Die aktuelle Situation in Mainfranken

Wasser- und Gewässerschutz

Wasser in Mainfranken: 

Gemeinsam vorsorgen Wasser ist Lebensgrundlage, Produktionsfaktor und eine wichtige Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort. In Mainfranken rückt der verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource zunehmend in den Fokus. Trockenperioden, steigende Temperaturen und regional unterschiedliche Wasservorkommen stellen Unternehmen, Kommunen und Wasserversorger vor neue Aufgaben.

Themen

Wasser in Unterfranken

Wasser wird zum wichtigen Standortfaktor: 

Unterfranken gehört zu den trockensten Regionen Bayerns. Geringe Niederschläge, ein teilweise wenig speicherfähiger Untergrund und regional unterschiedlich verfügbare Wasservorkommen prägen die natürlichen Rahmenbedingungen. Besonders in den Trockengebieten der Mainfränkischen Platte ist das verfügbare Wasserdargebot vergleichsweise gering. 

Nach Angaben der Regierung von Unterfranken verteilen die Wasserversorgungsunternehmen in der Region jährlich rund 83 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an Haushalte sowie Gewerbe- und Industriebetriebe. In Trockenjahren kann der Bedarf um bis zu fünf Millionen Kubikmeter steigen. Gleichzeitig ist das natürliche Wasserdargebot räumlich ungleich verteilt. 

Die Wasserversorgungsbilanz für Unterfranken geht davon aus, dass sich die klimatischen Veränderungen bis 2035 auch auf Brunnen und Quellen auswirken können. Prognostiziert werden ein Rückgang des Brunnendargebots um fünf Prozent und eine Abnahme der Quellschüttungen um bis zu 15 Prozent. Das bedeutet nicht, dass überall unmittelbar Wasser fehlt. Es zeigt jedoch, wie wichtig eine vorausschauende und regional abgestimmte Wassernutzung ist. 

Trockenperioden werden relevanter
Längere Hitze- und Trockenphasen können den Wasserbedarf erhöhen, während sich Wasservorkommen nur eingeschränkt erneuern.

Die Ausgangslage ist regional unterschiedlich
Wasserverfügbarkeit, Versorgungsstruktur und örtliche Risiken unterscheiden sich innerhalb Mainfrankens. Standortbezogene Betrachtungen sind daher besonders wichtig.

Vorsorge stärkt den Wirtschaftsstandort
Ein effizienter Wassereinsatz schont Ressourcen, kann betriebliche Kosten reduzieren und trägt dazu bei, die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen und Region zu verbessern.

Wasserversorgungsbilanz Unterfranken
Wasserresilienz in Mainfranken: Industrieller Verbrauch und Recyclinglösungen

Industrieller Wasserverbrauch und Recyclinglösungen

Wasser ist für viele Unternehmen ein wichtiger Produktions- und Standortfaktor. Gleichzeitig gehört Unterfranken zu den niederschlagsärmsten Regionen Bayerns. Begrenzte Grundwasserneubildung und trockene Sommer erhöhen den Handlungsdruck. Die IHK Würzburg-Schweinfurt möchte Unternehmen deshalb dabei unterstützen, ihre Wassernutzung vorausschauend, effizient und wirtschaftlich zu gestalten.

Unternehmen in Mainfranken sind gefragt: Beteiligen Sie sich an unserer Online-Befragung und bringen Sie Ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze ein.

Darum geht es

Mit dem Projekt „Wasserresilienz in Mainfranken: Industrieller Wasserverbrauch und Recyclinglösungen“ untersucht die IHK Würzburg-Schweinfurt, wie Wasser in regionalen Unternehmen genutzt wird und welche Möglichkeiten zur Einsparung, Wiederverwendung und Kreislaufführung bestehen.

Das Projekt verfolgt drei Ziele:

  • Aufbau einer sektorspezifischen Datengrundlage zur betrieblichen Wassernutzung
  • Identifikation praxistauglicher Technologien zur Wassereinsparung und Kreislaufführung
  • Transfer der Erkenntnisse durch Information, Vernetzung und Erfahrungsaustausch

Warum ist Ihre Teilnahme wichtig?

Bereits 2023 haben zahlreiche Unternehmen eine IHK-Befragung zum Thema Wasser unterstützt. Die Rückmeldungen aus der Wirtschaft waren eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Projekts. An diese erfolgreiche Zusammenarbeit möchten wir anknüpfen.

Je mehr Unternehmen teilnehmen, desto genauer können Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe erfasst werden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, künftige Angebote der IHK Würzburg-Schweinfurt bedarfsgerecht auszurichten.

Wie profitieren Unternehmen?

Die Projektarbeit soll:

  • konkrete Einspar- und Effizienzpotenziale sichtbar machen,
  • praxiserprobte Technologien und Best-Practice-Beispiele identifizieren,
  • den Austausch zwischen Unternehmen und Fachakteuren fördern,
  • Impulse für Versorgungssicherheit und betriebliche Resilienz geben,
  • die Entwicklung praxisnaher Informations-, Beratungs- und Vernetzungsangebote unterstützen.

So läuft das Projekt ab

  1. Datengrundlage schaffen
    Vorhandene Wasserrechtsdaten werden ausgewertet und durch eine Unternehmensbefragung ergänzt. Ziel ist ein sektorspezifischer Überblick über die industrielle Wassernutzung in Mainfranken.
  2. Erfahrungen und Lösungen untersuchen
    Interviews und Betriebsbesuche sollen zeigen, welche Herausforderungen Unternehmen haben und welche technischen Lösungen bereits erfolgreich eingesetzt werden.
  3. Wissen in die Praxis bringen
    Die gewonnenen Erkenntnisse werden über Netzwerktreffen, Fachveranstaltungen und digitale Informationsangebote in die regionale Wirtschaft getragen.

Zur Online-Befragung: Der Link zur Umfrage wird voraussichtlich ab November 2026 hier verfügbar sein.

Die Teilnahme an der Befragung hilft, ein realistisches Bild der betrieblichen Wassernutzung in Mainfranken zu erstellen und praxisnahe Lösungen für die regionale Wirtschaft zu entwickeln. Die Angaben werden vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet.

Ansprechpartner

Reach

Dr. Ing. Panalee Chevakidagarn

Spezialistin für Umweltthemen
Würzburg

Jacqueline Escher

M.Sc. Geographie
Referentin Umwelt und Energie
Würzburg

Tätigkeitsbereiche
  • Abfallberatung und Umweltrecht
  • Produktkennzeichnung
  • Energieeffizienz und Klimaschutz
Kontakt
Kontaktformular vCard 0931 4194-364
Tätigkeitsbereiche
  • Abfallberatung und Umweltrecht
  • Produktkennzeichnung
  • Energieeffizienz und Klimaschutz