Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat einen aktuellen Sicherheitshinweis für Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsbranche herausgegeben.
Das BfV bewertet die Gefährdungslage für Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft weiterhin als hoch. Besonders Unternehmen mit Bezügen zur Ukraine oder zu verteidigungsrelevanten Technologien stehen demnach im Fokus ausländischer Nachrichtendienste und anderer sicherheitsgefährdender Akteure. Der Sicherheitshinweis verweist auf aktuelle Fälle von Ausspähung, mutmaßlicher Sabotagevorbereitung, Sanktionsumgehung zugunsten der russischen Rüstungsindustrie sowie auf Phishing-Kampagnen über Messenger-Dienste. Zudem weist das BfV auf Risiken durch die Verfügbarkeit von Standortdaten und mögliche Aktionen extremistischer Akteure gegen Unternehmen der Branche hin.
Konkrete Empfehlungen für Unternehmen:
- Sicherheitsmaßnahmen und Risikomanagement regelmäßig an die aktuelle Bedrohungslage anpassen.
- Mitarbeitende kontinuierlich für Spionage-, Sabotage-, Phishing- und Social-Engineering-Angriffe sensibilisieren und schulen.
- Sensible Informationen nach dem „Need-to-know“-Prinzip behandeln und Veröffentlichungen auf mögliche Sicherheitsrisiken prüfen.
- Interne Systeme technisch absichern, Netzwerke segmentieren und regelmäßige Penetrationstests durchführen.
- Dienstliche Kommunikation ausschließlich über vorgesehene und abgesicherte Kommunikationskanäle führen.
- In sozialen Netzwerken und Karriereplattformen zurückhaltend mit Angaben zu Aufgaben, Projekten und Standorten umgehen.
- Verdächtige Kontaktaufnahmen, Beschaffungsanfragen sowie mögliche Ausspähungs- oder Sabotagehandlungen konsequent melden.
- Bei Auslandsreisen besondere Vorsicht walten lassen und die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise berücksichtigen.
Link zur Quelle und dem BfV-Sicherheitshinweis.