Presse

17.10.2019 - 13:19 Uhr

IHK-Realsteuererhebung 2019

Kaum Hebesatzänderungen in Mainfranken

In 241 von 243 mainfränkischen Gemeinden liegen die Realsteuereinnahmen im Jahr 2018 bei insgesamt 608,8 Millionen Euro.

Nach einem deutlichen Anstieg in den Vorjahren stagnieren die Realsteuereinnahmen damit in 2018. Sowohl die Einnahmen aus den Grundsteuern A und B, als auch die aus Gewerbesteuer blieben konstant. Allerdings haben die Städte und Gemeinden bereits mit einer etwas negativeren Entwicklung gerechnet und ihre Planungen deutlich niedriger angesetzt.  

Die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Würzburg stiegen 2018 auf 104,22 Millionen Euro und liegen damit gut 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Stadt Schweinfurt kann gegenüber dem Vorjahr nur ein leichtes Plus von 0,9 Prozent bei den Gewerbesteuereinnahmen verbuchen.  

Kommunen können Hebesätze selbst festlegen  

In der überwiegenden Anzahl der Kommunen in Mainfranken wurden die Planansätze der Gewerbesteuereinnahmen für 2018 nach Aussagen der Kämmerer übertroffen. Die Städte und Gemeinden sind also, wie schon in den Vorjahren, vorsichtiger mit ihren Planungen. Deutliche Einbrüche von mehr als 80,00 Prozent bei den Gewerbesteuereinnahmen im Verhältnis zum Plan gab es in drei Gemeinden: Greußenheim (-98,28 Prozent), Wülfershausen (-87,26 Prozent) und Geiselwind (-86,91 Prozent). Deutlich positive Abweichungen von mehr als +200 Prozent über Plan finden sich unter anderem in Bischbrunn, Oberleichtersbach, Großbardorf, Grafenrheinfeld, Giebelstadt oder Estenfeld. Die Hebesätze der Realsteuern können die Kommunen selbst festlegen. „Diese können somit direkten Einfluss auf die Attraktivität ihres Standortes für Unternehmen nehmen“, so Jacek Braminski, Referent Recht und Steuern bei der IHK. Stabile Hebesätze unterstützen die lokale Wirtschaft. Zwar wurden die Hebesätze in diesem Jahr – im Gegensatz zu den vergangenen Jahren – nur in wenigen Gemeinden angehoben. Jedoch kommt es nur selten zu Senkungen.

Steigende Steuereinnahmen prognostiziert

Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz in Mainfranken beträgt auch in diesem Jahr 342 Punkte. Er bewegt sich zwischen 328 Punkten (Landkreis Haßberge) und 356 Punkten (Landkreis Bad Kissingen). Deutlich darüber liegen die kreisfreien Städte Würzburg (420 Punkte) und Schweinfurt (370 Punkte), deren Hebesätze jedoch stabil geblieben sind. Der durchschnittliche Hebesatz der Grundsteuer A in Mainfranken liegt weiterhin bei 347 Punkten, der der Grundsteuer B ist gegenüber dem Vorjahr um einen Punkt auf 338 Punkten gestiegen. Für das kommende Jahr werden steigende Steuereinnahmen prognostiziert. Die IHK appelliert daher an die Kommunen, die Planbarkeit der Einnahmen durch stabile Hebesätze an die Unternehmen vor Ort weiter zu geben und so den Wirtschaftsstandort Mainfranken weiterhin attraktiv zu halten.  

Die Broschüre „Realsteuererhebung 2019“ sowie ein Tabellenteil mit Datenmaterial der Erhebung stehen auf der Homepage der IHK unter www.wuerzburg.ihk.de/realsteuern zum Download bereit.  

Information:
Jacek Braminski
Tel.: 0931 4194-242
E-Mail: jacek.braminski@ wuerzburg.ihk.de