07.01.2019 - 08:32 Uhr

Neuer Branchenreport des DIHK

Internationale Entwicklungen treffen auch den Tourismus

Laut aktuellem Branchenreport des DIHK trübt sich die Stimmung in der Tourismusbranche in Deutschland zum Winterhalbjahr hin ein.

„Die Geschäftserwartungen in der Tourismusbranche geben für die Wintersaison leicht nach", fasst der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Ergebnisse der jüngsten DIHK-Tourismusumfrage zusammen. Die Untersuchung beruht auf den Antworten von gut 4.500 repräsentativ ausgewählten Unternehmen, die die Industrie- und Handelskammern im Herbst 2018 befragt hatten. „Die private Nachfrage nach Reisen bleibt in gutem Konsumumfeld zwar hoch, aber die eingetrübten internationalen Perspektiven wirken sich negativ auf den Geschäftsreisebereich aus", berichtet Dercks. Das gelte insbesondere für Angebote rund um Messen und Kongresse. „Dort gehen die Geschäftserwartungen am stärksten zurück."

Für die Kernbrache der deutschen Tourismuswirtschaft, das Gastgewerbe, stehe weiterhin das Thema Fachkräfte ganz oben auf der Liste der wirtschaftspolitischen Risiken. „Jeder zweite Betrieb kann langfristig Stellen nicht besetzen", betont der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. „Deswegen ist es gut, dass der aktuelle Entwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetzes den Bedarf der Wirtschaft aufgreift und die Zuwanderung für Menschen mit Berufsabschluss erleichtern will."

Auch in Mainfranken sinken die Erwartungen der Tourismuswirtschaft in den Wintermonaten saisonbedingt. Insgesamt erwartet die mainfränkische Tourismusbranche für die kommenden Monate jedoch weiterhin eine stabile Entwicklung. Neben der Herausforderung, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden (86 Prozent), stufen die Betriebe insbesondere die Entwicklung der Arbeitskosten (67,9 Prozent) sowie der Energie- und Rohstoffpreise (38,9 Prozent) kritisch ein.