Coronahilfen: Verbesserungen bei der Überbrückungshilfe III

Bei der Überbrückungshilfe III wurden – basierend auf den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom 23. März – einige Verbesserungen vorgenommen.

Die Verbesserungen umfassen folgende Punkte:

  • Erhöhung des Fördersatzes in Monaten mit mindestens 70 Prozent Umsatzeinbruch auf bis zu 100 Prozent (zuvor bis zu 90 Prozent).
  • Eigenkapitalzuschuss: Unternehmen, die in mindestens drei Monaten im Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent vorweisen können, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Dieser ist gestaffelt und richtet sich nach der Höhe der betrieblichen Fixkosten gemäß Nr. 1 bis 11 der  erstattungsfähigen Fixkosten (eine Liste der erstattungsfähigen Fixkosten finden Sie in den FAQ zur Überbrückungshilfe III unter Punkt 2.4).
  • Ausweitung der „Sonderregel für den Einzelhandel zu Abschreibungen“ auf Hersteller, Großhändler und professionelle Verwender. Zudem ist nun auch Frühlings-/Sommersaisonware ansetzbar.
  • Anschubhilfe für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft: Zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale wird für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 Prozent der Lohnsumme, die im entsprechenden Referenzmonat im Jahr 2019 angefallen ist, eingeführt. Die maximale Gesamtförderhöhe dieser Anschubhilfe beträgt 2 Mio. Euro.
  • Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für Veranstaltungen, die für den Zeitraum März bis Dezember 2020 geplant wurden, Ausfall- und Vorbereitungskosten geltend machen, die bis zu zwölf Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind.
  • Unternehmen mit außergewöhnlichen betrieblichen Umständen (bspw. Umbau, längere Elternzeit, krankheitsbedingte Schließung) können alternative Referenzzeiträume im Jahr 2019 heranziehen.
  • Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften sind ebenfalls antragsberechtigt.
  • Ausweitung des Gründungsdatums: Nun können Unternehmen, die bis zum 31. Oktober 2020 gegründet wurden, Überbrückungshilfe III in Anspruch nehmen (zuvor musste die Gründung bis spätestens 30. April 2020 erfolgt sein).
  • Solo-Selbstständige sollen zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung ein nachträgliches Wahlrecht zwischen der Überbrückungshilfe III und der Neustarthilfe erhalten, um die für sie günstigste Hilfe in Anspruch nehmen zu können.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Überbrückungshilfe-Plattform des Bundes unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.