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Cedio hebt die Datenschätze aus den Tiefen

Zusammenhänge erkennen. Entscheidungen treffen. So lautet die Devise der IT-Beratungsfirma Cedio aus Veitshöchheim. Das Ziel ist unter anderem, Trends von morgen bereits heute zu erkennen und dadurch vorausschauend auf Marktveränderungen zu reagieren.

Mit den Hobbykellern ist das so eine Sache: Manche haben darin Gerümpel stehen, manche echte Schätze. Manche wissen davon, andere nicht – und manch einer will es auch gar nicht wissen. Doch während volle Hobbykeller im eigenen Haus kein Weltuntergang sind, kann ein dauerhaftes Kuddelmuddel im Souterrain eines Betriebs durchaus den Niedergang einläuten.

Cedio – der Firmenname ist eine Wortneuschöpfung – will im übertragenen Sinne das Untergeschoss von Unternehmen entrümpeln und so die Reichtümer zutage fördern. Allen voran die quantifizierbaren. „Wir können Daten unternehmensübergreifend aufbereiten und analysieren“, sagt Geschäftsführer Thorsten Stein. „Daraus leiten wir dann konkrete Zusammenhänge und Entscheidungen ab, sind also beratend tätig.“ Sein Gründungspartner Daniel Phillipp ergänzt: „Das Besondere an unserer Vorgehensweise ist, dass wir nicht nur sämtliche internen Systeme mit einbeziehen, sondern auch externe Quellen aus dem jeweiligen Markt. Dabei kommt uns unser großer Erfahrungsschatz zugute.“ So können die Veitshöchheimer wahre Datenschätze heben.

Stein und Phillipp haben im Frühjahr 2020 gegründet, also inmitten des Ausbruchs der Corona-Pandemie. „Das war natürlich auch für uns zu Beginn eine besondere Situation“, erinnert sich Phillipp: „Zwei unserer Fokusbranchen sind glücklicherweise Energie und Versicherungen. Dort lief es sehr schnell wieder an.“ Im Handel – Cedio betreut unter anderem einen großen deutschen Tankstellen-Betreiber – ging allerdings erstmal überhaupt nichts mehr. Doch letztlich kam das Start-up trotz der Pandemie-Lockdowns insgesamt gut aus den Startlöchern. „Daniel Phillipps und meine langjährige Erfahrung und unser gutes Netzwerk haben hier sehr geholfen“, so Stein.

Auch der Standort ist ein Beschleuniger. Cedio ist in modernen, hellen Räumlichkeiten eines Energiedienstleisters im malerischen Schloss-Ort Veitshöchheim untergebracht. „Die Lage hat viele Vorteile, gerade auch verkehrstechnisch“, sagt Stein. Dennoch sei es nicht ganz leicht, Fachkräfte zu finden. „Da fehlt uns wohl noch die Bekanntheit. Wenn jemand für eine vergleichbare Position eine Stellenanzeige von Bosch Rexroth neben unserer sieht, ist es ja auch nachvollziehbar, dass er sich für die bekanntere Adresse entscheidet.“ Dabei habe ein kleines Unternehmen auch 

viele Vorteile. Cedio versucht, Werkstudenten der Würzburger Hochschulen langfristig zu binden, ist aber auch bei klassischen Jobmessen präsent. Bei der IT-Beratungsfirma arbeiten Informatiker, Betriebswirtinnen und Verwaltungsangestellte. Stein (43) und Phillipp (40) haben selbst (Wirtschafts-)Informatik in Würzburg studiert, beide stammen sie aus Mainfranken. „Wir leben eine sehr offene Unternehmenskultur mit kurzen Entscheidungswegen“, bekräftigt Stein, der diese Art des beruflichen Miteinanders bei einem schwedischen Software-Hersteller eingeatmet hat. „Dort sind alle neuen Mitarbeiter jedes Jahr zu einem mehrtägigen Campus in Lund zusammengekommen. Das hat mich geprägt.“ Die Analysetools dieser – mittlerweile amerikanischen – Firma nutzt auch Cedio.

Wie gelingt es, dass die Tomaten im Handel nicht vor Ladenschluss ausgehen, aber auch nicht weggeschmissen werden müssen? Wie bleibe ich als Handelsunternehmen stets lieferfähig? Was ist notwendig, damit ein Kunde nur die für ihn relevanten Versicherungen angeboten bekommt? Welche Vorkehrungen müssen getroffen werden, dass die E-Mail eines Energieversorgers auch wirklich nur die richtigen Verbraucher erhalten? „Es kommt in der Realität noch häufig vor, dass Schreiben die völlig falsche Zielgruppe erreichen – dann erhalten Mieter etwa ein Angebot für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach“, sagt Phillipp. Solche Missstände können die Cedio-Analyseinstrumente ans Licht bringen. „Die nächsten Schritte liegen dann häufig auf der Hand“, so Stein. Eine immer wichtigere Komponente ist in diesem Zuge die künstliche Intelligenz. „Für Unternehmen ist es natürlich am spannendsten zu antizipieren, welche Produkte und Leistungen künftig am Markt gefragt sein werden“, sagt der Geschäftsführer. „Oder auch, frühzeitig abschätzen zu können, wenn es auf der Beschaffungsseite einen Engpass gibt. Denn dann kann der Einkauf reagieren und etwa die benötigten Teile einfach früher bestellen.“ Und schon ist wieder ein Schatz aus dem Keller geholt worden, weil das Unternehmen am Tag x die Nachfrage bedienen kann.

Jörg Rieger

 

Das Unternehmen

Cedio GmbH
Sendelbachstraße 2
97209 Veitshöchheim
Telefon: 0931 40444801
info@cedio.de www.cedio.de

Die Personen
Thorsten Stein und Daniel Phillipp

Die Idee
Mithilfe von internen und externen Daten und künstlicher Intelligenz beraten

Größte Herausforderung
Fachkräfte gewinnen, größere Bekanntheit erlangen

Pläne
Wachsen auf allen Feldern

Den WIM-Artikel finden Sie hier.