„Lang ersehnte Öffnungsperspektiven“ - Bayerisches Kabinett beschließt erste Lockerungen

Die IHK Würzburg-Schweinfurt sieht die heute von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Öffnungen bei Inzidenzen unter 100 als wichtige Schritte auf dem Weg aus der Corona-Krise.

„Endlich sind die lang ersehnten Öffnungsperspektiven für die Gastronomie, den Tourismus und Teile der Veranstaltungs-, Kultur- und Freizeitwirtschaft da“, meint IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Ralf Jahn. Besonders die Öffnungen für Beherbergungsbetriebe mit Beginn der Pfingstferien seien „als erster Lichtblick“ für die Urlaubsregion Mainfranken von großer Bedeutung.

Nachbesserungsbedarf sieht die IHK vor allem im stationären Einzelhandel mit nicht essentiellen Sortimenten. Dort sind vorerst keine Erleichterungen geplant. Daher wäre bei einer Inzidenz von über 50 nach wie vor der Kundenkontakt nur nach Terminbuchung möglich.        

Fehlende Planungssicherheit im Tourismus     

Zudem sind für die Hotellerie- und Tourismusbetriebe zu den Öffnungen ab 21. Mai noch viele Fragen offen. Die Staatsregierung will die konkreten Regelungen dafür erst am 10. Mai festlegen. „Danach bleibt den Betrieben nicht mehr viel Zeit zur Vorbereitung  nach mehr als einem halben Jahr Zwangspause. Generell fehlt durch die weitere Fixierung auf Inzidenzwerte die Planungssicherheit. Weder Betriebe noch Kunden können die Öffnungen oder unter Umständen wieder notwendige Schließungen zuverlässig planen. Ein solches Stop-and-Go ist das letzte, was der Tourismus derzeit braucht“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Ein Blick nach Österreich oder in die Schweiz zeige, dass es deutlich einfacher geht: Alle dortigen Öffnungen werden inzidenzunabhängig vorgenommen. Ohne Schließungsautomatismen wird zur Beurteilung weiterer Schritte die gesamte Belastungssituation im Gesundheitswesen herangezogen. „Die reine Inzidenzorientierung muss endlich fallen“, fordert Jahn.