Fördermöglichkeiten

Förderungen der beruflichen Weiterbildung

Weiterbildungsstipendium, Aufstiegsstipendium, Aufstiegs-BAföG, Meisterbonus, Bildungsprämie und Bildungsscheck – wer sich weiterbilden möchte, kann vielfältige Förderprogramme nutzen. Diese Fördermöglichkeiten für Weiterbildungen sind nicht nur für unsere Praxisstudiengänge, sondern auch teilweise für Seminare und Zertifikatslehrgänge geeignet.

Welche Fördermittel gibt es?

Aufstiegs-BAfÖG – AFBG (ehemals Meister-BAfÖG)

Aufstiegs-BAfÖG – AFBG (ehemals Meister-BAfÖG)

Sie haben Ihre Ausbildung beendet oder bereits ausreichend Berufspraxis gesammelt und möchten nun einen Praxisstudiengang der IHK besuchen? Mit dem Aufstiegs-BAfÖG können Sie Fortbildungs- und Prüfungskosten fördern lassen und das bis zu 50 Prozent!

Finanzielle Unterstützung erhalten Sie mit dem "Aufstiegs-BAfÖG", wenn Sie eine höhere Berufsbildung mit öffentlich-rechtlicher Prüfung in Betracht ziehen. Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sind einkommens- und vermögungsunabhängig förderfähig.

Wer wird gefördert?

  • Das Aufstiegs-BAföG kommt für alle in Frage, die sich mit einem Lehrgang oder an einer Fachschule auf eine berufliche Fortbildungsprüfung in Voll- oder Teilzeit vorbereiten möchten.
  • Gefördert wird die Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse, wie Meister, Fachwirt oder Betriebswirt.
  • Der angestrebte berufliche Abschluss muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen.
  • Gefördert werden berufliche Aufsteiger über alle drei Fortbildungsstufen, d. h. der Geprüfte Berufsspezialist ebenso wie der Bachelor Professional und der Master Professional. Maßnahmen der ersten Fortbildungsstufe werden ausschließlich in Teilzeit gefördert. Maßnahmen der zweiten und dritten Fortbildungsstufen können in Voll- sowie in Teilzeit gefördert werden.

Was wird gefördert?

  • Die Lehrgangskosten sowie Prüfungsgebühren werden unabhängig von Einkommen und Vermögen bis zu einer maximalen Höhe von 15.000 Euro finanziert. Dabei werden 50 Prozent durch Zuschuss und der Rest durch ein zinsgünstiges Darlehen gefördert.
  • Bei Bestehen der Fortbildungsprüfung werden den Absolventen auf Antrag zusätzlich 50 Prozent des Darlehens erlassen. Wer sich am Ende einer Aufstiegsfortbildung selbstständig macht, muss das KfW-Darlehen nicht zurückzahlen und kann so schuldenfrei die eigene Existenzgründung starten.
  • Eine Förderung der Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt (oder vergleichbarer Arbeiten) ist bis zur Hälfte der Kosten möglich. Der Höchstbetrag liegt bei 2.000 Euro. 50 Prozent der Förderung werden auch hier als Zuschuss ausbezahlt, für den Rest kann ein zinsgünstiges Darlehen genutzt werden.
  • Fachkräfte, die sich in Vollzeit fortbilden, erhalten abhängig von Einkommen und Vermögen bis zu 892 Euro Unterstützung zum Lebensunterhalt. Verheiratete mit zwei Kindern erhalten abhängig vom Einkommen eine Unterhaltsförderung von bis zu 1.597 Euro pro Monat, Alleinerziehende mit einem Kind bis zu 1.127 Euro pro Monat.
  • Für Alleinerziehende gibt es zudem einkommens- und vermögensunabhängig einen monatlichen Zuschuss für die Kinderbetreuung. Dieser liegt bei 150 Euro pro Kind.
  • Die Unterhaltsförderung wird als Vollzuschuss gewährt, d. h. diese muss nicht zurückgezahlt werden.

Weitere Informationen und Antragstellung

Den Antrag können Sie hier direkt online stellen: Aufstiegs-BAföG online.

Nähere Auskünfte erhalten Sie zudem auch bei den Ämtern für Ausbildungsförderung, den Landratsämtern und kreisfreien Gemeinden.

Weitere Informationen unter Aufstiegs-BAföG online.
Bayerischer Bildungsscheck

Bayerischer Bildungsscheck

Der Freistaat Bayern fördert die berufliche Weiterbildung im Bereich Digitalisierung mit dem „Bayerischen Bildungsscheck“. Ab sofort können Beschäftigte diesen Zuschuss von 500,00 Euro beantragen. Interessenten wenden sich an die „Weiterbildungsinitiatoren“ in den jeweiligen Regierungsbezirken, die passende Weiterbildungsangebote vorschlagen. Daraus kann ein Angebot ausgewählt und der Bildungsscheck bei dem jeweiligen Anbieter eingelöst werden.

Die Bildungsschecks werden nur an Beschäftigte ausgestellt, nicht an deren Arbeitgeber. Es ist möglich, dass der Arbeitgeber den Rest der Kosten übernimmt.

Neben einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem Weiterbildungsinitiator sind u. a. folgende Voraussetzungen für eine Förderung zu beachten: Der Arbeitnehmer muss seinen Wohnsitz und/oder Arbeitsort in Bayern haben und über ein Brutto-Jahreseinkommen von über 20.000,00 Euro verfügen.

Die gewünschte Weiterbildung muss sich mit Themen der Digitalisierung befassen, mehr als 500,00 Euro kosten und mindestens acht Zeitstunden dauern.

Link für weitere Informationen
Meisterbonus

Meisterbonus

Erfolgreiche Absolventen einer höheren Berufsbildung mit öffentlich-rechtlicher Prüfung erhalten vom Freistaat Bayern einen Meisterbonus in Höhe von 2.000,00 Euro (ab 01.06.2019). Voraussetzung für den Meisterbonus ist, dass der Hauptwohnsitz oder der Beschäftigungsort zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung oder zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses in Bayern liegt.

Die Prüfung muss vor der fachlich und örtlich zuständigen Stelle im Freistaat Bayern abgelegt werden, die dann auch das Zeugnis ausstellt. Die erfolgreichen Absolventen von IHK-Fortbildungsprüfungen werden von der IHK benachrichtigt und können den Meisterbonus beantragen.

Weitere Informationen
Steuerliche Förderung

Steuerliche Förderung

Aufwendungen, die Sie leisten, um Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten im ausgeübten Beruf zu erhalten, zu erweitern oder den sich ändernden Anforderungen anzupassen können als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung berücksichtigt werden.

Dazu zählen zum Beispiel: Lehrgangskosten, Prüfungsgebühren, Fachliteratur, Lehrmaterial und Fahrtkosten.

Weitere Informationen
Bildungsprämie

Bildungsprämie

Ein "Prämiengutschein" für Ihre berufliche Weiterbildung können Sie beantragen, wenn Sie das 25. Lebensjahr vollendet haben, nachweislich mindestens 15 Wochenstunden arbeiten und dafür ein zu versteuerndes Einkommen von maximal 20.000,00 Euro (40.000,00 Euro bei gemeinsam Veranlagten) erhalten. Der maximale finanzielle Zuschuss beträgt 500,00 Euro. Wir akzeptieren Prämiengutscheine für Seminare/Zertifikatslehrgänge, jedoch nicht für Praxisstudiengänge. 

Weitere Informationen
Weiterbildungsstipendium

Weiterbildungsstipendium

Für ein Weiterbildungsstipendium können Sie sich bewerben, wenn Sie das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, die IHK-Ausbildungsabschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten abgeschlossen haben und nachweislich mindestens 15 Wochenstunden arbeiten.

Bei Erhalt des Stipendiums erwarten Sie Fördergelder in Höhe von 8.100,00 Euro. Pro Maßnahme ist lediglich ein Eigenanteil von 10 Prozent zu zahlen.

Bitte beachten Sie die Bewerbungsfristen 31.05. (Aufnahme zum 01.08.) und 31.10. (Aufnahme zum 01.01.) eines jeden Jahres!
 

Wer kann sich für das Weiterbildungsstipendium bewerben?

Grundvoraussetzung:
Das Weiterbildungsstipendium fördert die berufliche Qualifizierung im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung. Erste Voraussetzung für eine Bewerbung ist daher, dass Sie eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) abgeschlossen haben.


Altersgrenze und Anrechnungszeiten:
Die Aufnahme ist bis zum Alter von 24 Jahren möglich. Durch Berücksichtigung von Anrechnungszeiten, etwa ein Freiwilligendienst oder Elternzeit, kann die Aufnahme auch bis zu drei Jahre später erfolgen.


Weitere Bewerbungsvoraussetzungen:
Das Programm ist ein Stipendium mit einem Bewerbungsverfahren. Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht. Sie haben drei Möglichkeiten, sich für die Bewerbung um ein Weiterbildungsstipendium zu qualifizieren:

Sie haben Ihre Berufsabschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten oder besser als „gut“ (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote 1,9 oder besser) bestanden
oder
Sie sind bei einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb unter die ersten drei gekommen
oder
Sie weisen Ihre besondere Qualifikation durch einen begründeten Vorschlag Ihres Arbeitgebers oder der Berufsschule nach.

Zum Zeitpunkt der Bewerbung müssen Sie entweder mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden berufstätig sein oder bei der Arbeitsagentur als arbeitssuchend gemeldet sein. Sofern Sie eine berufliche Vollzeitmaßnahme (z. B. Meister-in/Fachwirt-in/Techniker-in) absolvieren, müssen Sie keinen Nachweis zur Berufstätigkeit vorlegen. Vollzeitstudierende ohne regelmäßige Berufstätigkeit und Hochschulabsolventen/-innen können nicht aufgenommen werden.
 

Bewerbungsablauf

1. Benötigte Nachweise für das Bewerbungsfahren:

  • Ausgefülltes Bewerbungsformular mit Original-Unterschrift
  • Kopie des IHK-Ausbildungszeugnisses
  • Kopie des Berufsschulzeugnisses  
  • Nachweis über Berufstätigkeit vom Arbeitgeber. (Beachten Sie, dass das Einreichen eines Arbeitsvertrags nicht ausreicht. Bitte lassen Sie sich von Ihrem Arbeitgeber eine aktuelle Bestätigung ausstellen!)
  • Optional: Empfehlungsschreiben des Arbeitgebers bzw. Nachweis der Platzierung des beruflichen Leistungswettbewerbs


2. Versand der Bewerbungsunterlagen:
Senden Sie uns oben aufgeführte Nachweise auf dem Postweg (Bewerbungen per E-Mail können nicht berücksichtigt werden) an folgende Anschrift:

IHK Würzburg-Schweinfurt
Frau Julia Braun
Mainaustr. 33-35
97082 Würzburg

 

3. Sie erhalten eine Eingangsbestätigung per E-Mail! 

4. Wir informieren Sie über das Ergebnis des Auswahlverfahrens ca. 6 Wochen nach Bewerbungsschluss per Post. Sofern Sie eine Absage erhalten, können Sie sich bis zum Alter von 24 Jahren erneut bewerben.

 

Welche Weiterbildungen fördert das Weiterbildungsstipendium?

Förderfähig sind anspruchsvolle - in der Regel berufsbegleitende - Weiterbildungen bei einem Bildungsträger Ihrer Wahl:

  • Maßnahmen zum Erwerb fachbezogener beruflicher Qualifikationen
  • Vorbereitungskurse auf Prüfungen der beruflichen Aufstiegsfortbildung, z. B. Meister/-in, Techniker/-in, Betriebswirt/-in, Fachwirt/-in, Fachkaufmann/Fachkauffrau
  • Seminare zum Erwerb fachübergreifender und sozialer Kompetenzen, z. B. Fremdsprachen, EDV, Rhetorik, Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf der Ausbildung oder der Berufstätigkeit aufbauen

Folgende Kosten können nach Aufnahme in das Weiterbildungsstidpendium gefördert werden: 

  • Maßnahmekosten
  • Fahrtkosten
  • Aufenthaltskosten 
  • notwendige Arbeitsmittel
  • Prüfungskosten
  • IT-Bonus von 250 Euro zur Anschaffung eines Computers im ersten Förder- bzw. Kalenderjahr (Nur in Verbindung mit einer Maßnahme möglich!).

Bitte beachten Sie: Damit eine Maßnahme förderfähig ist, muss diese vor Beginn der Weiterbildung beantragt werden. Liegt der Weiterbildungsbeginn vor Aufnahme in das Stipendium, so muss Ihre Bewerbung vor Maßnahmenbeginn vorliegen.   


Wie sieht die finanzielle Förderung aus?

Als Stipendiatin oder Stipendiat können Sie im Weiterbildungsstipendium Zuschüsse von insgesamt 8.100 Euro für beliebig viele förderfähige Weiterbildungen beantragen - bei einem Eigenanteil von 10 Prozent je Fördermaßnahme. Der Eigenanteil schmälert nicht Ihren Gesamtförderbetrag.

Die Mittel für das Weiterbildungsstipendium stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereit.


Förderzeitraum

Das Stipendium gilt für das Aufnahmejahr und zwei Folgejahre. Das heißt, das Aufnahmejahr gilt immer - unabhängig vom konkreten Aufnahmetermin - als erstes Förderjahr. Ihr Stipendium endet immer am 31. Dezember des übernächsten Jahres. 

Bewerbungsformular Weiterbildungsstipendium
Bildungsgutschein/Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein - Agentur für Arbeit

Bildungsgutschein/Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein - Agentur für Arbeit

Unter dem Bereich Geförderte Maßnahmen finden Sie Weiterbildungsmaßnahmen, die Sie über einen Bildungsgutschein oder  Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters fördern lassen können. Die Teilnahme ist unter Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen kostenfrei. Sprechen Sie uns an - wir beraten Sie gerne!

Weitere Informationen
Bildungszeitgesetz

Bildungszeitgesetz

Mit dem Bildungszeitgesetz (BzG) der verschiedenen Bundesländer haben Beschäftigte einen Anspruch auf Bildungszeit. Es soll ihre Weiterbildungsbereitschaft erhöhen, um Fähigkeiten sowie Wissen zu erweitern und sich weiter zu entwickeln. Beschäftigte können sich von ihrem Arbeitgeber an bis zu fünf Arbeitstagen pro Kalenderjahr für die Teilnahme an einer beruflichen oder politischen Weiterbildungsmaßnahme sowie für Qualifizierungen zur Ausübung von ehrenamtlichen Tätigkeiten freistellen lassen. Der Arbeitgeber zahlt das Entgelt während der Freistellung weiter.

Der Anspruch auf Bildungszeit besteht nach zwölf Monaten Betriebszugehörigkeit für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Auszubildende sowie für Studierende der Dualen Hochschulen. Bildungsmaßnahmen im Sinne des BzG dürfen nur in anerkannten Bildungseinrichtungen wahrgenommen werden.

Die IHK Würzburg-Schweinfurt ist für die Bundesländer Baden-Württemberg und Thüringen als Bildungsträger anerkannt.

Weitere Informationen: für Baden-Württemberg

Weitere Informationen: für Thüringen

Ansprechpartner

Weiterbildungsstipendium

Julia Braun

Sachbearbeiterin Weiterbildungsstipendium und Dozentenmanagement
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Administration und Betreuung des Weiterbildungsstipendiums
  • Fördermittelauszahlung
  • Beratung von Stipendiaten
Kontakt
E-Mail schreibenvCard0931 4194-203
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Meisterbonus

Johannes Scheuring

Diplom-Kaufmann
Prüfungskoordinator Fortbildungsprüfungen
Schweinfurt

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  • Organisation von Prüfungen
  • Einrichtung und Betreuung der Prüfungsausschüsse
  • Zulassungsberatung
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Claudia Kuhn

Sachbearbeiter Fortbildungsprüfungen
Schweinfurt

Tätigkeitsbereiche
  • Verwaltungsangelegenheiten für Prüfungen
  • Betreuung von Prüfern und Prüfungsteilnehmern
  • Rechnungen und Gebühren
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