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Tourismus in Mainfranken

Eckdaten der Tourismusstatistik

Urlaub in Deutschland ist gefragt wie nie, davon profitiert auch die mainfränkische Tourismusbranche. Der landschaftlich vielseitige und reizvolle Kulturraum Mainfrankens bietet dabei ein umfangreiches Angebot – vom Aktivsport über Kultur und Kulinarik bis hin zum Kur- und Rehabereich – und spricht dabei ganzjährig unterschiedlichste Zielgruppen an.

 

Gästeübernachtungen

Die amtliche Statistik verzeichnete für die Region in 2017 mit rund 6,2 Millionen Übernachtungen ein leichtes Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich die positive Entwicklung der Vorjahre fort: Gegenüber 2010 stieg die Zahl der Übernachtungen bis 2017 um über 14 Prozent. Besonders der Anstieg der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland hat zu der positiven Entwicklung beigetragen. Ihr Anteil nahm zwischen 2010 und 2017 um rund 14 Prozent zu. Bei den Übernachtungsgästen von Gästen aus dem Ausland beträgt das Plus rund 20 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Übernachtungsgäste lag 2017 bei rund 9 Prozent.

2,2 Millionen Übernachtungen in Bad Kissingen

Den Großteil der Übernachtungen verzeichnet der Landkreis Bad Kissingen mit 2,2 Millionen Übernachtungen, gefolgt von der Stadt Würzburg (0,93 Mio.) und dem Landkreis Rhön-Grabfeld (0,81 Mio.). Im Vorjahresvergleich positiv entwickelten sich die Zahlen in den Landkreisen Kitzingen (+7,8 Prozent), Würzburg (+3,4 Prozent) und Main-Spessart (+3,3 Prozent) sowie in den Oberzentren Stadt Schweinfurt und Stadt Würzburg (jeweils +1,5 Prozent). Einen leichten Rückgang gab es dagegen in den Landkreisen Bad Kissingen (-0,7 Prozent) und Rhön-Grabfeld (-0,1 Prozent). Besonders stark (-3,2 Prozent) sanken die Übernachtungszahlen im Landkreis Haßberge.

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer

Mainfrankenweit lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer – ebenso wie im Vorjahr auch – bei 2,5 Tagen. Dies entspricht auch dem bayernweiten Durchschnitt. Besonders lange blieben Besucher in den Landkreisen Bad Kissingen (5,1 Tage) und Rhön-Grabfeld (3,4 Tage), am kürzesten in der Stadt Würzburg.

Tourismuskonjunktur zum Jahresbeginn 2018

Mit 54,3 Prozent berichtet mehr als jedes zweite Unternehmen von einer guten Geschäftslage, nur 8,5 Prozent sind unzufrieden. Insbesondere Geschäfts- und Urlaubsreisende führen zu steigenden Umsätzen und einer hohen Auslastung der Betriebe: Sechs von zehn Tourismusbetrieben in Mainfranken sprechen von einer vollen Auslastung, lediglich 6,4 Prozent berichten Gegenteiliges. Für das Jahr 2018 zeigt sich die mainfränkische Tourismusbranche zuversichtlich. Zwei Drittel der Betriebe (67,8 Prozent) gehen davon aus, dass die gute Geschäftslage auch in den kommenden Monaten Bestand haben wird. Darüber hinaus rechnen 22,6 Prozent mit einer Verbesserung der Geschäfte, knapp jeder zehnte Betrieb hingegen mit einer Verschlechterung. Das Tourismusgewerbe erwartet steigende Umsätze durch Geschäftsreisende und Urlauber, jedoch rückläufige im Segment Tagestourismus.

Fachkräftemangel ist größtes Konjunkturrisiko

Dank optimistischer Geschäftsaussichten planen vier von zehn Tourismusbetrieben in den kommenden Monaten mehr zu investieren. Hauptmotiv ist für rund drei Viertel die Ersatzbeschaffung. Zudem möchte jeder Zweite – und damit mehr als doppelt so viele Betriebe als vor einem Jahr – im Bereich Umweltschutz investieren. Die Beschäftigungspläne bleiben stabil, mit 71,5 Prozent plant die große Mehrheit keine Veränderungen der Beschäftigtenzahl.  

Zusätzliches Personal zu finden, stellt die mainfränkischen Tourismusbetriebe vor eine immer größere Herausforderung, denn aktuell sehen 78,1 Prozent im Fachkräftemangel ein Geschäftsrisiko. Ebenso risikobehaftet werden die Energie- und Rohstoffpreise (67,8 Prozent) und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (56,9 Prozent) eingestuft.

Datenquellen: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 2018 und Konjunkturerhebung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

Ansprechpartner

Dr. Christian Seynstahl

Diplom-Geograph

Referent Regionalentwicklung

Würzburg

Telefon: 0931 4194-314

E-Mail: christian.seynstahl@ wuerzburg.ihk.de

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Elena Fürst

M. Sc. Economics

Referentin Konjunktur und Statistik

Würzburg

Telefon: 0931 4194-320

E-Mail: elena.fuerst@ wuerzburg.ihk.de

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