Gründungstätigkeit in Deutschland: Trend zum Nebenerwerb verfestigt sich, junge Erwachsene prägen Gründerlandschaft
Die Zahl der Existenzgründungen ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Über die letzten Jahre zeigt sich eine merkliche Verlagerung der Gründungstätigkeit in den Nebenerwerb. Der Anteil hybrider Gründungen, mit vorheriger und nach Gründung weiter bestehendem Arbeitsverhältnis, ist dabei beständig hoch. Mit einem erneut geringeren Altersdurchschnitt verjüngte sich die Gründerlandschaft 2025 weiter. Junge Gründerinnen und Gründer gründen dabei häufig aus dem Studium heraus. Der mehrjährige Trend zu einer höheren Bedeutung digitaler Angebote hält an. Insgesamt sehen viele ihre Existenzgründung als Start-up. Bürokratie ist für viele Gründerinnen und Gründer ein Belastungsfaktor. Die Erfüllung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen kostet einige Stunden Wochenarbeitszeit. Ausgehend von der Gründungstätigkeit 2025 kann für 2026 eine ähnliche Gründungstätigkeit erwartet werden, mit leichten Aufwärtschancen, aber auch Abwärtsrisiken.
Zahl der Existenzgründungen 2025 mit deutlichem Plus Die Gründungsintensität im Jahr 2025 hat sich von 115 auf 136 Existenzgrün dungen je 10.000 Menschen im Alter von 18–64 Jahren erhöht. Umgerechnet auf die Bevölkerung in diesem Alter entspricht das rund 690.000 Gründerinnen und Gründer, nach 585.000 im Vorjahr. Die positive Entwicklung ist dabei maßgeblich durch Nebenerwerbsgründungen getrieben, die mit umgerechnet 483.000 bei 206.000 Vollerwerbsgründungen auf einen Anteil von bisher unerreichten 70 % kommen.
Start-up als Selbstverständnis Ein Viertel der Gründerinnen und Gründer des Jahres 2025 würde ihre Existenzgründung als Start-up bezeichnen. Das sind vier Mal so viele wie nach einschlägigen Merkmalen als Start-ups zu identifizieren sind. Dabei zeigt sich zwischen Voll- und Nebenerwerbsgründungen nur ein geringer Unterschied.
Den gesamten Report finden Sie unter: KfW-Gründungsmonitor 2026