09.11.2020 - 08:20 Uhr

Nach der US-Wahl

IHK hofft auf Kontinuität im transatlantischen Handel

© Getty Images/iStockphoto / C5Media

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Joe Biden ist bei der US-Präsidentschaftswahl als Sieger hervorgegangen. Der Demokrat wird damit der 46. Präsident der Vereinigten Staaten.

Er tritt sein Amt Ende Januar 2021 an. Wie die IHK Würzburg-Schweinfurt mitteilt, sind gute transatlantische Beziehungen für die Wirtschaftsregion Mainfranken von großer Bedeutung. Die Wirtschaftskammer hofft, dass die Beziehungen unter Joe Biden von wirtschaftspolitischer Stabilität geprägt sein werden.  

Die IHK weiß von rund 260 mainfränkischen Firmen, die in die USA exportieren – unter anderem Waren aus den Bereichen Automotive, Elektrotechnik, Medizintechnik, Umwelttechnik sowie Nahrungs- und Genussmittel. Einige mainfränkische Unternehmen sind auch in den USA selbst mit einer Niederlassung vertreten, vor allem aus den Bereichen Automotive, Maschinenbau, Mineralölverarbeitung sowie aus dem Bausektor. Damit bleiben die USA für Mainfranken ein äußerst wichtiger Markt. Dies belegt auch die bayerische Statistik: Noch vor China, Österreich, Frankreich, Italien sowie dem Vereinigtem Königreich waren die USA im Juli 2020 für die bayerische Exportwirtschaft der bedeutendste Absatzpartner.  

Auch der Handelskonflikt mit China belastet  

Laut der deutschlandweiten DIHK-Umfrage „Going International“ aus dem Frühjahr 2020 registrieren 50 Prozent der Unternehmen bei ihren Auslandsgeschäften, dass Handelshemmnisse zunehmen. Unter den Betrieben, die einen Anstieg von Handelsbarrieren feststellen, beklagt ein Drittel, dass sie von zusätzlichen US-Zöllen betroffen sind. Entscheidend für die Unternehmen sind jedoch nicht alleine die US-Importzölle für europäische Produkte. Auch der Handelskonflikt der USA mit China belastet das Geschäft – unter anderem deshalb, da mainfränkische Unternehmen in den USA produzieren.  

„Nach der US-Präsidentenwahl hoffen wir im Sinne unserer Mitgliedsunternehmen, dass die wirtschaftspolitischen Beziehungen zu den USA unter Joe Biden von Stabilität und Kontinuität geprägt sein werden. Dies ist für die oft über Jahrzehnte gewachsenen wirtschaftlichen Beziehungen äußerst bedeutend, vor allem nach dem Hin und Her der vergangenen Jahre“, erklärt Kurt Treumann, IHK-Bereichsleiter International.  

Information:
Kurt Treumann
Tel. 0931 4194-353
E-Mail: kurt.treumann@ wuerzburg.ihk.de