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Die REACH-Chemikalienverordnung

Sachkunde nach der Chemikalien-Verbotsverordnung

Produkte, die bestimmte gefährliche Chemikalien enthalten, darf im Einzelhandel nur verkaufen, wer die Sachkunde gemäß § 5 Abs. 2 der Chemikalien-Verbotsverordnung nachweisen kann. Für die Abgabe von giftigen und sehr giftigen Stoffen und Zubereitungen an private Verbraucher ist sogar eine Erlaubnis des Gewerbeaufsichtsamtes notwendig, in den anderen Fällen muss die Tätigkeit der Gewerbeaufsicht gemeldet werden. 

Wer eine einschlägige Ausbildung absolviert hat, z. B. als Apotheker, Drogist oder in pharmazeutischen Assistenzberufen, verfügt bereits über den Sachkundenachweis. Die in Frage kommenden Abschlüsse sind in der untenstehenden Chemikalien-Verbotsverordnung aufgeführt. 

Alle anderen müssen ihre Sachkunde gegenüber dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt durch eine Prüfung nachweisen. Informationen zur Sachkundeprüfung bekommen Sie auch auf der Website der Bayerischen Gewerbeaufsicht.  

Der Sachkundenachweis ist erforderlich bei Produkten, die mit einem der folgenden Gefahrensymbole gekennzeichnet sind: 

  • T (giftig)
  • T+ (sehr giftig)
  • C (ätzend)
  • O (brandfördernd)
  • F+ (hochentzündlich)
  • Xn (gesundheitsschädlich) in Verbindung mit den Zusätzen R 40 (Verdacht auf krebserzeugende Wirkung), R 62 (Kann möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen) oder R 63 (Kann das Kind im Mutterleib möglicherweise schädigen)

Daneben gelten zahlreiche Ausnahmen, so ist z. B. für den Verkauf von Spraydosen, Zement oder Ottokraftstoff kein Sachkundenachweis erforderlich, auch wenn diese Produkte wie oben gekennzeichnet sind. Die Einzelheiten finden Sie ebenfalls in der Chemikalien-Verbotsverordnung. 

Weiterführende Links

Ansprechpartner

Jacqueline Escher

M. Sc. Geographie

Referentin Umwelt und Energie

Würzburg

Telefon: 0931 4194-364

E-Mail: jacqueline.escher@ wuerzburg.ihk.de

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