer

Diplom-Volkswirt
Bereichsleiter Berufsausbildung
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Grundsatzfragen des Bildungs- und Erziehungswesens
  • Fragen des Ausbildungs- und Prüfungswesens
  • Bildungspolitik und Fachkräftesicherung
Kontakt
E-Mail schreibenvCard0931 4194-361
Tätigkeitsbereiche
  • Grundsatzfragen des Bildungs- und Erziehungswesens
  • Fragen des Ausbildungs- und Prüfungswesens
  • Bildungspolitik und Fachkräftesicherung

Bildungsreport

Isabel Schauz

B.A. Politik- und Sozialwissenschaften
Referentin Fachkräftesicherung
Teamleiterin
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Teamleitung Ausbildungs- und Fachkräfteberatung
  • Projektkoordination zur Fachkräftesicherung und Aufbau regionaler Netzwerke
  • Koordination Themenbereich Integration von Flüchtlingen
Kontakt
E-Mail schreibenvCard0931 4194-358
Tätigkeitsbereiche
  • Teamleitung Ausbildungs- und Fachkräfteberatung
  • Projektkoordination zur Fachkräftesicherung und Aufbau regionaler Netzwerke
  • Koordination Themenbereich Integration von Flüchtlingen