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12.03.2018 - 14:42 Uhr

Starke Netzwerke als Erfolgsfaktor

Start-ups profitieren von Hochschulen

Würzburg – Unternehmen den Weg zu Kompetenz und Expertise durch Forschung und Lehre aufzeigen und Ausgründungen in der Region zu fördern – das ist die Idee des Veranstaltungsformates „Hochschule + KMU = Start-up?“, zu der die IHK Würzburg-Schweinfurt gemeinsam mit dem Zentrum für Digitale Innovationen (ZDI) Mainfranken, der Universität Würzburg und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) geladen hatte.

„Wir brauchen eine starke Gründungskultur in Mainfranken, um den Standort attraktiv und wettbewerbsfähig zu halten“, erklärte Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter Standortpolitik sowie Existenzgründung und Unternehmensförderung.  

Hochschulen als Partner der Wirtschaft  

Professor Dr. Lukas Worschech, Leiter des Servicezentrums Forschung und Technologietransfer (SFT), und Tanja Golly, Hochschulnetzwerkerin Zentrum für Digitale Innovationen (ZDI) Mainfranken, präsentierten neben den Kernbereichen des SFT insbesondere die beiden Projekte Wissensunion sowie das neue Projekt Prompt@NET, mit dem Wissen aus der Universität für Unternehmen aufbereitet und nutzbar gemacht werden soll. Hierzu gehören Qualifizierungskonzepte für Netzwerkpartner, die kreative Auseinandersetzung mit Unternehmen in living labs sowie nachhaltige, lernende Netzwerke für den Wissenstransfer. Henry Vu, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik der FHWS stellte das Projekt TeTraH-M vor, mit dem die Hochschule kleinen und mittleren Unternehmen bei der Digitalisierung helfen möchte.  

Regionale Start-ups profitieren von Hochschulen  

Wie Ausgründungen und Start-ups von den Hochschulen vor Ort profitieren, zeigten drei Erfolgsbeispiele aus der Praxis. Robert Tscharn, Geschäftsführer der fünfpunktnull GmbH und Doktorand am Lehrstuhl für psychologische Ergonomie der Universität Würzburg, zeigte wie durch das Zusammenspiel Universität - Ausgründung erfolgreich eine Gründung realisiert werden kann. Das Unternehmen hat sich auf das Themenfeld Mensch-und-Maschine-Interaktion spezialisiert. Aus der eigenen Praxis gab er konkrete Tipps mit: „Nehmen Sie sich ruhig die erforderliche Anlaufzeit bei der Ausgründung, dies ist nicht zuletzt für das Team wichtig. Zudem ist es in Ordnung wenn man Fehler macht, dies gehört zu einer letztlich erfolgreichen Gründung“, so Tscharn.   Thomas Glaser, Mitgründer von integrAIDE, stellte unter anderem vor, wie das Förderprogramm EXIST beim Start des Unternehmens geholfen habe und wie dank der Hochschule der Zugang zu regionalen Ansprechpartner geschafft wurde. integrAIDE qualifiziert unter anderem freiwillige Helfer zu Job-Coaches, die Geflüchteten und Unternehmen dabei helfen, zusammenzufinden.  

Arne Müller und Dr. Thomas Christ, prognostica GmbH, machten deutlich, wie der Kontakt zu den Hochschulen dabei helfe, Know-how und qualifiziertes Fachwissen zu sichern. Das Unternehmen, das wissenschaftliche Prognosetechnologien für die industrielle Praxis nutzbar macht, beschäftigt heute bereits 14 Mitarbeiter und expandiert weiter.  

ZDI Mainfranken und Digitalbonus Bayern  

Frank Albert, Referent Innovation und Technologie der IHK Würzburg-Schweinfurt und Unternehmensnetzwerker Zentrum für Digitale Innovationen (ZDI) Mainfranken, stellte das Leistungsportfolio des ZDI vor. Ferner informierte er über spezielle Fördermöglichkeiten in Sachen Digitalisierung wie den Digitalbonus Bayern.  

Die Veranstaltung „Hochschule + KMU = Start-up?“ war Teil der ersten Würzburger Web Week.