Presse

25.07.2019 - 13:11 Uhr

Gründeratlas Mainfranken neu erschienen

Gewerbewachstum weiter rückläufig

Die IHK Würzburg-Schweinfurt hat den Gründeratlas Mainfranken 2019 veröffentlicht.

Die jährlich erscheinende Publikation beleuchtet die Gewerbeentwicklung und das Gründungsgeschehen in der Region. Zentrales Ergebnis in diesem Jahr: Die Wachstumsdynamik des Gewerbebestands nimmt weiter ab.   Der Gründungssaldo – also die Differenz aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen – betrug für das Gesamtjahr 2018 in Mainfranken +451. Dies entspricht einem Rückgang um 21,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (+ 574). Grund dafür ist ein Rückgang bei den Neuanmeldungen sowie ein Anstieg der Abmeldungen gegenüber dem Jahr 2017. Die Anzahl der Gewerbeanmeldungen hat sich um 0,7 Prozent verringert (-48). Die Gewerbeabmeldungen sind um 1,2 Prozent (+75) gestiegen. Und auch die Dynamik der im Handelsregister eingetragenen Unternehmen – zum Beispiel GmbHs oder AGs – hat sich im Vergleich zu 2017 verringert (2018: 230, 2017: 270, -14,8 Prozent).  

Trends nach Branchen und Regionen unterschiedlich  

Die insgesamt nachlassende Dynamik spiegelt sich zum Teil auch in den Regionen wider: Während der Gründungssaldo in den Landkreisen Bad Kissingen (+93), Hassberge (+39) und Rhön-Grabfeld (+43) über dem Niveau des Vorjahres liegt, sind in allen anderen Regionen teils deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Besonders stark ist diese Entwicklung im Landkreis Main-Spessart. Auch in den beiden kreisfreien Städten Würzburg und Schweinfurt zeigt sich eine deutliche Verlangsamung: Für die Stadt Würzburg lag der Saldo 2018 bei +6 (Vorjahr: +49), für die Stadt Schweinfurt wuchs er auf -19 (Vorjahr: -7).  

Während der Gewerbebestand bei den „Dienstleistungen“ anstieg, zeigen die Branchen „Bau“ und „Verarbeitendes Gewerbe“ keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Deutlich rückläufig ist die Entwicklung in der Branche „Handel“.  

IHK unterstützt Gründungsaktivitäten  

Die IHK betont, dass man angesichts der Datenlage nicht die Augen vor der Realität verschließen dürfe. „Die Zahlen zeigen, dass starkes Gründertum trotz des medialen Hypes rund um die Start-up-Diskussion schlicht nicht zutreffend ist“, betont Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung und Standortpolitik. Trotz vieler guter Ansätze in der Region Mainfranken gebe es heute weniger Existenzgründer als vor einigen Jahren. Zudem handle es sich immer häufiger um Nebenerwerbsgründungen. „Wir brauchen langfristig eine stabile Gründungsmentalität in Mainfranken, um insbesondere den demografischen Wandel in der Unternehmerschaft und den anstehenden Generationenwechsel im Mittelstand zu schaffen.“  

Die IHK unterstützt Gründungswillige durch ein umfangreiches Angebot und Dienstleistungen: Neben Grundlagenseminaren („Wie mache ich mich selbstständig?“) und kostenfreien Beratungsgesprächen zum Thema „Businessplan & Co“ bietet die Wirtschaftskammer auch ein Mentorenprogramm für Start-ups und organisiert Netzwerk- und Informationsangebote wie etwa eine Lama-Wanderung in der Rhön am 8. September oder die Gründermesse Mainfranken am 21. November.

Der Gründeratlas Mainfranken steht unter www.wuerzburg.ihk.de/gruenderatlas zum Download bereit.

Information:
Dr. Sascha Genders
Tel.: 0931 4194-373
E-Mail: sascha.genders@ wuerzburg.ihk.de