IHK-Standortumfrage 2026

Ihr Standort in Mainfranken im Fokus: 6 Themenfelder - 64 Indikatoren. Von A wie “Angebot an digitalen Verwaltungsverfahren” bis Z wie “Zustand der Straßen”. So haben die mainfränkischen Unternehmerinnen und Unternehmer geantwortet.

Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Wirtschaftsregion

Die wirtschaftliche Transformation bringt für Unternehmen und Regionen gleichermaßen tiefgreifende Veränderungen mit sich. Um die Wettbewerbsfähigkeit Mainfrankens langfristig zu sichern, sind attraktive Standortbedingungen von zentraler Bedeutung. Mit der vorliegenden Standortumfrage hat die IHK Würzburg-Schweinfurt nach 2016 und 2021 bereits zum dritten Mal die Einschätzungen der Unternehmen zu den Stärken, Schwächen und Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Mainfranken erhoben. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise auf Handlungsbedarfe und bilden eine wichtige Grundlage für den Dialog mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zur Weiterentwicklung der Region.

IHK-Standortumfrage 2026 - Hintergründe

Steckbrief zur Umfrage

Rahmendaten

  • Befragungszeitraum: März bis Juni 2026
  • Befragte Unternehmen: 2.500 IHK-Mitgliedsunternehmen aus ganz Mainfranken
  • Rücklauf: 441 Unternehmensantworten
  • Kontinuität: Wiederholende Befragung im Fünf-Jahres-Rhythmus

Methodik

  • Breite Unternehmensbasis: Vom Existenzgründer bis zum Traditionsunternehmen, vom Kleinstbetrieb bis zum international tätigen Konzern; Berücksichtigung aller von der IHK Würzburg-Schweinfurt vertretenen Branchen und Regionen
  • Sechs Themenfelder: Bildung und Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Innovationspotenzial und Wissenschaft, Rahmenbedingungen allgemein, Rahmenbedingungen für Unternehmen sowie Standortkosten und Finanzierung
  • 64 Standortfaktoren: Von A wie “Attraktivität der Innenstädte” bis Z wie “Zukunftsfähigkeit der Region”
  • Unternehmerisches Urteil: Bewertung jedes einzelnen Standortfaktors nach Bedeutung und Zufriedenheit
  • Bewertungssystem: Schulnotenskala von 1 ("sehr gut") bis 6 ("ungenügend")

Ergebisse

  • Analyse der Standortbedingungen: Identifikation von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken
  • Handlungsempfehlungen: Aufzeigen konkreter Handlungsbedarfe aus Sicht der Wirtschaft
  • Regionale Auswertung: Standortbewertung für Mainfranken sowie die neun Gebietskörperschaften
Methodik

Durch Kombination der Beurteilungen der einzelnen Standortfaktoren hinsichtlich Bedeutung und Zufriedenheit können Standortstärken, Schwächen, Chancen und Risiken abgeleitet werden. Standortfaktoren, denen Unternehmen eine hohe Bedeutung beimessen und gleichzeitig hohe Zufriedenheitswerte aufweisen, stellen Stärken bzw. Standortvorteile einer Region dar. Schwächen liegen hingegen bei jenen Faktoren, die aus Unternehmenssicht eine hohe Bedeutung besitzen, in der Region aber nicht zufriedenstellend erfüllt sind. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Daneben können Chancen ausgemacht werden, das sind Faktoren, die aus Unternehmenssicht eine geringere Bedeutung besitzen, in der Region aber überdurchschnittlich gut erfüllt sind („Standortbonus“, „nice-to-have“). Standortrisiken, also Faktoren, denen die Unternehmen im Vergleich aller betrachteter Indikatoren eine vergleichsweise geringere Bedeutung beimessen und die gleichzeitig weniger zufriedenstellend erfüllt sind, zeigen weitere Handlungsbedarfe auf. Diese vier Kategorien können in einer Matrix („Vier-Quadranten-Schema“) abgebildet werden. 

Um beurteilen zu können, welche Faktoren die Unternehmen für überdurchschnittlich bedeutend halten, wurde der Mittelwert über alle Bedeutungsbewertungen gebildet. Dieser liegt bei einem Wert von 2,6. Analog wurde für die Bestimmung der Faktoren mit überdurchschnittlicher Zufriedenheit verfahren. Hier liegt der Wert bei 3,1. In der Matrix bilden diese beiden Werte die Achsenschnittpunkte. Dabei wird die Bedeutung auf der X-Achse und die Zufriedenheit auf der Y-Achse abgetragen. Je weiter rechts ein Standortfaktor in der Matrix liegt, desto bedeutender ist er aus Unternehmenssicht eingestuft und je weiter oben er liegt, desto zufriedener sind die Unternehmen mit diesem Faktor in der Region. Entsprechend liegen die Stärken der Region im Quadranten oben rechts, darunter die Schwächen. Links oben finden sich jene Standortfaktoren, die als Chancen gelten, Risiken sind im Quadranten darunter abgebildet.

Fragebogen

Hier finden Sie den Fragebogen zur IHK-Standortumfrage 2026.

Zum Fragebogen

Der Wirtschaftsstandort Mainfranken im Fokus - kurz und kompakt

Mainfranken - ein Standort ...

… dem die ansässigen Unternehmen die Schulnote 2,7 geben.

… den 36 Prozent der Unternehmen definitiv und weitere 37 Prozent voraussichtlich wieder als Unternehmensstandort wählen würden.

… an dem die Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften sowie die Qualifikation der verfügbaren Arbeitskräfte auf der Prioritätenliste ganz oben stehen.

… wo die Anbindung an das Fernstraßennetz für die Unternehmen von zentraler Bedeutung ist und zugleich eine hohe Zufriedenheit damit herrscht.

… der mit der Zuverlässigkeit und Qualität der Energieversorgung punktet, während die Energiepreise zu den am schlechtesten bewerteten Standortfaktoren zählen.

… an dem Unternehmen das Profil und die Qualität der regionalen Hochschulen positiv bewerten.

… an dem die berufliche Praxisnähe der Schulen als Standortstärke wahrgenommen wird.

… der mit weichen Standortfaktoren wie Umwelt und Natur, Lebensqualität sowie dem Kultur-, Sport- und Freizeitangebot für Fachkräfte attraktiv ist.

… an dem sich die Breitbandinfrastruktur und die Mobilfunkanbindung in den vergangenen fünf Jahren deutlich verbessert haben und inzwischen zu den Standortstärken zählen.

… an dem in den nächsten fünf Jahren 20 Prozent der Befragten ihren Standort erweitern möchten, gleichzeitig jedoch bei Genehmigungsprozessen und digitalen Verwaltungsverfahren deutlicher Verbesserungsbedarf gesehen wird.

… an dem die Lohn- und Arbeitskosten schlechter bewertet werden als noch vor fünf Jahren.

… an dem sich die Verfügbarkeit und Anbindung des öffentlichen Personennahverkehrs gegenüber 2021 aus Sicht der Unternehmen erneut verschlechtert hat.

… an dem das Angebot öffentlicher Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität lediglich unterdurchschnittlich bewertet wird.

… an dem fehlende Gewerbeflächen insbesondere Bauwirtschaft und Industrie belasten.

… dem die Industrie sowie die Gastronomie- und Tourismusbranche die schlechtesten Standortnoten ausstellen.

… an dem Gastronomie- und Tourismusbetriebe die Standortentwicklung der vergangenen fünf Jahre von allen Branchen am kritischsten bewerten und zugleich vor wachsenden Herausforderungen stehen.

Höchste Zufriedenheit
  • Umwelt und Natur
  • Lebensqualität
  • Anbindung an das Fernstraßennetz
  • Kultur-, Sport- und Freizeitangebot
  • Einkaufsmöglichkeiten / Nahversorgung
Geringste Zufriedenheit
  • Dauer von Genehmigungsverfahren
  • Anbindung an das überregionale Luftverkehrsnetz
  • Angebot an digitalen Verwaltungsverfahren
  • Energiekosten
  • Anbindung an das Wasserstraßennetz
Standortstärken (Auswahl)
  • Lebensqualität
  • Energieversorgung, Energieversorgungssicherheit
  • Breitbandinfrastruktur
  • Mobilfunkanbindung
  • Medizinische Versorgung
  • …
Handlungsbedarf (Auswahl)
  • Dauer von Genehmigungsverfahren
  • Angebot an digitalen Verwaltungsverfahren
  • Energiekosten
  • Serviceorientierung und Erreichbarkeit der Behörden
  • Engagement der Politik zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts
  • …

Gesamtergebnisse

IHK-Standortreport 2026: Die Studie zum Download

Hier finden Sie die Gesamtergebnisse der IHK-Standortumfrage 2026 für Mainfranken und die neun mainfränkischen Gebietskörperschaften zum Download.

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Konjunkturumfrage

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Sachbearbeiterin Standortpolitik
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