EU-Kommissionspräsidentin hat die vorläufige Anwendung des EU-Mercosur-Abkommens angekündigt
Am 27.02.2026 hat die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, die vorläufige Anwendung des Mercosur-Abkommens angekündigt, nachdem Uruguay und Argentinien das Abkommen ratifiziert hatten. Hierfür müssen die Partnerländer die EU über die erfolgte Ratifizierung notifizieren. Die Ratifizierung durch Paraguay und Brasilien wird bis zum Sommer 2026 erwartet. Die vorläufige Anwendung kann am ersten Tag des zweiten Monats nach Notifizierung erfolgen.
Aus deutscher Sicht bietet das Abkommen große Chancen:
Der Mercosur umfasst rund 260 Millionen Menschen und gilt als bedeutender Wachstumsmarkt. Ein Freihandelsabkommen würde europäischen Unternehmen besseren Marktzugang verschaffen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken insbesondere in bislang stark abgeschotteten Märkten wie Brasilien und Argentinien.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Region ist erheblich:
Brasilien zählt 203,1 Mio. Einwohner, erwirtschaftet ein BIP von 2.188,4 Mrd. US-Dollar; deutsche Warenexporte: 13.191 Mio. Euro.
Argentinien hat 45,7 Mio. Einwohner, ein BIP von 604,4 Mrd. US-Dollar; deutsche Warenexporte: 2.270 Mio. Euro.
Paraguay kommt auf 6,9 Mio. Einwohner, 44,9 Mrd. US-Dollar BIP; deutsche Warenexporte: 248 Mio. Euro.
Uruguay zählt 3,4 Mio. Einwohner, 82,5 Mrd. US-Dollar BIP; deutsche Warenexporte: 375 Mio. Euro.
Welche Chancen bietet das Freihandelsabkommen für die deutsche Wirtschaft?
Und welche Übergangsfristen sind zu beachten?
Germany Trade & Invest hat die wichtigsten Exportbranchen wie Maschinenbau, Kfz, Chemie, Pharma und Ernährungswirtschaft analysiert und zentrale Fakten zum Abkommen zusammengefasst