IHK-Bezirksausschuss diskutierte mit OB Heilig und verabschiedete „Mr. Ehrenamt“
Der IHK-Bezirksausschuss Würzburg hat am 21. Oktober unter der Leitung seines Vorsitzenden und IHK-Vizepräsidenten Dr. Klaus D. Mapara zum letzten Mal in der aktuellen Amtsperiode getagt. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Würzburg.
Entsprechend breit war die Themenpalette: Sie reichte von der kommunalen Infrastruktur über den Mobilitätsplan 2040 und das Baustellenmanagement bis hin zur Stadtentwicklung und zu zentralen Zukunftsprojekten. Dabei richtete sich der Blick bewusst über die aktuellen Herausforderungen hinaus. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wurde deutlich, dass Würzburg über starke Potenziale verfügt. Der Oberbürgermeister verwies auf den jüngsten Nobelpreis, die hohe wissenschaftliche Qualität des Standorts und die Chancen durch erfolgreiche Ausgründungen aus den Hochschulen. Darüber hinaus stellte er zahlreiche zukunftsweisende Projekte und wichtige Investitionsvorhaben für Stadt und Region vor.
Multifunktionsarena als Investition in die Zukunft
Am Beispiel der geplanten Multifunktionsarena machte der Bezirksausschuss deutlich, dass die regionale Wirtschaft hinter wichtigen Zukunftsinvestitionen für den Standort steht. Die Arena sei „eine Investition in die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Standorts“ und komme Veranstaltungen, dem Sport, der Wirtschaft sowie der überregionalen Strahlkraft Würzburgs zugute. Ein weiteres Thema war die Beschleunigung von Verwaltungsprozessen, unter anderem durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Dieser Aspekt ist zugleich Gegenstand des neuen Standortreports der IHK Würzburg-Schweinfurt. Gerade in Zeiten knapper finanzieller Spielräume braucht es aus Sicht des Bezirksausschusses klare Prioritäten und zugleich den Mut, diejenigen Projekte voranzutreiben, die den Standort langfristig stärken.
Die Mitglieder des Bezirksausschusses unterstrichen zudem die Bedeutung eines engen und kontinuierlichen Dialogs zwischen Stadt und Wirtschaft. Einigkeit bestand darin, dass die anstehenden Herausforderungen nur gemeinsam zu bewältigen seien und wirtschaftliche Belange frühzeitig in die weitere Entwicklung Würzburgs einbezogen werden sollten.
Kommunaler Wärmeplan: Orientierung statt Anschlusspflicht
Einen zweiten Schwerpunkt der Sitzung bildete die regionale Wärmewende. Dr. Christian Göpfert, Leiter der Stabsstelle Klima und Nachhaltigkeit der Stadt Würzburg, und Edith Dorsch, Kommunale Wärmemanagerin, stellten den kommunalen Wärmeplan der Stadt vor. Sie erläuterten den aktuellen Stand der Planung, das Zielszenario einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 sowie die vorgesehene Einteilung des Stadtgebiets in unterschiedliche Wärmeversorgungsgebiete. Dabei betonten sie, dass die kommunale Wärmeplanung als strategische Orientierung diene und insbesondere keine generelle Pflicht zum Anschluss an ein Fernwärmenetz begründe. Zudem informierten sie über konkrete Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Unternehmen und Gebäudeeigentümer.
Auch der Mobilitätsplan 2040 war erneut Thema im Bezirksausschuss. Mit Blick auf die geplante Verabschiedung im ersten Quartal 2027 betonten die Mitglieder insbesondere die Bedeutung einer guten Erreichbarkeit der Würzburger Innenstadt für Kunden, Beschäftigte und Unternehmen. Positiv bewertet wurde, dass wichtige Verkehrsachsen wie die Magistralen Schweinfurter Straße, Röntgenring und Veitshöchheimer Straße auch künftig ihre derzeitige Funktion für den Ziel- und Quellverkehr erfüllen sollen. Aus Sicht der Wirtschaft muss bei den weiteren Planungen eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur für Pendler, Wirtschaftsverkehr und Innenstadtbesucher gewährleistet bleiben.
Dank zum Ende der Amtsperiode
Neben aktuellen IHK-Themen wie dem Standortreport Mainfranken und der aktuellen Konjunkturanalyse stand zum Ende der Amtsperiode vor allem der Abschied im Mittelpunkt. Ein besonderer Dank ging an Dr. Klaus D. Mapara, der mit dem Ende der Amtsperiode aus seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten für die IHK ausscheidet. Umso mehr freute sich die IHK, ihm in der Sitzung die Urkunde als „Mr. IHK-Ehrenamt“ überreichen zu können. Die Bezeichnung entstammt einem Porträt in der Main-Post.