Der Krieg im Nahen Osten belastet die fragile Weltkonjunktur und sorgt für neue Unsicherheiten im internationalen Geschäft. Steigende Energiepreise, gestörte Lieferketten und geopolitische Risiken drücken die Erwartungen deutscher Unternehmen im Ausland. Dennoch zeigen sich viele Betriebe bislang widerstandsfähig.
Die globalen Konjunkturerwartungen deutscher Unternehmen im Ausland haben sich im Frühjahr 2026 erneut eingetrübt.
Laut aktuellem AHK World Business Outlook der DIHK rechnen nur noch 21% der befragten Unternehmen mit einer konjunkturellen Verbesserung an ihren internationalen Standorten, während 32% von einer Verschlechterung ausgehen.
Trotz des eingetrübten Ausblicks bleibt die aktuelle Geschäftslage vergleichsweise stabil:
- 39% der Unternehmen bewerten ihre Situation als gut
- 48% als befriedigend
Damit zeigt sich insgesamt noch keine flächendeckende Verschlechterung gegenüber dem Herbst 2025.
Regional fallen die Einschätzungen deutlich unterschiedlich aus. Während Unternehmen in den USA, China und den Mercosur-Staaten verhalten optimistisch bleiben, dominieren in Asien und im Nahen Osten skeptische Erwartungen. Belastend wirken dort vor allem hohe Energiepreise sowie zunehmende Störungen in den Lieferketten.
Auch in der EU trübt sich der Ausblick ein, wenn auch von einem stabileren Ausgangsniveau.
Süd- und Mittelamerika heben sich positiv vom globalen Trend ab
Dort erwartet rund jedes dritte Unternehmen bessere Geschäfte. Eigene Energiequellen, geringere direkte Betroffenheit vom Konflikt sowie positive Impulse durch das Mercosur-Abkommen stützen die Perspektiven.
Die größten Geschäftsrisiken sehen die Unternehmen aktuell in hohen Energiepreisen 46%, Lieferkettenstörungen 40% und steigenden Rohstoffkosten 37%. Entsprechend zurückhaltend agieren viele Betriebe bei Investitionen und Beschäftigungsplänen.
Aus Sicht der Wirtschaft steigt damit der Handlungsdruck auf die Politik. Verlässliche Energieversorgung, offene Märkte und stabile außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen gelten als zentrale Voraussetzungen, um Planungssicherheit zu schaffen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
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AHK World Business Outlook Frühjahr 2026 | Aktuelle Lage und Risiken