Der neue Länderrisikoatlas von Allianz Trade
Trotz anhaltender Handelskonflikte und geopolitischer Spannungen haben sich die globalen Länderrisiken 2025 - insgesamt - verbessert. 36 Volkswirtschaften wurden heraufgestuft, nur 14 herabgestuft. Doch unter diesen 14 sind mit Frankreich, Belgien und den USA ausgerechnet drei „große Fische“, die für die deutsche Exportwirtschaft – und damit auch für unsere Unternehmen in Mainfranken – wichtig sind. Die Herabstufung von AA1 auf A1 signalisiert zwar weiterhin ein insgesamt niedriges Risiko, verweist aber klar auf zunehmende mittelfristige Herausforderungen:
- politische Unsicherheiten,
- fiskalische Belastungen und
- strukturelle Anpassungsprozesse
- treffen auf fragile globale Lieferketten.
Gerade für unsere stark exportorientierte Region Mainfranken sind Frankreich, Belgien und die USA wichtige Absatz- und Partnermärkte – vom Maschinenbau über Automotive bis hin zu Medizintechnik und Weinwirtschaft. Wenn sich dort das wirtschaftliche Umfeld eintrübt oder Zahlungs- und Finanzierungsrisiken steigen, spüren das unsere Betriebe unmittelbar.
Ein differenziertes, länderspezifisches Risikomanagement, das über Schlagzeilen hinausgeht ist mit bspw. kontinuierlicher Marktbeobachtung, Absicherung von Forderungen, Diversifizierung von Absatzmärkten und strategischer Vorbereitung auf regulatorische sowie handelspolitische Veränderungen essenziell.
Globale Risiken mögen insgesamt sinken – doch für Mainfranken bleibt die Devise: Wachsam bleiben und Internationalisierung aktiv gestalten. Diversifizierung ist zwar durch den Abfluss von Ressourcen „unbequem“ aber wichtiger denn je.
PS: Laut Allianz Trade gehören zu den den 36 Volkswirtschaften mit verbesserten Ratings Argentinien, Ecuador, Ungarn, Italien, Spanien, die Türkei und Vietnam.
Link mit weiteren Infos: Globale Länderrisiken sinken trotz intensiver Handelsspannungen – aber höhere Risiken in Frankreich, Belgien und den USA