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IHK zur Gründungsstatistik 2024 - Trotz lebhaftem Gründungsgeschehen: Zahl der Gewerbeabmeldungen erneut gestiegen

#Aktuelle Meldung #2025

Wie aktuelle Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik zeigen, kann Mainfranken zwar auch im Jahr 2024 auf ein lebhaftes Gründungsgeschehen zurückblicken, allerdings hinterlassen die anhaltend schwache Konjunkturentwicklung sowie ungünstige Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer deutliche Spuren.

So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 7.494 Unternehmen angemeldet, wohingegen 6.753 Gewerbeabmeldungen verzeichnet wurden. „Die Gründungsdynamik in Mainfranken schwächt sich weiter ab“, so Dr. Christian Seynstahl, IHK-Bereichsleiter Standortpolitik und Unternehmensförderung. Er verweist dabei auf den Gründungssaldo – also die Differenz aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen –, der im Jahr 2024 bei +741 lag. „Im Vergleich zum Jahr 2023 fällt der Gründungsüberschuss 2024 deutlich geringer aus. Damals lag der Saldo bei +913“, erläutert Seynstahl. 

Die Zahl der Gewerbeanmeldungen ist gegenüber dem Vorjahr um rund zwei Prozent gestiegen (Gewerbeabmeldungen 2023: 7.383) und erreichte damit den zweithöchsten Stand der zurückliegenden zehn Jahre (Höchststand 2021: 7.961). „Zunächst ist es erfreulich, dass – allen konjunkturellen und strukturellen Unwägbarkeiten zum Trotz – das Interesse an der beruflichen Selbstständigkeit in Mainfranken nach wie vor hoch ist“, sagt Seynstahl. „Als IHK setzen wir uns für attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen und -nachfolgen ein und werben aktiv für Selbstständigkeit und Unternehmertum. Uns ist wichtig, dass Gründungs- und Nachfolgeinteressierte unternehmensfreundliche Standortbedingungen vorfinden und mehr Planungssicherheit bekommen, etwa hinsichtlich der Deckung des Finanzbedarfs oder der Minderung bürokratischer Lasten. Hier ist vor allem die Politik gefragt.“ 

Mit Sorge blickt Seynstahl jedoch auf die Entwicklung der Gewerbeabmeldungen. Diese unterschreiten mit 6.753 registrierten Gewerbeabmeldungen ihr Maximum innerhalb der letzten zehn Jahre nur marginal (Höchststand 2015: 6.776). „Die Gründe sind sicherlich vielfältig. Angefangen von der konjunkturellen Flaute über den demographischen Wandel bis hin zu diversen Stolpersteinen, die der Unternehmerschaft in den Weg gelegt werden.“ 

Ein Blick in die Teilregionen Mainfrankens 

Innerhalb Mainfrankens sind recht ähnliche Tendenzen hinsichtlich der Entwicklung des Gründungsgeschehens zu beobachten: Mit Ausnahme des Landkreises Main-Spessart (Gründungssaldo: -94) weisen acht der neun Gebietskörperschaften für das Jahr 2024 einen positiven Gründungssaldo aus. „Im Vergleich zu den Vorjahren lässt das Wachstum aber weiter nach“, erläutert Seynstahl. Die Spannweite reicht hierbei von +60 im Landkreis Rhön-Grabfeld bis hin zu +195 in der kreisfreien Stadt Würzburg. Bei separater Betrachtung der Gewerbean- und -abmeldungen werden die Unterschiede jedoch deutlicher. So verzeichnet die kreisfreie Stadt Schweinfurt mit +65 bzw. +14 Prozent einen deutlichen Zuwachs bei der Zahl der Gewerbeanmeldungen gegenüber 2023, wohingegen der Landkreis Schweinfurt einen Rückgang um 91 bzw. zehn Prozent ausweist. Mit Blick auf die Gewerbeabmeldungen sticht der Landkreis Main-Spessart mit einem Zuwachs von 277 bzw. 45 Prozent heraus, wohingegen im Landkreis Schweinfurt ein Rückgang um 80 bzw. zehn Prozent verzeichnet wurde. 

Vielfältiges IHK-Beratungsangebot für Gründungswillige und bestehende Unternehmen 

„Wir bieten ein vielfältiges Angebot für Gründungswillige und bestehende Unternehmen an“, erklärt Larissa Vogel, Gründungsreferentin der IHK. „Eine gute Vorbereitung ist zwar das A und O, aber es ist genauso wichtig, Unternehmen nach der Gründungsphase in die Wachstums- und Übergabephase zu begleiten. Hier kann die IHK-Unternehmenswerkstatt (UWD) ein wertvoller Partner sein. Seit März können mainfränkische Unternehmen die UWD mit dem Modul „Sicherung und Nachfolge“ kostenfrei nutzen. Nutzen Sie diese Chance, um Ihr Unternehmen nachhaltig aufzubauen und ein gesundes Unternehmen an die nächste Generation zu übergeben. Wir stehen allen Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen mit unserem vielfältigen Beratungsangebot“, so IHK-Referentin Larisa Vogel. Interessierte finden unter www.uwd.de oder unter www.wuerzburg.ihk.de/unternehmenssicherung ausführliche Informationen zur jeder Unternehmensphase.

 Information: Dr. Christian Seynstahl, Tel. 0931 4194-314, E-Mail: christian.seynstahl@wuerzburg.ihk.de oder unter www.wuerzburg.ihk.de/gruendung

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