Verlängerung der Corona-Wirtschaftshilfen

Laut Bundeswirtschaftsminisiterium soll mit der Verlängerung der Überbrückungshilfen, analog Förderzeitraum und Antragsfrist bis Ende März 2022 verlängert werden. Schlussabrechnungen sollen bis 31. Dezember 2022 möglich sein.

Zudem hat am 24.11.2021 das Bundeskabinett weitere Einzelheiten auf den Weg gebracht:

  • Für Unternehmen wird das Instrument der Überbrückungshilfe III Plus als Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt.
  • Ebenso wird die Neustarthilfe Plus für Selbständige für die Monate Januar bis Ende März 2022 fortgeführt. Soloselbständige können hier weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen erhalten, insgesamt für den verlängerten Förderzeitraum also bis zu 4.500 Euro.
  • Der Zugang zum Eigenkapitalzuschuss für Aussteller auf Weihnachtsmärkten wird im Rahmen der neuen Überbrückungshilfe IV erleichtert - künftig müssen sie nur für einen Monat einen relevanten Umsatzrückgang nachweisen (statt wie bislang mindestens drei Monate). Außerdem sollen Vorbereitungskosten bei der Überbrückungshilfe berücksichtigt werden können.
  • Weiterhin müssen Unternehmen einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat 2019 nachweisen. Auf Empfehlung des Bundesrechnungshofs erhalten Unternehmen in der Überbrückungshilfe IV bei Umsatzausfällen ab 70 Prozent bis zu 90 Prozent der Fixkosten erstattet (bisher 100 Prozent). In der Überbrückungshilfe III Plus bleibt es bei einer Erstattung von 100 Prozent für diese Unternehmen.
  • Die Höchstgrenzen der Förderung werden analog zum neuen Befristeten EU-Beihilferahmen um 2,5 Mio. Euro angehoben – im Rahmen der Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 um 2 Mio. auf 12 Mio. Euro, im Rahmen der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 um 0,5 Mio. auf 2,3 Mio. Euro.
  • Auch die Härtefallhilfen werden bis Ende März 2022 verlängert.

Zudem sollen die KfW-Programme zu Corona bis Ende Juni 2022 verlängert werden.