Das Umweltbundesamt hat neue Emissionsdaten für das vergangene Jahr und Schätzungen für die Jahre bis 2030 veröffentlicht. Die Daten sind ernüchternd. Im Jahr 2025 sanken die Treibhausgasemissionen trotz schwacher Konjunktur nur marginal, weil die Emissionen im Gebäude- und Verkehrsbereich gewachsen sind.
Die Emissionen sind 2025 in der Industrie zurückgegangen, dies vor allem wegen Werksschließungen und Arbeitsplatzabbau in der energieintensiven Industrie. In der Energiewirtschaft sind die Emissionen nur noch wenig gesunken, nicht zuletzt wegen der kalten Wintermonate. Der Landnutzungs- und Forstsektor (LULUCF) war 2025 eine CO2-Senke, wenn auch nur schwach.
In der Projektion bis 2030 zeigen die Daten Zielverfehlungen besonders im Sektor Verkehr und Gebäude, eine Zielerreichung im Bereich Energieerzeugung und eine Überfüllung in den Sektoren Energieerzeugung und Industrie. Bis 2030 wird das Klimaschutzziel um 2,4 Prozentpunkte oder 30 Mio. t CO2 verfehlt. Das erscheint erst einmal nicht viel und wäre nicht dramatisch, wenn der Weg insgesamt stimmt. Die Prognosezahlen zeigen aber, dass das Klimaneutralitätsziel 2045 immer unerreichbarer wird.
Hinzu kommt, dass durch die schlechte Performance im Gebäude- und Verkehrssektor die Emissionszuteilung im Rahmen der EU-Lastenteilung (Effort-Sharing-Regulation, ESR) ab 2026 überschritten wird. Bis 2030 erreicht die prognostizierte Zielverfehlung 255 Mio. t CO2. Dies muss durch Zukäufe von anderen Mitgliedstaaten ausgeglichen werden. Bei einem fiktiven Preis von 70 Euro pro t würden sich 17 Mrd. Euro ergeben.
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