Auswertung Nahost-Konflikt
Wirtschaft massiv unter Stress
Der Nahost-Konflikt entwickelt sich zunehmend zu einem globalen Belastungstest für die Wirtschaft – mit spürbaren Folgen auch für deutsche Unternehmen im Ausland.
Eine aktuelle Sonderauswertung der DIHK zeigt:
- 85 % der Unternehmen berichten bereits von Auswirkungen oder erwarten diese
- Steigende Energiepreise treiben die Kosten weltweit
- Lieferketten geraten massiv unter Druck
- Investitionen werden zurückgestellt, die Unsicherheit wächst
Besonders deutlich wird: Die wirtschaftlichen Folgen sind längst global – unabhängig davon, wie eng Unternehmen mit der Region verbunden sind. Besonders stark betroffen sind energieabhängige Standorte in Asien wie die Philippinen, Vietnam und Südkorea. Der Energiepreisschock zieht sich durch die gesamte Wertschöpfungskette, von Rohstoffen bis zum Endprodukt.
Mehr als die Hälfte der Unternehmen weltweit berichtet von Störungen in den Lieferketten. In der Golfregion sind es sogar rund drei Viertel. Besonders deutlich zeigen sich die Auswirkungen in Kuwait und Saudi-Arabien. Doch auch in geografisch weiter vom Konfliktherd entfernten Regionen sind die Auswirkungen deutlich spürbar. In der EU meldet etwa jedes zweite Unternehmen Probleme, in Nordamerika sind es immerhin 42 Prozent. Die Ursachen sind vielfältig: unterbrochene Transportwege, eingeschränkte Luftfracht, gestörte Logistik.
Weltweit berichten 14 Prozent der Unternehmen von Problemen bei der Entsendung von Mitarbeitenden. In der Golfregion liegt der Anteil bei 39 Prozent. Sicherheitsfragen, eingeschränkte Reisemöglichkeiten und operative Risiken erschweren internationale Einsätze deutlich, mit direkten Folgen für Projekte und Geschäftsabschlüsse
Gerade für international tätige Unternehmen wird deutlich: Resilienz, Diversifizierung und strategische Anpassungsfähigkeit sind entscheidender denn je.
Mehr dazu in der vollständigen Auswertung der DIHK: DIHK-Sonderauswertung: Nahost-Konflikt als massiver Stresstest für die globale Wirtschaft