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Ist die Unternehmensübernahme in Gefahr?

Der Wechsel in den Ruhestand ist für viele Unternehmer schon aus emotionalen Gründen nicht leicht. Dazu kommen Herausforderungen bei der Suche eines Übernehmers sowie bei der Finanzierung der Unternehmensnachfolge. Zum Jahreswechsel verweist die mainfränkische IHK auf die Ergebnisse des jüngsten DIHK-Nachfolgereports. Dort geben 41 Prozent der potenziellen Nachfolger Schwierigkeiten bei der Finanzierung ihres Vorhabens an.

Der demografische Wandel führt nicht nur auf Arbeitnehmerseite, sondern auch bei Arbeitgebern zu einem Anstieg des Durchschnittsalters und zu einem Rückgang jüngerer Altersgruppen. „Bereits heute sind Unternehmer in Mainfranken mehrheitlich über 50 Jahre alt, jeder Vierte ist sogar über 60 Jahre“, erläutert Dr. Christian Seynstahl, Bereichsleiter Standortpolitik und Unternehmensförderung. Die Ergebnisse des aktuellen DIHK-Reports Unternehmensnachfolge würden vor diesem Hintergrund bedenklich stimmen, meint Seynstahl. Im Report geben 41 Prozent der potenziellen Nachfolger Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Unternehmensübergabe an. „Die Corona-Krise, steigende Energiepreise und Lieferkettenengpässe haben bei vielen Unternehmen in den vergangenen Jahren zu einem Verbrauch der Eigenmittel geführt. Zugleich wird es angesichts hoher Unsicherheiten bei der Finanzierungseinschätzung schwerer, an Bankkredite zu kommen“, erklärt Seynstahl weiter. Doch auch für Nachfolger, die Fremdkapital beziehen, seien die Zeiten herausfordernd. Das gestiegene Zinsniveau führe dazu, dass Unternehmensübergabe schlicht teurer werde.

Bürgschaften und Beteiligungskapital noch günstig

Positiv bewertet Seynstahl die Möglichkeit, Bürgschaften zu beziehen: Hier werde die Lage laut DIHK-Studie sogar besser bewertet als im Vorkrisenjahr 2019. Und auch die Akquise von Beteiligungskapital habe sich vereinfacht. „Allerdings gilt ebenso, dass mit dem Ende der Niedrigzinsphase und angesichts der hohen konjunkturellen Unsicherheit gerade Wagniskapitalgeber eine geringere Bereitschaft haben, in Start-up-Projekte zu investieren.“ Hinzu komme, dass Deutschland im internationalen Vergleich strenge Regeln bei der Vergabe von Beteiligungskapital habe. „Unterm Strich ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen für Übernehmer attraktiver gestaltet werden. Es braucht Verlässlichkeit und Planbarkeit, um Übernahmeinteressierte nicht abzuschrecken.“

Die Ergebnisse des DIHK-Reports Unternehmensnachfolge 2022 finden Interessierte auf der Homepage des DIHK unter: www.dihk.de.

Information:
Dr. Christian Seynsthal
Tel. 0931 4194-314
E-Mail: christian.seynstahl@wuerzburg.ihk.de