Die amtliche Statistik zählt zur Industrie diejenigen Betriebe, die dem verarbeitenden Gewerbe (Abschnitt C) einschließlich des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden (Abschnitt B) angehören. Dabei bezieht sich diese Statistik ausschließlich auf Betriebe, die mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigen. Mainfrankenweit fallen hierunter im Jahr 2024 insgesamt 598 Unternehmen, in denen rund 95.700 Personen beschäftigt sind. Betrachtet man hingegen alle im verarbeitenden Gewerbe sozialversicherungspflichtig beschäftigten Personen, liegt die Zahl bei rund 105.500, was rund 26 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Mainfranken entspricht.
Die mainfränkischen Betriebe des verarbeitenden Gewerbes erzielten im Jahr 2024 einen Gesamtumsatz von rund 21,3 Mrd. Euro, wovon rund 41 Prozent im Ausland generiert wurden. Laut Investitionserhebung des Bayerischen Landesamtes für Statistik investierten die Betriebe im Jahr 2023 rund 882,5 Mio. Euro.
Dass der Branche in Mainfranken ein hoher Stellenwert zukommt, verdeutlicht auch ein Blick auf die Bruttowertschöpfung. So entfiel auf das verarbeitende Gewerbe (Abschnitt C) im Jahr 2023 eine Bruttowertschöpfung von rund 10,4 Mrd. Euro. Bezogen auf die gesamte Bruttowertschöpfung der Region in Höhe von 42,6 Mrd. Euro entspricht dies einem Anteil von 25 Prozent. Rund 60 Prozent der mainfränkischen Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe wird in drei Gebietskörperschaften erwirtschaftet: Spitzenreiter ist die Stadt Schweinfurt (26 Prozent), gefolgt von den Landkreisen Main-Spessart (22 Prozent) und Rhön-Grabfeld (11 Prozent).