KMU-Fonds 2026 – Förderprogramm der EU für geistiges Eigentum gestartet

Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hat mit dem KMU-Fonds 2026 erneut ein umfassendes Förderprogramm gestartet. Dabei handelt es sich um ein offenes Angebot zur finanziellen Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen beim Schutz ihres geistigen Eigentums. Das Programm steht bis zum 4. Dezember 2026 zur Verfügung.

Schutzrechte des geistigen Eigentums, wie beispielsweise Patent, Marke, Design oder Sorte, bieten Schutz gegen Nachahmung, sichern Investitionen ab und machen Unternehmen für Investoren attraktiver. Doch derzeit verfügen nur rund zehn Prozent der KMU über solche Schutzrechte. Hier setzt der KMU-Fonds an: Durch die finanzielle Entlastung bei wichtigen Schutzrechtsaktivitäten sollen Hemmschwellen abgebaut und mehr Unternehmen ermutigt werden, ihre Ideen wirksam zu sichern, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Finanzhilfen werden in Form von Gutscheinen gewährt. Der KMU-Fonds bietet verschiedene Gutscheine, mit denen eine Erstattung für unterschiedliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit geistigem Eigentum beantragt werden kann. Das EUIPO gewährt Zuschüsse unter anderem für sogenannte IP-Scans, also grundlegende Untersuchungen zum jeweiligen Potenzial, geistiges Eigentum zu schützen. Zudem übernimmt das EUIPO einen Großteil der Kosten für Patent-, Marken- und Designanmeldungen und für Stand-der-Technik-Recherchen. Zuschüsse gibt es auch für Sortenschutzanmeldungen.

Im KMU-Fonds 2026 stehen insgesamt 23 Millionen Euro zum Abruf bereit. In den vergangenen fünf Jahren wurden in der gesamten EU rund 98.000 Unternehmen durch den Fonds gefördert, davon rund 10.000 aus Deutschland. 

Antragsberechtigt sind alle Unternehmen, die gemäß der zugrunde liegenden Definition selbstständige Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitern, einem Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von bis zu 43 Millionen Euro sind (siehe EU-Kommission-Empfehlung Dokument 2003/361/EC). Das Antragsverfahren ist ausschließlich online auf der Website des EUIPO möglich.

Weitere Informationen zum Förderangebot finden Sie auf der DPMA-Webseite.