Bundesregierung verlängert Sonderregeln zur Kurzarbeit

Das Bundeskabinett hat am 15.9.2021 den erleichterten Zugang zur Kurzarbeit bis 31. Dezember 2021 verlängert.

Damit gelten folgende Sonderregelungen weiterhin:

  • Nur 10 Prozent der Beschäftigten muss von Arbeitsausfall betroffen sein (statt ein Drittel)
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden wird verzichtet.
  • Auch Leiharbeitnehmer können Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge werden bis Jahresende vollständig von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet, auch wenn mit der Kurzarbeit erst nach dem 30. September 2021 begonnen wurde

Die Verlängerung führt zu zusätzlichen Ausgaben der BA von rund 1,2 Milliarden Euro. Allein für dieses Jahr wurden bereits 18 Milliarden Euro (10,8 Milliarden Euro für Kurzarbeitergeld und 7,2 Milliarden Euro für die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge) ausgezahlt. Derzeit wendet die BA wöchentlich etwa 300 Millionen Euro für Kurzarbeit auf.