Start-ups: Beratungsleistungen fördern lassen

Angehende Existenzgründer können sich Beratungsleistungen, erbracht durch Coaches, fördern lassen. Möglich macht dies das „Vorgründungs- und Nachfolgecoaching Bayern“. Die Richtlinie wurde nun verlängert, Antragsstellungen sind ab sofort auch online möglich.

Oft bringen Gründer viel fachliches Know-how und großes Engagement für das eigene Start-up mit. Oft jedoch mangelt es an der kaufmännischen Vorbereitung des Gründungsvorhabens – weshalb das ein oder andere Start-up bereits in der Frühphase unnötigerweise scheitert. Typische Fragen, die sich ein Gründer vorab stellen sollte, lauten: Wie sieht der Markt für mein Produkt aus? Wie erreiche ich meine Kunden? Welchen Kapitalbedarf habe ich und wie finanziere ich ihn? Wie organisiere ich meine betrieblichen Abläufe? Rechnet sich mein Geschäftskonzept?

An dieser Stelle setzt die Arbeit eines Coaches an. Er begleitet Gründer auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit. Gemeinsam mit dem Coach erarbeiten Existenzgründer Konzepte und Ideen für den erfolgreichen Start des Unternehmens. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bietet zusammen mit den Bayerischen Industrie- und Handelskammern sowie dem Europäischen Sozialfonds ein besonderes Beratungsprogramm, das Gründer bei der Vorbereitung bezuschusst und unterstützt.

Wer darf Anträge über die IHK stellen?

Gewerbliche Gründer und Nachfolger (ausgenommen Handwerksbetriebe), die in Bayern gründen werden und die noch nicht im Haupterwerb selbstständig sind. Bei Übernahmen darf das bestehende Unternehmen nicht mehr als 250 Mitarbeiter haben und entweder darf der Umsatz nicht über 50 Millionen Euro oder die Bilanzsumme nicht über 43 Millionen Euro liegen.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Bis zu 70 Prozent des Honorars können als Zuschuss gezahlt werden (Höchstens zehn Beratungstage).

Wie läuft ein Coaching ab?

Gelistete Berater finden Gründer in der Beraterdatenbank des bayrischen Wirtschaftsministeriums unter: www.gruenderland.bayern/vorgruendungscoaches. Der Coach begleitet Start-ups als unabhängiger Berater und Experte, kann also dabei helfen, die ersten Hürden zu meistern. Ausgenommen von der Förderung ist Coaching mit Fokus auf Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen, der Erstellung von Werbematerialien beziehungsweise Internetseiten oder gutachterlichen Stellungnahmen.

Was ist zu tun?

Die Antragstellung ist ab sofort online möglich unter: https://formularserver.bayern.de/intelliform/forms/rzsued/stmwi/stmwi/zuschussantrag_ihk/index. Nach positiver Prüfung erhalten Sie einen schriftlichen Bewilligungsbescheid der IHK. Nach Vertragsschluss mit dem Berater darf mit dem Coaching begonnen werden. Reichen Sie die Abrechnungsunterlagen fristgerecht bei der IHK Nürnberg ein.

Im Kalenderjahr 2020 gab es aus dem IHK-Bezirk Mainfranken 104 Anträge (Mit Stand 21.01.2021 waren davon 92 bewilligt). Gerade erst wurde die Richtlinie um ein weiteres Jahr bis zum 31.03.2022 verlängert.

Fragen zur Beratungsförderung? Melden Sie sich gerne auch für unser Webinar am 19. Mai 2021 von 10:00 bis 11:00 Uhr an. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Infos unter: Webinar Finanzierung und Förderung im Fokus (ihk.de)

Die IHK steht als Ansprechpartner zur Verfügung. Außerdem bietet sie weiterführende Beratung zu Fragen rund um die Existenzgründung. Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten, auch für bestehende Unternehmen, finden Interessierte unter www.wuerzburg.ihk.de/coaching.

Information und Anmeldung
Daniela Dusel
Tel. 0931 4194-296,
E-Mail: daniela.dusel@wuerzburg.ihk.de