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Webinarreihe

Geschäftsführer berichten aus der Praxis

In Deutschland tut sich gerade viel: In der Bildung, in der Energiewende, im Klimaschutz oder in der Wirtschaft gibt es nicht zuletzt wegen der Pandemie einiges zu tun, manches aufzuholen.

Digitalisierung spielt die zentrale Rolle bei all diesen Themen. Unser Ziel ist es, Sie als Unternehmen mitzunehmen und Ihnen anhand echter Praxisbeispiele einen Weg für die Zukunft ihres eigenen Unternehmens oder Start-ups aufzuzeigen. Diskutieren Sie mit etablierten Unternehmen über die jeweiligen Fachthemen in den Veranstaltungen.

Das neue Format "Geschäftsführer/-innen berichten aus der Praxis" findet monatlich und digital statt. In einer Stunde Webinar berichten Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer zu einem bewegten Thema aus der Praxis, dem beruflichen Alltag, einer gemeisterten Herausforderung oder geben Tipps zur Fehlerminimierung.

Alle Termine auf einen Blick

Hier finden Sie die teilnehmenden Unternehmer/-innen und ein kurzes Interview:

Caroline Trips | Trips GmbH | Grafenrheinfeld

"Offen für Mitarbeiter aus aller Welt zu sein, sichert nachhaltig das Wachstum des Unternehmens! 👍"

Termin: 19.05.2022

Ausländische Fachkräfte fürs Unternehmen

Dr. Fabian Taigel | BäckerAI | Großrinderfeld

"Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen" (Antoine de Saint-Exupéry)

Termin: 23.06.2022

Künstliche Intelligenz

Stefan Niedermeier | PASTE® sports UG | Hammelburg

"Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen." (Hermann Hesse)

Termin: 21.07.2022

Gründung im Nebenerwerb

M. Sc. Julian J. Schrader | SOPHISTICATES GMBH | Würzburg

"Als Unternehmer hilft mir das Kürzel KMK – Klarheit, Mut, Konsequenz. KMK holt mich zurück zum Wesentlichen!"

Termin: 08.03.2022

Langfristig vorwärts kommen: Mit ständiger Selbstentwicklung und Fokus!

Dipl.-Ing. (FH) Steffen Berger | ZMI GmbH | Elfershausen

"Für Unternehmer/-innen ist es wichtig, Visionen und Ziele zu haben. Damit es nicht bei Visionen bleibt und die Ziele tatsächlich erreicht werden, ist die Bereitschaft fortlaufende Modifizierungen vorzunehmen, von großer Bedeutung."

Termin: 16.02.2022

New Work und Work-Life-Blending

Jürgen Schulte-Wieking | G&H GmbH Rothschenk | Aub

„Als Unternehmer suche ich nach Möglichkeiten. Als Mensch trage ich Verantwortung. Eine nachhaltige Entwicklung von Mensch und Natur verbindet beides und entspricht meiner tiefsten Überzeugung."

Termin: 19.01.2022

Umweltmanagement (EMAS) in KMU

Caroline Trips | Trips GmbH | Grafenrheinfeld

Ausländische Fachkräfte fürs Unternehmen | 19.05.2022

IHK: In Mainfranken finden Arbeitnehmer eine vielfältige Arbeitgeberlandschaft vor. Mittelständische Unternehmen konkurrieren mit Großkonzernen wie SKF oder Bosch Rexroth. Was tun Sie, um die Trips Group auch in Zukunft für hochqualifizierte (IT-) Fachkräfte attraktiv zu halten?
Trips: Wir steigern unsere Attraktivität durch interessante Aufgabengebiete und Arbeitszeitmodelle, speziell unser technologischer Fortschritt ist ein wichtiges Kriterium für unsere Mitarbeiter, an dem sie aktiv mitarbeiten können. Die Vorteile eines Familienunternehmens wie z.B. die kurzen Entscheidungswege und einfache Prozesse sind weitere Argumente.

IHK: Sie sind inzwischen auch im Ausland auf der Suche nach geeigneten Bewerbern. Was sind dabei die größten Hürden? Wie schmackhaft muss man ausländischen Fachkräften den Standort Mainfranken machen?
Trips: Für die Bewerber steht im Fokus, dass sie erst einmal in Deutschland eine Anstellung, sprich eine Bluecard haben. In den wenigsten Fällen ist die Region ausschlaggebend. Die entsprechende Entlohnung und vor allem das gesamte Paket mit Wohnungssuche, Eingliederung der kompletten Familie sind ebenfalls ganz wichtige Faktoren, die für die Kandidaten aus dem Ausland ausschlaggebend sind.

IHK: In welchen Ländern rekrutieren Sie derzeit – und warum? Welche Berufsgruppen stehen dabei besonders im Fokus?
Trips: Wir rekrutieren weltweit! Bei uns stehen Ingenieure in Automatisierung und IT im Fokus.

https://www.trips-group.com/de/

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Dr. Fabian Taigel | BäckerAI | Großrinderfeld

IHK: Künstliche Intelligenz (KI) oder Artificial Intelligence (AI) ist längst kein Zukunftsthema mehr. Die Technologie ist ausgereift, verfügbar, erschwinglich – und bereits im Einsatz, oder nicht?
Dr. Taigel: KI ist die Dampfmaschine der digitalen Revolution. Das große Potential liegt darin Entscheidungen zu automatisieren. Da ist die letzten Jahre schon viel passiert, aber trotzdem stehen wir noch ganz am Anfang. Ein zunehmendes Bewusstsein für den Wert von Daten schafft gerade erst die Basis, damit KI-Lösungen bei zunehmend komplexeren Entscheidungen eingesetzt werden können.

IHK: Was macht die BäckerAI und wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Dr. Taigel: Die BäckerAI schlägt vor, wieviel von jedem Produkt für den nächsten Tag in die Verkaufsstellen geliefert werden soll. Mit Hilfe unserer selbstentwickelten KI-Verfahren sorgen wir dafür, dass am Ende des Tages deutlich weniger Backwaren übrig bleiben und wir sparen enorm viel Zeit für die Planung. Franz Seubert, einer unserer Gründer, ist in einem Lebensmittelmarkt aufgewachsen und hat dort täglich gesehen, was am Abend an der Backwarentheke übrig bleibt und in den Müll wandert. Da lag die Idee zur BäckerAI sehr nahe.

IHK: Die Implementierung einer solch komplexen Technologie ist jedoch mit Herausforderungen verbunden. Das gilt besonders für mittelständische Unternehmen. Welche Hürden meistern Sie bei Ihren Projekten?
Dr. Taigel: Die Unternehmer, die über eine Planungslösung nachdenken, wollen - und sollen - sich natürlich nicht mit der KI-Technologie dahinter auseinandersetzen. Die einzige KI-spezifische Hürde, die wir sehen, ist das Thema Daten. Wenn Datenqualität und -quantität passen, geht es „nur“ um die Einbindung eines neuen Werkzeugs in die eingespielten Planungsprozesse. Damit haben aber auch mittelständische Unternehmen inzwischen schon viel Erfahrung und sind sehr aufgeschlossen.

IHK: Haben Sie ein Fallbeispiel für den Einsatz von KI-Tools?
Dr. Taigel: Die BäckerAI ist unser erstes Produkt. Wir sehen großes Potential für alle frischen Lebensmittel, vom Smoothie bis zum Frischfleisch - überall da, wo die die Planung durch die begrenzte Haltbarkeit besonders schwierig und aufwändig ist. Wir entwickeln unsere Planungslösungen für die Zulieferer des Lebensmitteleinzelhandels und befähigen sie somit, die Planung von der Produktion bis ins Regal zu optimieren.

Vielen Dank Herr Dr. Taigel!

BäckerAI – Optimaler Bestellprozess für Bäcker (baeckerai.de)

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Stefan Niedermeier | PASTE® sports UG | Hammelburg

IHK: Was hat Sie zur Gründung im Nebenerwerb bewogen?
Niedermeier: Da wir ein eigenes Produkt entwickelt haben, von dem wir zwar von Anfang an überzeugt sind, lässt es sich dennoch schwer abschätzen, wie der Markt darauf reagiert und vor allem auch wie schnell und in welcher Höhe Umsätze realisiert werden können. Aus diesem Grund haben wir uns für eine Gründung im Nebenerwerb entschlossen. Das garantiert eine gewisse Sicherheit, besonders in finanzieller Hinsicht.

IHK: Wie hat Ihnen hierbei die IHK-Beratung weitergeholfen?
Niedermeier: Wir haben ein innovatives Produkt entwickelt, welches wir auch vor Marktbegleitern schützen möchten. Deshalb haben wir uns direkt am Anfang der Gründung und bevor wir auf den Markt gegangen sind, mit dem Thema Schutzrecht auseinandergesetzt. Dabei wurden wir im Rahmen der Patentsprechtage der IHK sehr gut unterstützt und konnten das gewerbliche Schutzrecht schnell umsetzen.

IHK: Welche Vorteile hat eine Existenzgründung im Nebenerwerb?
Niedermeier: Die Vorteile sind aus meiner Sicht folgende:

  • finanzielle Sicherheit durch ein Haupteinkommen in Bezug auf die Lebenshaltungskosten,
  • kein zeitlicher Druck, schnell Geld verdienen zu müssen,
  • Finanzierung des Unternehmens kann je nach Finanzierungsbedarf durch das Haupteinkommen größtenteils gedeckt werden.

IHK: Ab wann lohnt sich Ihrer Meinung nach, der Umstieg in den Haupterwerb?
Niedermeier: Meiner Meinung nach lohnt sich der Umstieg in den Haupterwerb, wenn das Unternehmen über einen gewissen Zeitraum so viel Gewinn abwirft, dass ein Unternehmerlohn ohne große Schmerzen bezahlt werden kann. Darüber hinaus sollte das Unternehmen so gefestigt sein, dass dieser Zustand auch über einen langen Zeitraum abzusehen ist. Um bereits früher mehr Zeit investieren zu können, macht es Sinn die Arbeitszeit im Angestelltenverhältnis zu reduzieren, zum Beispiel auf Teilzeit. Dabei kommt es auf die jeweilige Angestelltenposition und den Arbeitgeber an.

Herr Niedermeier, wir danken Ihnen für das Interview!

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M. Sc. Julian J. Schrader | SOPHISTICATES GMBH | Würzburg

Langfristig vorwärts kommen: Mit ständiger Selbstentwicklung und Fokus! | 08.03.2022

IHK: Als Junger Unternehmer stehen Sie heute vielfältigen Herausforderungen gegenüber! Welche sind Ihrer Meinung nach die größten?
Schrader: Die größte Herausforderung ist, im Alltag den Fokus und die richtige Balance zu halten. Sowohl unternehmerische Arbeit am Unternehmen braucht Zeit- und Freiräume, als auch die operative Mitarbeit an Kundenprojekten. Insbesondere Beratungsmandate erfordern meinen persönlichen Zeiteinsatz, um heute gute und wertstiftende Ergebnisse für unsere Kunden zu erzeugen.

IHK: Sie starteten ihre Selbständigkeit noch vor dem Abitur! Was würden Sie ihrem jüngeren Ich heute raten?
Schrader: Es wieder genauso zu machen, das war richtig so! Triff unterwegs nötige härtere Entscheidungen vielleicht ein bisschen schneller, denn die werden nicht einfacher – und sorg für regelmäßig geplante Pausen, um in Ruhe nachdenken zu können. Geh deinen Weg mit Klarheit, Mut und Konsequenz.

IHK: Wo möchten Sie beruflich in 10 Jahren stehen?
Schrader: Mit einer schlagkräftigen und digitalkompetenten Mannschaft ist SOPHISTICATES dafür bekannt, Abläufe in mittelständischen Unternehmen zu vereinfachen und mit digitalen Werkzeugen für mehr Gewinn zu sorgen – mehr Gewinn an freier Zeit, Freude, Wirksamkeit, und Geld.

Vielen Dank Herr Schrader!

https://sophisticates.de/

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Dipl.-Ing. (FH) Steffen Berger | ZMI GmbH | Elfershausen

New Work und Work-Life-Blending | 16.02.2022

IHK: Wollten Sie schon immer Ihre eigene Firma gründen? Wie kam es dazu?
Berger: Die Tätigkeit als Hardware- und Softwareentwickler, nach meinem Studium (Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik) hat mich mit Zeiterfassungssystemen in Verbindung gebracht. Hier ist der Wunsch nach der Selbstständigkeit entstanden. Ziel war es von Anfang an, Unternehmen eine Komplettlösung bestehend aus Software, Hardware und die entsprechende Beratung anzubieten.

IHK: Was schätzen Sie daran, Geschäftsführer zu sein?
Berger: Als Visionär genieße ich die freien Gestaltungsmöglichkeiten und freue mich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Mitunternehmer/-innen entwickeln zu können.

IHK: Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für unsere Region und haben Sie Lösungsansätze?
Berger: Wir haben in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern zu viele Vorgaben und Restriktionen. Hier ist insbesondere die Politik gefordert und ich hoffe die neue Bundesregierung geht die Baustellen an.

IHK: Wie könnte man Ihrer Meinung nach den Unternehmergeist bei jungen Menschen wecken?
Berger: Das ist eine gute Frage. Es braucht eine gewisse Risikobereitschaft ein Unternehmen zu gründen und die Bereitschaft diese Risiken zu tragen ist in der Gesellschaft nicht besonders ausgeprägt. Möglicherweise wird in der Schule, im Studium bzw. in der Ausbildung zu wenig über die Chancen gesprochen, die eine Selbstständigkeit bietet. Wünschenswert wäre auch ein besseres Mindset gegenüber Unternehmer/-innen.

Herr Berger, wir danken für das Interview.

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Jürgen Schulte-Wieking | G&H GmbH Rothschenk | Aub

Umweltmanagement (EMAS) in KMU | 19.01.2022

IHK: Wie sind Sie auf EMAS (Eco Management and Audit Scheme) aufmerksam geworden?
Schulte-Wieking: Über die IHK Würzburg-Schweinfurt wurden wir auf eine Infoveranstaltung des Förderkreis Umweltschutz Unterfranken aufmerksam. Dieser bot die Teilnahme an einem Konvoi zur Einführung eines Umweltmanagementsystems gemeinsam mit anderen KMU im Rahmen des bayerischen Förderprogramms BUMAP an. Schnell war klar: hier hatten wir das Instrument – EMAS –, die fachliche Unterstützung und zudem Weggefährten gefunden, um unserem Ziel - die wachsende G&H GmbH Rothschenk zukunftsfähig zu machen und Mitarbeitende stärker in Entscheidungen einzubinden – näher zu kommen.

IHK: Wie notwendig sind aus Ihrer Sicht Umweltmanagementsysteme wie EMAS?
Schulte-Wieking: Ziele und Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Soziales, Qualität und Wirtschaftlichkeit widersprechen sich nicht. Ein großer Vorteil von Managementsystemen wie EMAS, ISO 14001 oder ISO 9001 ist, dass sie nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern auf eine gemeinsame Basis aufbauen. Das spart Ressourcen und integriert Themen, die zusammengehören.

IHK: Welche Vorteile zieht Ihr Unternehmen aus EMAS?
Schulte-Wieking: Durch den PDCA-Zyklus, der allen Managementsystemen inhärent ist, ist man dazu angehalten, sein Unternehmen und die bestehenden Prozesse immer wieder neu zu reflektieren und getroffene Maßnahmen und Ziele kritisch zu hinterfragen. Das wird den sich schnell wandelnden Marktbedingungen, Kundenanforderungen und technischen Möglichkeiten gerecht.

IHK: Wann wird die G&H GmbH Rothschenk klimaneutral sein?
Schulte-Wieking: Wir haben uns das Ziel gesteckt bis zum Jahr 2025 klimaneutral zu wirtschaften. Dank EMAS verfügen wir hier bereits über wichtige Umweltkennzahlen und Mechanismen, um Rückschlüsse auf unsere Ressourceneffizienz zu ziehen, Ansatzpunkte zur C02-Vermeidung zu finden und die Berechnung unseres CO2-Ausstoßes auf Unternehmens- und Produktebene zu realisieren.

Vielen Dank Herr Schulte-Wieking!

Nachhaltigkeit: Unser Weg zu mehr Grün - Rothschenk

Aus der Praxis

Julia Holleber

M.A. Innovationsmanagement
Referentin Innovation und Digitalisierung
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Förderprogramme Marke und Patent
  • Innovation und Technologie
  • E-Business und Digitalisierung
Kontakt
Kontaktformular vCard0931 4194-317
Tätigkeitsbereiche
  • Förderprogramme Marke und Patent
  • Innovation und Technologie
  • E-Business und Digitalisierung
Melissa Ebert

Auszubildende Verwaltungsfachangestellte IHK/HWK
Würzburg