Presse

17.07.2020 - 09:30 Uhr

Neue Studie analysiert Erreichbarkeitssituation

Lebensmittel-Nahversorgung in Mainfranken mancherorts ausbaufähig

In Mainfranken gibt es bei der Grund- und Nahversorgung große räumliche Unterschiede in der Angebots- und Erreichbarkeitssituation.

Das zeigt eine neue Studie, die das Zentrum für Regionalforschung (ZfR) der Uni Würzburg im Auftrag der IHK Würzburg-Schweinfurt durchgeführt hat. Die Studie verweist lokal auf Ansiedlungspotenziale für größere Lebensmittelversorger, für die eine tiefergehende Betrachtung in Frage kommt.   

Räumliche und soziodemographische Unterschiede  

„In einigen Gemeinden und Gemeindeteilen der Landkreise Haßberge, Bad Kissingen oder Main-Spessart sind die Distanzen zum nächsten Versorgungsort oft groß. Im Landkreis Kitzingen hingegen sind die Gemeinden im Durchschnitt gut mit dem PKW erreichbar“, fasst Studienautor Prof. Dr. Jürgen Rauh ein zentrales Ergebnis zusammen. Wesentlich schlechter sei die Situation für den Teil der Bevölkerung, der kein Auto besitzt beziehungsweise in seiner Mobilität eingeschränkt ist. „Fußläufige Nahversorgung ist nicht nur für die Bevölkerung vor Ort ein Attraktivitätskriterium, sondern auch für Arbeitnehmer und Besucher. So spielt sie etwa für den Landtourismus eine wichtige Rolle“, ergänzt Dr. Christian Seynstahl, Referent Regionalentwicklung bei der IHK. Während die Regionen Würzburg und Schweinfurt gut ausgestattet seien, belege die Studie etwa für Teile des Landkreises Haßberge räumliche Defizite in der fußläufigen Versorgungsqualität. Durch die Studie möchte die IHK unter anderem einen Beitrag zum Abbau solcher Defizite leisten.              

Bezug der Studie  

Die Studie „Erreichbarkeitsanalysen zur Lebensmittel-Nahversorgung in ländlichen Räumen Mainfrankens“ steht ab sofort zum kostenfreien Download bereit unter www.wuerzburg.ihk.de/nahversorgung   

Information:
Dr. Christian Seynstahl
Tel. 0931 4194-314
E-Mail: christian.seynstahl@ wuerzburg.ihk.de