Presse

zurück zur Übersicht
17.10.2018 - 11:57 Uhr

Negatives Zeugnis für die Energiewende in Bayern

Mehr Stromausfälle und steigende Preise

Würzburg – Bayerische Unternehmen bewerten die Energiewende negativ. Auf einer Skala von Plus/Minus 100 beurteilen die Unternehmen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit minus 4,7 Punkten, die Industrieunternehmen sogar mit minus 6,25 Punkten. Das geht aus einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) hervor. Auf Bundesebene liegt der Wert bei minus 2,1. „Diese Ergebnisse sollten ein Weckruf für die Politik sein!“ erklärt Oliver Freitag, Bereichsleiter Innovation und Umwelt bei der IHK Würzburg-Schweinfurt.

Größte Belastung für die Unternehmen sind die sich verteuernden Strompreise: 42 Prozent der bayerischen Unternehmen geben an, dass die Stromkosten in den letzten 12 Monaten gestiegen sind, bei den Energiepreisen sind es 56 Prozent. „Die Energiekosten steigen jährlich, der Netzausbau lässt weiter auf sich warten. Das passt nicht zusammen“, so Freitag. Neben einem schnelleren Netzausbau (75,8 Prozent) fordern die Betriebe beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren (68,6 Prozent) sowie mehr Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten (54,1 Prozent). Bei der Preisentwicklung ist noch kein Ende in Sicht. Ab 2022 muss Bayern nach der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke rund 40 Prozent des benötigten Stroms importieren. Das kostet und wird die Betriebe weiter belasten.    

Information:
Oliver Freitag
Tel. 0931 4194-327
E-Mail: oliver.freitag@wuerzburg.ihk.de