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29.03.2019 - 12:19 Uhr

IHK-Vollversammlung tagte in Bad Kissingen

Unternehmer verabschieden Strategie „#GemeinsamFürMainfranken"

Bad Kissingen – Die Frühjahrsvollversammlung der IHK Würzburg-Schweinfurt hat am 28. März in der Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen getagt.

Im Mittelpunkt stand ein Gastvortrag von Bayerns Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, zum Thema „Digitalstandort Bayern: Chancen und Herausforderungen“.  

Digitalministerin Gerlach betonte in ihrem Vortrag die Bedeutung ihres neu geschaffenen Ressorts als „digitale Denkfabrik“ der Bayerischen Staatsregierung. Gerade im ländlichen Raum sei es wichtig, dass Unternehmer und Mitarbeiter flächendeckend eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur zur Verfügung haben, so die Ministerin. Sie arbeite mit Hochdruck daran, die Digitalisierung in Bayern, und damit auch Mainfrankens, im Dienste der Menschen und der Gesellschaft zu gestalten.  

Rund sechs Milliarden Euro investiert der Freistaat Bayern noch bis 2022 in die Strategie „Bayern Digital“. Diese sieht unter anderem vor, bis 2025 eine gigabitfähige Infrastruktur in ganz Bayern zu schaffen. Außerdem sollen im Rahmen der Initiative „Autonomes Fahren“ die Vernetzung der Verkehrssysteme und die Digitalisierung der Straßeninfrastruktur vorangetrieben werden. Der Freistaat richtet zudem digitale Klassenzimmer und Lernplattformen ein, um die Fachkräfte von morgen auf die digitale Transformation vorzubereiten.  

„Für uns in Mainfranken ist besonders wichtig, digitalaffine Forschungseinrichtungen zu sichern und die angekündigte Beseitigung der weißen Flecken im Mobilfunk sicherzustellen“, gab IHK-Präsident Dr. Klaus Mapara der Ministerin mit auf den Weg zurück nach München. Denkbar wäre hier laut IHK eine schnelle Abhilfe durch eine politische Initiative zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes, um lokales Roaming für die Netzbetreiber verpflichtend zu regeln und so die Abdeckung signifikant zu verbessern.  

Die Unternehmensvertreter begrüßten die angekündigte Aufstockung des Förderprogramms „Digitalbonus Bayern“ sowie die Pläne für mehr Cyber-Sicherheit und digitale Verwaltung. Sie bedauerten aber, dass beim Digitalbonus seit Monaten keine Anträge mehr möglich sind, weil die bestehenden Fördertöpfe ausgeschöpft sind. Eine Fortführung des Programms wird erst mit dem Beschluss des Doppelhaushalts 2019/2020 voraussichtlich Mai 2019 möglich sein.  

IHK-Strategiepapier bis 2030 fortgeschrieben  

Das Parlament der mainfränkischen Wirtschaft verabschiedete in seiner Sitzung in Bad Kissingen zudem die Fortschreibung des Strategiepapiers „Mainfranken 2030 – #GemeinsamFürMainfranken“. Weiterer Schwerpunkt neben unter anderem der Fachkräftesicherung wird zukünftig die Digitalisierung sein, nach Meinung der IHK Grundlage einer erfolgreichen Wirtschaft. Ziel ist, für die nächsten Jahre eine gute digitale Infrastruktur in Mainfranken zu erreichen und etablierte Netzwerke zu verbessern. Um den digitalen Wandel zu meistern, müssen auch qualifizierte Fachkräfte ausgebildet, geschult und gefördert werden.  

Europapolitische Positionen bestätigt  

Im Jahr der Europawahl und des bevorstehenden Brexit bestätigte die Vollversammlung die Europapolitischen Positionen der IHK-Organisation. Gemeinsam mit den anderen deutschen IHKs werden darin einheitliche Standards sowie bürokratische Erleichterungen bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten innerhalb des Binnenmarktes gefordert. Darüber hinaus benötigen die Mitgliedsunternehmen geeignete digitale Rahmenbedingungen und hochleistungsfähige Breitbandnetze. Nur so könne der Binnenmarkt vorangetrieben und die Innovationskraft Europas gestärkt werden.  

Klimaschutz mit der bayerischen Wirtschaft  

Die Bayerische Wirtschaft sieht sich als Verbündeter der Politik im Kampf gegen den Klimawandel. Um diesen wirksam weltweit einzudämmen, muss vor Ort gezeigt werden, dass moderne Klimaschutztechnologien nicht nur technisch möglich, sondern auch kosteneffizient einsetzbar sind. Vor diesem Hintergrund verabschiedete die Vollversammlung klimapolitische Positionen, um auf allen Ebenen das Gesamtinteresse der mainfränkischen und auch der bayerischen Wirtschaft vertreten zu können.