07.08.2018 - 15:08 Uhr

Umsatzsteuerbetrug

Umsatzsteuerbetrug auf Online-Marktplätzen – DIHK fordert Nachbesserungen des Gesetzentwurfs

Mit dem neuen Gesetz soll der Umsatzsteuerbetrug im Online-Handel bekämpft werden. Der Handel über Online-Marktplätze hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Waren werden auch aus Drittstaaten wie China oder Indien direkt an den Kunden verkauft. Vielfach erfolgt der Handel ohne die fällige Umsatzsteuer abzuführen. Hierdurch entstehen Wettbewerbsnachteile zulasten inländischer Händler und Hersteller.

Nach dem Gesetzesentwurf können Marktplatzbetreiber für die Steuerschuld der Anbieter haftbar gemacht werden. Händler dürfen nur noch dann den Handel über Online-Markplätze betreiben, wenn sie eine Bescheinigung des Finanzamts über die steuerliche Zuverlässigkeit vorlegen. Diese Regelung trifft auch inländische Händler.

Der DIHK hält es für sinnvoll, dass nur Händler aus Drittstaaten diese Bescheinigung vorlegen müssen. Denn auf diese Händler hat das Finanzamt nur einen eingeschränkten Zugriff. Zudem kritisiert der DIHK, dass die Umsetzungsfrist des Gesetzesentwurfs mit Januar 2019 zu kurz bemessen ist. Neben wichtigen Detailkorrekturen schlägt der DIHK ein Inkrafttreten des Gesetzesentwurfs zum 01.Juli 2019 vor.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf beim DIHK.