03.01.2017 - 00:00 Uhr

IHK fordert politische Weichenstellungen

Wirtschaftskammer will starke regionale Händler

Mainfranken – Die mainfränkische IHK hat die „Grundsatzpositionen Handel“ verabschiedet, die im IHK-Handels- und Dienstleistungsausschuss erarbeitet wurden. Das Papier zeigt wesentliche Herausforderungen des Handels in der Zukunft und spiegelt die IHK-Forderungen nach politischen Weichenstellungen.

„Wir bitten die Politik auf kommunaler und landespolitischer Ebene um ein klares Bekenntnis zu einer integrierten Stadtentwicklung und damit für den Handelsstandort Innenstadt.“, so Ralph-Dieter Schüller, Vorsitzender des IHK-Handels- und Dienstleistungsausschusses zu einem Kern des Positionspapieres. Sinnvoll sei laut dem Geschäftsführer von Ebert + Jacobi in Würzburg beispielsweise, die Besucherfrequenz zu steigern, in dem der „Erlebnischarakter“ der Innenstadt gestärkt werde. Förderlich sei ferner, die Erreichbarkeit der Innenstädte durch entsprechende Mobilitätsangebote und Wege zu gewährleisten und aktives Baustellen- oder Leerstandsmanagement solle als kommunale Aufgabe verstanden werden. Auch so genannte „Business Improvement Districts“ könnten ein richtiger Schritt sein, so Schüller.  

Zu den weiteren Forderungen der mainfränkischen Wirtschaft gehören eine raumverträgliche Landesentwicklung im Zuge des Landesentwicklungsplans (LEP) Bayern, die den Besonderheiten des Handels Rechnung trägt, sowie Fördermittel, die den Handel im Zuge der Digitalisierung unterstützen. Die Landes- und Bundespolitik müsse einen praxiskonformen und robusten Rechtsrahmen für ein modernes Datenschutzrecht schaffen und den Herausforderungen der Cyberkriminalität entgegentreten.   Mit rund 14,8 Milliarden Euro Umsatz und etwa 40.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bilden Groß- und Einzelhandel eines der wichtigsten Wirtschaftsfelder Mainfrankens. Den nach Mitarbeiter- und Unternehmensanzahl größten Teil stellt der Einzelhandel dar, der einem starken Strukturwandel und Wettbewerb ausgesetzt ist. Zugleich nimmt der Handel eine wichtige Versorgungsfunktion für die Bevölkerung wahr.  

Die IHK Würzburg-Schweinfurt führt im Rahmen des „Zukunftsforums Handel“ Projekte, Informationsveranstaltungen und Unterstützungsmaßnahmen für die Branche durch. Am 31. Januar 2017 findet in Zusammenarbeit mit der IHK Heilbronn-Franken eine Veranstaltung mit dem Titel „Treffpunkt Innenstadt: Handel, Digitalisierung & Co.“ statt. Veranstaltungsort ist die IHK-Außenstelle Wertheim, Beginn: 18:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.  

Das komplette Positionspapier "Grundsatzpositionen Handel" steht zum Download zur Verfügung.

Information:
Dr. Christian Seynstahl
Tel. 0931 4194-314
E-Mail: christian.seynstahl@ wuerzburg.ihk.de