Zollrechtliche Exportabwicklung und IT-Abwicklung in ATLAS

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Elektronische Zollanmeldungen von Exporten mit dem IT-Verfahren ATLAS (AES/ECS) sind mittlerweile längst zum Standard geworden.

Gleichwohl ist beim Export von Waren aus der EU eine Vielzahl von verfahrensrechtlichen Regelungen zu beachten. Verwirrend sind dabei oftmals die unterschiedlichen Beteiligtenkonstellationen insbesondere bei Reihengeschäften (Ausführer, Anmelder, Subunternehmer, direkter und indirekter Vertreter), die Codierungsanforderungen in den Zollanmeldungen (z.B. Y901, Y920, oder 3LNA) oder die Wartezeiten und Auflagen bei vereinfachten Zollanmeldungen mit bewilligten Gestellungsorten (dem früheren "Zugelassenen Ausführer"). Die Nichtbeachtung dieser Regelungen kann zu bußgeld- und sogar strafrechtlichen Folgen führen. Außerdem drohen die Aussetzung oder sogar der Widerruf von bewilligten Vereinfachungen. Auch der Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte (Authorized Economic Operator, kurz AEO genannt), der eine immer größere Bedeutung gerade im Export erfährt, steht auf dem Spiel. Ein Imageverlust sowie wirtschaftliche Nachteile wären die Folge.

Das Seminar macht die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (auch mit geringen Vorkenntnissen) mit diesen Regelungen vertraut und gibt dabei anhand von praktischen Fällen wichtige Hilfestellungen und Tipps für die Praxis, um Fehlerquellen erkennen und die optimale Ab-wicklung der Exporte gewährleisten zu können.

Besprochen werden u.a. alle die Ausfuhr bestreffenden Verfahrensabläufe und Gestaltungsspielräume einschl. deren Vor- und Nachteile sowie die Nutzungsvoraussetzungen von ATLAS in der aktuellen Version, einschl. der verschiedenen Anbindungsvarianten (wie z.B. die Internet-Ausfuhranmeldung-Plus, IAA-Plus). Thematisiert werden auch die Prüfungsmöglich-keiten bezüglich der Dual-Use-Verordnung und der Embargovorschriften, einschließlich der zutreffenden Unterlagencodierung in der Zollanmeldung mittels EZT-Online. Sich bereits abzeichnende Rechts- und Verfahrensänderungen werden soweit möglich ebenfalls angesprochen.

Inhalt

    Begriffsbestimmungen - Rechtsgrundlagen - Beteiligtenkonstellationen
    Zweistufiges Standardverfahren
  • Anmeldung zur Ausfuhr (ATLAS-Ausfuhr, Internet-Ausfuhranmeldung IAA-Plus; Notfallverfahren mittels Einheitspapier)
  • Überführung in die Ausfuhr bei der Ausfuhrzollstelle (Fristen für die Vorab-Anmeldung, Ausfuhrdokumente, Gestellungsmodalitäten)
  • Überwachung der Ausfuhr bei der Ausgangszollstelle
  • Erledigung der Ausfuhr (Fristen, Follow up, Nachweise für Umsatzsteuerzwecke und Alternativnachweise)
  • Rückwirkende Ausfuhranmeldungen
    Besonderheiten bei der Ausfuhr
  • Einstufige Ausfuhr
  • Mündliche Ausfuhranmeldungen ("1000- Euro-Regel")
  • Verknüpfung mit Versandverfahren
  • Ausfuhren im Post- und Bahnverkehr
    Vereinfachungen bei der Ausfuhr
  • Vereinfachte Zollanmeldungen
    ohne Bewilligung (sog. unvollständige Ausfuhranmeldungen bei Reihengeschäften und Zulieferungen)
    mit Bewilligung (an zugelassenen Gestellungsorten beim früheren "Zugelassenen Ausführer")
  • Anschreibung in der Buchführung des Anmelders
  • Zentrale Zollabwicklung
    Exportkontrolle - Genehmigungspflichten z.B. nach der Dual-Use-Verordnung
  • Prüfung der Genehmigungspflicht (z.B. anhand des EZT)
  • Form der Genehmigung (Einzelgenehmigung - Allgemeine Genehmigung)
  • Zutreffende Unterlagencodierung in der Zollanmeldung (Codelisten)

Zielgruppe

Sachbearbeiter/-innen und Abteilungsleiter/-innen in Export-, Versand-, Verkaufs- und Vertriebsabteilungen sowie alle Mitarbeiter/-innen im Bereich Zollwesen (auch für Mitarbeiter/-innen mit geringen Vorkenntnissen geeignet).

Nutzen

Sie bekommen top-aktuell und komprimiert alle wesentlichen Informationen über
die rechtskonforme und effiziente Gestaltung Ihrer Exportprozesse,
typische Fehlerquellen in der Zollabwicklung sowie
die wichtigsten Informationsmechanismen und Hilfestellungen für die Praxis.

Abschluss

IHK-Teilnahmebescheinigung

Dauer

Tagesseminar von 09:00 bis 16:30 Uhr

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