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24.11.2017 - 12:03 Uhr

IHK-Gremialausschuss Haßberge tagte

Vor Cyberangriffen schützen

Zeil am Main/Würzburg – Zur Herbstsitzung begrüßte Anne Feulner, Vorsitzende des IHK-Gremialausschusses Haßberge, die Mitglieder und Gäste in den Geschäftsräumen der Athene Versicherungsmakler GmbH. Im Mittelpunkt stand das Thema „Wie schütze ich mein Unternehmen gegen Cyberangriffe“.

Robert Dürnhöfer, Geschäftsführer der Athene Versicherungsmakler GmbH, sieht eine Unterdeckung in Unternehmen, denn die Digitalisierung schaffe neue Risiken durch Cyberangriffe, etwa auf EDV-Anlagen. Dirk Jantzen, Maklerbetreuer der SV Sparkassen Versicherung, mahnte, nur zehn Prozent der Unternehmen hätten eine Versicherung, die Cyberrisiken abdeckt. Dagegen sei bereits jedes zweite Unternehmen schon einmal Opfer von Sabotage, Wirtschaftsspionage und Datendiebstahl geworden.  

Mario Alka, Geschäftsführer der IPResearch GmbH in Zeil am Main, erklärte, warum der Onlinehandel ein Vorreiter im Bereich Digitalisierung ist und welche Angriffsszenarien es für ein Online ERP System wie tricoma gibt. Er zeigte aber auch, wie man sein Unternehmen vor Cyberangriffen schützen kann. Seine neueste Entwicklung ist die Anbindung des ERP-Systems an Amazon Alexa, so dass man per Sprache die derzeit offenen Lieferungen aus dem Onlinehandel oder Bedienungsanleitungen abfragen kann.  

Dr. Lukas Kagerbauer, Bereichsleiter Berufsausbildung der IHK Würzburg-Schweinfurt, berichtete über das bundesweite Jahresthema 2017/2018 der IHK-Organisation „Menschen befähigen – Wirtschaft stärken“. Die Themen „Berufliche Bildung“ und „Fachkräftesicherung“ sind Eckpfeiler des IHK-Strategiepapiers „Mainfranken 2025 – Leitbild und Strategie“. Denn mehr als jedes zweite Unternehmen in Mainfranken nennt den Fachkräftemangel als Konjunkturrisiko Nummer Eins. Ein Drittel der mainfränkischen Betriebe kann bereits heute nicht mehr alle benötigen Ausbildungsplätze besetzen. Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR gehen davon aus, dass die Unternehmen in Mainfranken bis zum Jahr 2021 bereits 30.000 Stellen für beruflich qualifizierte Fachkräfte nicht besetzen können. Im Landkreis Haßberge etwa ist die Arbeitslosenquote mit 2,4 Prozent weiterhin sehr niedrig. Die Ausbildungszahlen liegen auf dem Vorjahreswert. Der Bedarf der Betriebe kann mit dem derzeitigen Angebot nicht gedeckt werden. Die Auswirkungen des demografischen Wandels und der Trend zum Studium erschweren es den Unternehmen, ihre offenen Ausbildungsstellen zu besetzen. Deshalb befähigen, begleiten und beraten die IHKs Menschen auf vielfältige Art und Weise und stehen den Unternehmen als Partner zur Seite.  

Michael Brehm, Wirtschaftsförderer LKR Haßberge berichtete über Projekte der LAG Haßberge, etwa die Gewinnung von Rückkehrern in die Region: Ziel dieses Projektes, das zusammen mit dem Landkreis Schweinfurt durchgeführt wird, ist es, abgewanderte Berufstätige wieder zur Rückkehrer in die Region zu bewegen. Eine Imagekampagne soll den ländlichen Raum als Wirtschafts- und Lebensraum ins Bewusstsein der bringen.  

Christian Kroll, Referent Anpassungsweiterbildung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt, stellte sich als neuer Betreuer der Wirtschaftsjunioren Haßberge vor. Kroll folgt auf Mareen Capristo. Die Frühjahrssitzung 2018 findet am 4. April 2018 in Stettfeld bei der Firma EnWaT GmbH statt.    

Informationen:
Christian Maurer, 
Tel. 0931 4194-329,
E-Mail christian.maurer@ wuerzburg.ihk.de