03.02.2026 - Konjunktur

Konjunktur: Erstmals seit vier Jahren überwiegt der Optimismus

Die mainfränkische Wirtschaft startet verhalten ins Jahr 2026. Die konjunkturelle Lage bleibt angespannt, zugleich mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Talsohle erreicht ist. Im weiteren Jahresverlauf könnten sich erste Erholungstendenzen abzeichnen.

weiterlesen
27.02.2025 - Teilnahme Konjunktur

Die Macht der Zahlen - Die Konjunkturumfragen der IHK-Organisation

Wie entwickeln sich Konjunktur und Wirtschaft? Diese Frage beschäftigt sowohl Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft als auch den Staat und seine Behörden. Wie Unternehmer die Entwicklung der Geschäftssituation einschätzen, ist zum einen eine wichtige Grundlage für unternehmerische Entscheidungen, aber auch Erkenntnisquelle für die Wirtschaftspolitik. Eine Kristallkugel haben wir natürlich auch nicht. Daher führen alle 79 Industrie- und Handelskammern in Deutschland unterjährige Konjunkturumfragen in ihrem jeweiligen IHK-Bezirk durch.

weiterlesen
23.01.2026 - Blickpunkt Konjunktur

Der gesetzliche Mindestlohn steigt - wie reagiert die mainfränkische Wirtschaft?

Die Arbeitskostenbelastung entwickelt sich für die mainfränkische Wirtschaft zu einem immer größer werdenden Konjunkturrisiko. So stufte im Herbst 2025 jedes zweite mainfränkische Unternehmen die Arbeitskosten als Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Betriebes ein. Damit landet dieser Faktor hinter der Inlandsnachfrage und den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen auf Platz 3 der TOP-Konjunkturrisiken in der Region. Durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes von 12,82 Euro auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 steigt die Belastung für viele Betriebe weiter an, das zeigt eine Sonderauswertung der IHK-Konjunkturumfrage aus dem Herbst 2025.

weiterlesen
IHK Mainfranken

Konjunktur und Statistik

Die IHK-Konjunkturanalyse spiegelt das aktuelle Stimmungsbild von Industrie, Bau, Handel, Dienstleistungen und Tourismus zum Jahresbeginn, im Frühjahr, und Herbst wider. 

Jahresbeginn 2026: Getrübter Jahresstart mit Hoffnungsschimmer

Die mainfränkische Wirtschaft startet verhalten ins Jahr 2026. Die konjunkturelle Lage bleibt angespannt, zugleich mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Talsohle erreicht ist. Im weiteren Jahresverlauf könnten sich erste Erholungstendenzen abzeichnen. Der IHK-Konjunkturklimaindikator für Mainfranken liegt aktuell bei 103 Punkten und bleibt damit seit Frühjahr 2025 unverändert. 

Die Rahmenbedingungen bleiben zum Start ins Jahr 2026 eher ungünstig: Zu strukturellen Herausforderungen, anspruchsvollen Finanzierungsbedingungen und dem zaghaften Angehen von Reformen gesellen sich geopolitische Spannungen, eine weltweit angespannte Sicherheitslage sowie Unsicherheiten durch die Handelspolitik Chinas und insbesondere der USA, deren Präsident darüber hinaus immer wieder die bestehenden Grundpfeiler der internationalen Ordnung in Frage stellt.

Ein Blick ins Detail: Ihre aktuelle Geschäftslage beurteilen die Unternehmen durchwachsen. Ein Viertel berichtet von guten Geschäften, unwesentlich weniger von schlechten. Per Saldo liegen die Lagebeurteilungen mit einem Punkt nur noch leicht im positiven Bereich. Bereits seit Herbst 2021 ist der Trend stark rückläufig. Sowohl die Binnen- als auch die Auslandsnachfrage kommen bislang nur schwer in Gang. 

Ein konjunktureller Lichtblick zeigt sich bei den Geschäftserwartungen der mainfränkischen Wirtschaft für den weiteren Jahresverlauf. Erstmals seit vier Jahren rechnen mehr Unternehmen mit einer Verbesserung (25 Prozent) als mit einer Verschlechterung (20 Prozent). Gegenüber der Vorbefragung entspricht dies einem Plus von fünf, binnen Jahresfrist von 16 Prozentpunkten. Dabei erwarten die Unternehmen in den kommenden Monaten ein Anziehen der Inlandsnachfrage - begünstigt durch die staatlichen Investitionsprogramme für Infrastruktur und Verteidigung - und positive Impulse auf nahezu allen Auslandsmärkten. Dennoch bleiben Personal- und Investitionsplanungen von Zurückhaltung geprägt, denn der Ausblick ist nicht frei von Risiken. Neben der Inlandsnachfrage sehen die Unternehmen vor allem die ungünstigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie die hohen Arbeitskosten als größte Gefahren für ihre künftige Geschäftsentwicklung. Ein Blick auf die seit 2011 erhobene Zeitreihe zeigt, dass alle drei Risikofaktoren in letzter Zeit immer weiter in der Risikoskala nach oben klettern und neue Höchststände erreichen. Dies unterstreicht den hohen wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf.

Fazit: Die Anzeichen für eine konjunkturelle Belebung mehren sich. Für einen nachhaltigen Aufschwung, der über kurzfristige fiskalische Impulse hinausgeht, ist jedoch ein klarer wirtschaftspolitischer Kurswechsel erforderlich. Im Mittelpunkt müssen dabei die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, verlässliche und planbare Rahmenbedingungen für Investitionen sowie eine konsequente Verbesserung der Standortbedingungen stehen. Hier muss die Politik endlich liefern!

Die aktuelle IHK-Konjunkturanalyse für Mainfranken inklusive eines ausführlichen Branchenberichts finden Sie nachfolgend zum Download.

Konjunkturanalysen für Mainfranken 2026

Deutsche Industrie- und Handelskammer

Konjunkturindikatoren und Prognosen für Deutschland

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hält die wichtigsten Konjunkturindikatoren und -prognosen für Sie bereit. Nachfolgend finden Sie in zusammengefasster Form aktuelle Informationen des Statistischen Bundesamtes, das ifo-Instituts, das Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), des Marktforschungsinstituts GfK sowie eine Reihe zusätzlicher, regelmäßig erscheinender Konjunkturindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, in Europa und der Welt. 

Eine Aktualisierung erfolgt in der Regel monatlich. Auf die jeweiligen Originalquellen ist dort verwiesen, soweit es sich nicht um eigene Berechnungen handelt. Alle Daten sind ohne Gewähr.

Die Daten können hier heruntergeladen werden.

Ansprechpartner

Konjunkturumfrage

Elena Fürst

M. Sc. Economics
Referentin Konjunktur und Statistik
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Konjunktur, IHK-Unternehmensbarometer
  • Statistik, Strukturdaten
  • Regionale Wirtschaftspolitik
Kontakt
Kontaktformular vCard 0931 4194-320
Tätigkeitsbereiche
  • Konjunktur, IHK-Unternehmensbarometer
  • Statistik, Strukturdaten
  • Regionale Wirtschaftspolitik
Dr. Christian Seynstahl

Diplom-Geograph
Bereichsleiter Standortpolitik und Unternehmensförderung
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Regional- und Standortentwicklung
  • Grundsatzfragen zu Fachkräftesicherung und Unternehmertum / CSR
  • Grundsatzfragen zu Existenzgründung, Unternehmensnachfolge und -förderung
Kontakt
Kontaktformular vCard 0931 4194-314
Tätigkeitsbereiche
  • Regional- und Standortentwicklung
  • Grundsatzfragen zu Fachkräftesicherung und Unternehmertum / CSR
  • Grundsatzfragen zu Existenzgründung, Unternehmensnachfolge und -förderung
Jessica Philipp

Sachbearbeiterin Standortpolitik
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Assistenz Standortpolitik
  • Veranstaltungsmanagement Standortpolitik
Kontakt
Kontaktformular vCard 0931 4194-342
Tätigkeitsbereiche
  • Assistenz Standortpolitik
  • Veranstaltungsmanagement Standortpolitik