Großbritannien: Weinversand

Großbritannien - Neue Verfahren zum Weinexport nach dem Brexit und dem Freihandelsabkommen.

Das Vereinigte Königreich ist seit 2021 zollrechtlich ein Drittland. Trotz des geschlossenen Freihandelsabkommens mit dem Vereinigten Königreich ist daher auch für Wein eine zolltechnischen Abwicklung erforderlich.

Lieferungen von Wein an gewerbliche Empfänger in Großbritannien können seit 2021 nicht mehr über das bisherige Zollsystem zur Überwachung der Beförderung von Wein und Schaumwein unter Verbauchsteueraussetzung, dem Excise Movment Control System (EMCS), abgewickelt werden.

Stattdessen wird Warensendungen die Abgabe einer (elektronischen) Ausfuhranmeldung verpflichtend. Dabei sind zusätzlich bestimmte Begleitdokumenten erforderlich und Etikettierungsvorschriften sind zu beachten.

Für die Vermarktung von Wein gelten Normen und Standards, die zu erfüllen sind. Auskünfte erteilt auch die Agentur für Lebensmittelstandards (Food Standards Agency – FSA, winestandards@food.gov.uk).

Der im  „Border Operating Model“ des VK gelten in einem Übergangszeitraum vom 1.1. bis 30.6.2021 gilt nicht für verbrauchsteuerpflichtige Waren wie Wein. Daher ist für Wein seit dem 1.1.2021 eine vollständige Zollerklärung erforderlich.

Für die Einfuhr von EU-Weinen ist ab 1. Januar 2021 ein Begleitdokument erforderlich. Das Dokument kann durch den Exporteur selbst ausgestellt werden. Das Dokument finden Sie im Anhang.

Bei den Etikettierungsvorschriften sind neben den Angaben nach geltenden EU-Vorschriften zusätzlich noch folgende Angaben in VK derzeit vorgeschrieben:

  • Ursprungsland („product of…“)
  • Los-/AP-Nummer („L-AP…“)
  • Name und Adresse des Importeurs

Beachten Sie für Holzverpackungsmaterial die Regelungen des ISPM Nr. 15.

Hier finden Sie das Begleitdokument (als pdf) und den Text des Abkommen bezüglich Wein (pdf).