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Online-Handel besonders stark von Produktpiraterie betroffen

EU-Kommission und EUIPO veröffentlichen Statistik zur Durchsetzung der Rechte am geistigen Eigentum für das Jahr 2021

Die Europäische Kommission und das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) haben ihre Jahresstatistik zur Durchsetzung der Rechte am geistigen Eigentum an den Grenzen und im Binnenmarkt der EU für das Jahr 2021 veröffentlicht. Demnach stieg im Vergleich zum Vorjahr sowohl die Anzahl der Aufgriffe gefälschter Güter (ca. 75.000), als auch die Anzahl der dabei beschlagnahmten Artikel (ca. 42 Millionen) und der geschätzte Wert der Waren (ca. 806 Millionen Euro) teilweise deutlich.

„Die vom Zoll und anderen Durchsetzungsbehörden an den Grenzen und im europäischen Binnenmarkt beschlagnahmten Fälschungen sind leider nur die Spitze des Eisbergs. Die Importeure der Fälschungen versuchen mit viel krimineller Energie der Entdeckung zu entgehen. Zum Beispiel werden Nachahmungen ohne Marke und ohne Verpackungsmaterialien sowie die Markenlabels getrennt voneinander eingeführt“, weiß Volker Bartels, Vorsitzender des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie. „Erst innerhalb der EU wird dann alles zum gefälschten Produkt zusammengeführt.“

„Zum Glück gibt es Anzeichen, dass das Problem inzwischen ernster genommen wird“, so Bartels weiter.

So gehört Produkt- und Markenpiraterie mittlerweile zu den Prioritäten bei der Bekämpfung der organisierten und schweren Kriminalität im Rahmen der europäischen EMPACT-Plattform (European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats). Über diese Plattform werden z. B. Fortbildungen für Strafverfolgungsbehörden sowie länderübergreifende operative Maßnahmen gegen kriminelle Netzwerke und Strukturen organisiert. Zudem verfügt das Deutsche Patent- und Markenamt mittlerweile über erweiterte Befugnisse zur Aufklärung der Verbraucher in diesem Bereich.

„Aufklärung bleibt wichtig, auch weil sich die Vertriebskanäle für Fälschungen immer wieder ändern. Insbesondere ist ein langanhaltender Trend hin zum Online-Vertrieb zu beobachten“, meint Bartels.

Ca. 56 Prozent aller Aufgriffe der Zollbehörden erfolgen laut einer Studie der OECD und des EUIPO aus dem letzten Jahr im Zusammenhang mit dem Online-Versandhandel. Auch 2021 erfolgte daher ein Großteil der Aufgriffe (ca. 85 Prozent) wieder bei Post- und Kurierdiensten.

„Das Risiko im Online-Handel sollte nicht unterschätzt werden“, so Bartels. „Die Dichte an Fälschungen im Netz ist hoch und bei Problemen sind die Anbieter in der Regel nicht greifbar. Hier besteht noch Handlungsbedarf."

Über den APM
Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e. V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. Der APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich namhafte Unternehmen aus verschiedenen Branchen für ein Umfeld, in dem sich innovative Tätigkeit entfalten und auf einen effektiven Schutz bauen kann.

Quelle: Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e. V., Berlin