Libyen: Mögliches Schlupfloch zur Umgehung der Russland-Sanktionen

Libyen hat sich zu einem strategisch wichtigen Knotenpunkt für Russland entwickelt, um westliche Sanktionen zu umgehen – insbesondere im Energie- und Logistikbereich.

Aufgrund der politischen Spaltung des Landes und der Präsenz russisch unterstützter Kräfte im Osten werden informelle Netzwerke genutzt, um Treibstoff zu handeln, Öl umzuschlagen und Lieferketten zu verschleiern.

Wichtiger Hinweis für exportierende Unternehmen:
Waren, die den EU-Russland-Sanktionen unterliegen, dürfen nicht in Drittstaaten exportiert werden, wenn bekannt ist oder Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Endbestimmung Russland ist. Dies gilt ausdrücklich auch bei indirekten Lieferketten oder Zwischenhändlern. Unternehmen sind daher verpflichtet, ihre Sorgfalts- und Prüfpflichten konsequent wahrzunehmen. Insbesondere bei Geschäften mit Bezug zu Hochrisikoländern, sensiblen Gütern (z. B. Dual-Use, Energie, Logistik) oder auffälligen Handelsstrukturen ist eine verstärkte Compliance-Prüfung erforderlich, um Sanktionsverstöße zu vermeiden.

Bitte beachten Sie die Hinweise im Merkblatt der BAFA zur Verhinderung von Sanktionsumgehungen und die Red-Flag-Checkliste des BAFA.