Die Europäische Kommission hat am 23. März 2026 mitgeteilt, dass das EU-MERCOSUR Interimshandelsabkommen ab dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendet werden kann. Es wird zwischen der EU und den MERCOSUR-Staaten Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay gelten.
Das EU-Mercosur-Interimshandelsabkommen kann ab dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendet werden. Die Europäische Union hat den Mercosur-Ländern die vorläufige Anwendungsurkunde für das Interimshandelsabkommen entsprechend notifiziert.
Der Text zu diesem Abkommen wurde am 27. Februar 2026 im Amtsblatt (EU) L/2026/184 veröffentlicht. Die Auskunftsdatenbank WuP online wird zum 1. Mai 2026 entsprechend aktualisiert.
Aus deutscher Sicht bietet das Abkommen große Chancen:
Der Mercosur umfasst rund 260 Millionen Menschen und gilt als bedeutender Wachstumsmarkt. Ein Freihandelsabkommen würde europäischen Unternehmen besseren Marktzugang verschaffen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken insbesondere in bislang stark abgeschotteten Märkten wie Brasilien und Argentinien.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Region ist erheblich:
Brasilien zählt 203,1 Mio. Einwohner, erwirtschaftet ein BIP von 2.188,4 Mrd. US-Dollar; deutsche Warenexporte: 13.191 Mio. Euro.
Argentinien hat 45,7 Mio. Einwohner, ein BIP von 604,4 Mrd. US-Dollar; deutsche Warenexporte: 2.270 Mio. Euro.
Paraguay kommt auf 6,9 Mio. Einwohner, 44,9 Mrd. US-Dollar BIP; deutsche Warenexporte: 248 Mio. Euro.
Uruguay zählt 3,4 Mio. Einwohner, 82,5 Mrd. US-Dollar BIP; deutsche Warenexporte: 375 Mio. Euro.
Welche Chancen bietet das Freihandelsabkommen für die deutsche Wirtschaft?
Und welche Übergangsfristen sind zu beachten?
Germany Trade & Invest hat die wichtigsten Exportbranchen wie Maschinenbau, Kfz, Chemie, Pharma und Ernährungswirtschaft analysiert und zentrale Fakten zum Abkommen zusammengefasst
Hier finden Sie zusammengefasste Informationen der GTAI
Hier finden Sie die Meldung des Zolls: Zoll online - Warenursprung und Präferenzen - Warenverkehr mit den MERCOSUR-Staaten
Weitere Informationen: Europäische Kommission.