Der Wirtschaftsraum Würzburg nach der Bundestagswahl

IHK-Präsident Dr. Klaus D. Mapara (2.v.l.) und der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sascha Genders (rechts) begrüßten Paul Lehrieder (links) und IHK-Referentin Jacqueline Escher (2.v.r.) im Bezirksausschuss Würzburg. Foto: Gränz/IHK

Wie geht es weiter nach der Bundestagswahl und welche Folgen ergeben sich für den Wirtschaftsraum Würzburg? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Herbstsitzung des Bezirksausschusses Würzburg, die am 19. Oktober in Würzburg stattgefunden hat. Zu Gast war Paul Lehrieder, MdB, der als direkt gewählter Kandidat für Stadt und Landkreis Würzburg seit 2005 die Interessen der Region im Deutschen Bundestag vertritt.

Einblick ins politische Berlin

„Es sind spannende Zeiten“, so Lehrieders Analyse zu den ak-tuellen Entwicklungen in Berlin nach der Bundestagswahl. Mit Blick auf die sich abzeichnende Ampelkoalition nutzte er das Gespräch mit dem Ausschuss unter Vorsitz des IHK-Präsidenten Dr. Klaus D. Mapara nicht nur dazu, auf seine bisherigen Tätigkeiten zurückzuschauen, sondern auch für politische Forderungen. Für die Wirtschaft sei es besonders wichtig, auch zukünftig einen wettbewerbsfähigen Standort hierzulande vorzufinden. Insofern sei es wichtig, keine zusätzlichen Belastungen durch neue Steuern oder Sozialversicherungsabgaben zu schaffen. Auch die aktuelle Entwicklung der Energiepreise bereite ihm Sorge, erklärte Lehrieder. Mit Blick auf die Herausforderungen beim Klimaschutz mahnte er: „Wir müssen Ökologie und Ökonomie gemeinsam denken.“ Und auch beim Bürokratieabbau gebe es noch viel zu tun.

Klimaschutz und Klimapolitik

Anschließend referierte Jacqueline Escher, IHK-Referentin für Umwelt und Energie, zum Thema „Klimapolitik und Klimaschutz für Unternehmen“. Escher zeigte die Auswirkungen des Klimawandels für Mainfranken, ging auf politische Maßnahmen wie den „European Green Deal“ ein und legte den Betrieben nahe, auf die Unterstützungsangebote der Wirtschaftskammer einzugehen. Im Rahmen eines Klimaschutzpakets biete die IHK zum Beispiel kostenfreie Klimaschutzcoachings an, mit dem Projekt „EnergieScouts“ würden Auszubildende zu Energiebotschaftern in den Unternehmen qualifiziert, so Escher.

Stadtentwicklung und Mobilität

Abschließend diskutierten die Unternehmer über aktuelle Themen der Regionalentwicklung. Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sascha Genders berichtete über den Projektstand von „stadt.land.smarkt“ sowie über die Innenstadtentwicklung und das Thema Bischofshut. Auch die Entwicklung der Multifunktionsarena war Gegenstand der Sitzung.

Information: Dr. Sascha Genders, Tel. 0931 4194-373, E-Mail: sascha.genders@wuerzburg.ihk.de