19.02.2015 - 08:56 Uhr

Ausnahmeverordnung für Elektrofahrzeuge

Elektro-Kleintransporter ab sofort mit Pkw-Führerschein fahrbar

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat eine Ausnahme-Verordnung für Elektrofahrzeuge erlassen. Danach ist es möglich, elektrisch betriebene Kleintransporter bis zu 4,25 t mit einem Pkw-Führerschein (Klasse B) zu fahren. Das Gewicht der Batterie bleibt bei der Bestimmung der Fahrzeugklassen außen vor.

‎Mit der Ausnahme-Verordnung für Elektrofahrzeuge soll ein zusätzlicher Anreiz zum Kauf eines umweltfreundlicheren Elektro-Kleintransporters geschaffen werden. Vor der Neuregelung ergab sich - bedingt durch das höhere Batteriegewicht - eine oftmals nicht akzeptable Beschränkung der Nutzlast bei Elektrotransportern mit einem zulässigen Gesamtgewicht von max. 3,49 t. Höhere Lasten, die ein Fahrzeug mit 5 t oder sogar 7.5 t erfordern, konnten nur mit einem Fahrer mit Klasse C Führerschein bewegt werden. Da die Kosten der Flottenbetreiber für Fahrer mit dieser Führerscheinklasse jedoch deutlich höher sind, als für die mit Klasse B, ergab sich hier aus Sicht der IHK ein dringender rechtlicher Handlungsbedarf, sofern in absehbarer Zeit signifikante Mengen an elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen in deutschen Städten fahren sollen.

Für Handwerksbetriebe, Paket- und Zustelldienste wird es attraktiver, sich Elektro-Kleintransporter anzuschaffen.

Die Ausnahme-Verordnung ist am 31.12.2014 in Kraft getreten; Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 30.12.2014 - Jg. 2014 Teil I Nr. 63 - S. 2432 ff.