24.04.2017 - 11:40 Uhr

Neuer Report des DIHK vorgestellt

Deutsche Gesundheitswirtschaft zum Jahresbeginn äußerst zufrieden

Berlin - Die positive Grundstimmung der Gesundheitswirtschaft im Herbst 2016 setzt sich laut einem jüngst erschienenen Report des DIHK auch im Frühjahr 2017 weiter fort: 51 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einer positiven Geschäftslage, nur fünf Prozent bewerten sie als „schlecht“.

Innerhalb der Branche verbesserte sich die Geschäftslage vor allem bei den Gesundheits- und Sozialdiensten, in der Pharmaindustrie, der Medizintechnik sowie – etwas abgeschwächt – bei den Händlern von Gesundheitsgütern. Gründe für die gute Gesamtstimmung sind zum einen die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung sowie zum anderen positive Vorzeichen im Welthandel, von der exportierte Branchen, wie die Pharmaindustrie, deutlich profitieren. So verwundert es nicht, dass auch bei den Geschäftserwartungen überwiegend optimistische Vorzeichen bestehen: 29 Prozent der Unternehmen erwarten bessere Geschäfte, nur zwölf Prozent schlechtere.

Im Vergleich zur Herbstbefragung des DIHK zeigt sich aber, dass die Erwartungen etwas gesunken sind. Als Risiken werden neben der zunehmenden politischen Unsicherheit vor allem der Fachkräftemangel genannt – 53 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihn sogar als Top-Risiko der Branche. Problematisch ist dies vor allem mit Blick auf den geplanten Stellenausbau vieler Unternehmen: Jedes dritte Unternehmen möchte den Mitarbeiterbestand erweitern. Insgesamt rechnet der DIHK mit ca. 130.000 neuen Stellen in der Gesundheitswirtschaft in 2017. Erfreulich ist auch, dass mehr als jedes dritte Unternehmen der Gesundheitswirtschaft das Investitionsbudget steigern wird, nur zwölf Prozent wollen es reduzieren.