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Kreativität und Struktur in der digitalen DNA

Industrie 4.0 und Telemedizin sind nur zwei der Modewörter im Bereich der Digitalisierung. Das Team von Awesome Technologies kann sie nicht nur flüssig aussprechen, sondern auch in die Tat umsetzen. Die Würzburger sind in der Lage, gemeinsam mit ihren Kunden schon früh positive Ergebnisse zu erzielen.

We take you from buzzword to business.“ So lautet das Credo von Awesome Technologies. Mit dem Modewort („buzzword“) ist hier die digitale Transformation gemeint, die spätestens seit der Coronapandemie in aller Munde ist. Doch tatsächlich versteht darunter so gut wie jeder etwas anderes. Noch diffiziler wird es, wenn es tatsächlich in die konkrete Anwendung geht. „Awesome Technologies ist 2017 aus dem universitären Umfeld heraus entstanden“, sagt Geschäftsführerin Dr. Cornelia Kolb. „Wir haben festgestellt, dass es in der Theorie viele spannende Digitalisierungsansätze gibt, sie in der Praxis aber noch kaum bei den Unternehmen zum Einsatz kommen.“

Also haben sich Pioniere auf den Weg gemacht, deren Schar heute auf über 20 Köpfe angewachsen ist und die bereits einen Umsatz von rund einer Million Euro erzielen. Der Firmenname ist dabei Programm. „Technologies soll dafür stehen, dass wir sehr strukturiert vorgehen und auch inhouse programmieren und entwickeln“, erklärt Kolb, die das Start-up gemeinsam mit Dr. Christoph Günther leitet: „Awesome ist das Kreative in unserer DNA. Wir sind für alles offen und denken gemeinsam mit dem Kunden in viele Richtungen.“ Es handelt sich hierbei überwiegend um mittelständische Unternehmen. „Diese haben meist nicht die Möglichkeiten, von heute auf morgen alles zu digitalisieren – und wollen es auch nicht“, berichtet die 38-Jährige. Vielmehr gehe es darum, sich in kleinen Schritten an die Industrie 4.0 heranzutasten. „Wir gehen die Transformation von Anfang an auf Augenhöhe mit den Firmen an und können daher schon sehr schnell positive Ergebnisse erzielen.“

Natürlich sei es am Ende des Tages das Ziel, so die promovierte Betriebswirtin, effizienter zu werden. „Am wichtigsten ist es aber, die Mitarbeiter vom ersten Tag an mitzunehmen.“ Es nutze nämlich nichts, sich eine Datenbrille anzuschaffen, die dann später nur in der Ecke liege. Mit den Applikationen von Awesome Technologies ist es beispielsweise möglich, Produktionsdaten direkt von der Maschine abzufragen und sie auf einer Holo-Lens anzuzeigen.

Nicht nur das: Informationen können individuell aufbereitet und in Echtzeit, aber auch historisch betrachtet werden. Die Lösung ist auf beliebige Maschinen, Verfahren und Prozesse anwendbar. „Die Visualisierung kann mithilfe einer Künstlichen Intelligenz maßgeschneidert werden“, unterstreicht Kolb. Zum Gardemaß soll zunehmend auch der automatisierte Materialtransport werden. Neben der Datenbrille sind fahrbare Untersätze und Roboterarme innovative Werkzeuge. Den Roboter hat man in einem Atelier sogar ein Bild malen lassen. Kreativität ist eben sehr vielfältig.

Industrie-4.0-Lösungen sind nicht das einzige Betätigungsfeld der Würzburger. „Unsere zweite große Säule ist das Gesundheitswesen“, sagt Kolb, die gebürtig aus dem Allgäu stammt. „Wir haben uns den sicheren Informationsaustausch innerhalb, aber auch zwischen Kliniken und Praxen auf die Fahnen geschrieben, etwa über Messenger-Programme. Jeder, der im medizinischen Bereich tätig ist, weiß, wie hoch die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit bei uns in Deutschland sind.“ Schließlich handele es sich häufig um sehr sensible Patientendaten.

Datensicherheit im Griff

Sogar in einer Beilage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ wurde bereits über die telemedizinische Lösung von Awesome Technologies berichtet, die in hessischen Krankenhäusern längst im Alltag eingesetzt wird. „Das Wissen in diesem Bereich kommt uns auch in der Industrie zugute. Viele Mittelständler haben gewisse Ängste, dass bei der digitalen Transformation kritisches Geschäftswissen nach außen gelangt“, berichtet Geschäftsführer Günther: „Wir können damit umgehen und haben das Thema Datensicherheit im Griff.“

Obwohl Awesome Technologies noch ein junges Unternehmen ist, hat es bereits früh den ersten Zukauf getätigt. 2018 wurde das Duisburger Systemhaus Kiwango IT übernommen. „Es hat sich auf IT-Outsourcing und Telemedizin spezialisiert und ergänzt unser Portfolio daher perfekt“, findet Kolb. Als digitaler Pionier geht man bei Awesome Technologies mit gutem Beispiel voran. „Wir haben schon vor Corona sehr dezentral gearbeitet und treffen uns virtuell in Gängen und Besprechungszimmern. Unsere Mitarbeiter sitzen über halb Deutschland verteilt“, so Kolb, die selbst seit drei Jahren in München zu Hause ist. Die Heimat sei aber immer Würzburg gewesen. „Wir haben in dieser Stadt sehr gute Erfahrungen mit unserer Firmengründung gemacht. Insgesamt kann Würzburg aber ruhig etwas lauter werden, denn die Start-up-Szene kann sich wirklich sehen lassen.“

Noch hat das Innovationslabor seine Basis im Skyline Hill Center. „Die Räumlichkeiten sind aber mittlerweile zu klein. Wir sind auf der Suche nach einem neuen Standort“, sagt Kolb und unterstreicht: „Wir würden gerne in Würzburg bleiben.“ Auch den Kontakt zu seinen Wurzeln hat das Start-up nie verloren: Doris Aschenbrenner ist eine der acht Mitgründer und steht heute noch beratend zur Seite. Im Hauptberuf ist die 36-Jährige Inhaberin eines Lehrstuhls für Robotik an der Hochschule Aalen – und damit eine der jüngsten Professorinnen Deutschlands.

Jörg Rieger

Das Unternehmen

Awesome Technologies Innovationslabor GmbH
Leightonstraße 3
97074 Würzburg
Telefon: 0931 30699000
info@awesome-technologies.de
www.awesome-technologies.de

Die Personen
Dr. Cornelia Kolb und Dr. Christoph Günther

Die Idee
Vorantreiben der digitalen Transformation in Industrie und Medizinkommunikation

Größte Herausforderung
Bekanntheitsgrad erhöhen

Pläne
Expandieren in allen Feldern