Ab dem 1. Januar 2026 ist die Ausfuhr aus der Schweiz nur noch über Passar möglich. Seit März 2024 löste das Verfahren Export Schweiz über Passar das bisherige Verfahren über e-dec schrittweise ab. Das Verfahren Export Schweiz über e-dec wird zum 31.12.2025 eingestellt.
Passar ist das neue digitale Zollsystem der Schweiz, das schrittweise die bisherigen Systeme e-dec und NCTS ersetzt. Es ist vergleichbar mit dem deutschen System ATLAS und soll die Zollprozesse vollständig digitalisieren.
Ab dem 1. Januar 2026 ist die Ausfuhr aus der Schweiz nur noch über Passar möglich. Unternehmen müssen sich im ePortal des BAZG registrieren und ihre Verzollungssoftware anpassen.
Auf der Homepage des BAZG finden Sie weitere Informationen zur Ausfuhr über Passar.
Was bedeutet das für die Einfuhr nach Deutschland?
Direkte Auswirkungen auf die Einfuhrprozesse in Deutschland gibt es nicht, da diese weiterhin über das deutsche System ATLAS laufen.
Indirekte Auswirkungen entstehen durch:
- Veränderte Datenformate und Schnittstellen: Die Exportdaten aus Passar müssen korrekt und kompatibel für die Einfuhr in ATLAS übermittelt werden
- Höhere Anforderungen an Datenqualität und Compliance: Fehlerhafte oder unvollständige Exportdaten aus Passar können zu Problemen bei der Einfuhrabwicklung in Deutschland führen
- Verzahnung von Transport- und Zollprozessen: Passar verknüpft Transport- und Zollinformationen enger, was auch Auswirkungen auf Spediteure und Empfänger in Deutschland haben kann
Empfehlungen für deutsche Importeure.
- Frühzeitige Abstimmung mit Schweizer Exporteuren
- Überprüfung der eigenen IT-Systeme: Sicherstellen, dass die empfangenen Daten aus Passar korrekt verarbeitet werden können
- Zusammenarbeit mit Speditionen und Zollagenturen: Diese sollten mit den neuen Passar-Prozessen vertraut sein