Presse

zurück zur Übersicht
03.07.2017 - 09:33 Uhr

Nach Scheitern des Stadtratsbegehren

Wirtschaft fordert: Stadtentwicklung forcieren

Würzburg – Enttäuscht haben Vertreter der IHK Würzburg-Schweinfurt, des Handelsverbands Bayern e.V. (HBE) und des Stadtmarketingvereins „Würzburg macht Spaß“ e.V. (WümS) den Ausgang des gestrigen Bürgerentscheids zur Umgestaltung des Kardinal-Faulhaber-Platzes zur Kenntnis genommen.

„Wir haben die demokratisch getroffene Entscheidung zu akzeptieren. Aber wir glauben schon, dass Würzburg die Chance auf einen wichtigen Impuls in der Stadtentwicklung leider verspielt hat.“, bewertet Dr. Klaus D. Mapara, Geschäftsführer der Robert Krick Verlag GmbH + Co. KG und Vizepräsident der IHK Würzburg-Schweinfurt das Wahlergebnis.  

Ähnlich konstatiert auch Volker Wedde, der unterfränkische Bezirksgeschäftsführer des Handelsverbandes Bayern e.V., die Situation: „Würzburg muss als Oberzentrum attraktive Strahlkraft für das Umland und darüber hinaus entfalten, gerade auch mit Blick auf die geplante zentralörtliche Aufwertung. Maßnahmen zur Stärkung des städtischen Handels sind daher gerade jetzt dringend erforderlich. Ich würde mich freuen, wenn für die Bürger bei Fragen der Stadtentwicklung stets auch die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit ihres Heimatortes im Fokus steht“.  

Dem stimmt auch Wolfgang Weier, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins „Würzburg macht Spaß“ e.V., zu: „Wir erleben erneut, dass das Instrument Bürgerentscheid genutzt wird, um wichtige Maßnahmen in Würzburg zu verhindern. Der Kardinal-Faulhaber-Platz reiht sich in andere gescheiterte Stadtentwicklungsprojekte ein, wie etwa die Aufwertung des Mozart-Areals.“ Jetzt sei die Stadt gefordert, laufende Vorhaben, wie die Sanierung des Bahnhofsareals, die Entwicklung des neuen Stadtteils Hubland oder die Straßenbahnlinie 6, schnell umzusetzen. „Stillstand ist Rückschritt – wir müssen Würzburg fit für die Zukunft machen“.

Information:
Dr. Christian Seynstahl
Tel. 0931 4194-314
E-Mail: christian.seynstahl@ wuerzburg.ihk.de