Presse

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28.10.2020 - 15:57 Uhr

36. Mainfränkischer Ausbildertag

Gesetzesänderungen im Fokus

Am 28. Oktober hat der 36. Mainfränkische Ausbildertag stattgefunden - dieses Jahr Corona-bedingt rein virtuell.

Im Rahmen der Veranstaltung haben Experten die wichtigsten Neuerungen des Berufsbildungsgesetzes  (BBiG)  aufgegriffen. Das 1969 erstmals verabschiedete BBiG hat im vergangenen Jahr seinen 50. Geburtstag gefeiert und wurde gleichzeitig umfangreich überarbeitet. Die neuen Regelungen sind am 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Der Bundesgesetzgeber will mit dem neugefassten BBiG Attraktivität, Flexibilität und internationale Anschlussfähigkeit für die duale Berufsausbildung erreichen.  

Corona-bedingt fand die Veranstaltung mit über 400 Teilnehmern dieses Jahr rein virtuell statt. Caroline Trips, Vizepräsidentin der IHK Würzburg-Schweinfurt, begrüßte die Teilnehmer und betonte, dass die Aus- und Weiterbildung das A und O für die Zukunftssicherung eines Unternehmens sei. „Bei den Neuerungen im BBiG ist klar erkennbar, dass der Gesetzgeber Vorteile für Auszubildende und auch für Ausbildungsbetriebe schaffen möchte, damit die Berufsausbildung noch attraktiver und höherwertiger wahrgenommen werden kann“, so Trips.  

IHK wirbt für duale Berufsausbildung  

Einen Überblick über die Gesetzesänderungen gab Harald Töltl, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereiches Berufsbildung der IHK Rhein-Neckar sowie Autor des Kommentars zum Berufsbildungsgesetz Herkert/Töltl. Töltl informierte über die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung, neue Möglichkeiten der Teilzeitausbildung sowie die Einführung transparenter Fortbildungsstufen für die höherqualifizierende Berufsbildung.  

Dr. Lukas Kagerbauer, Leiter der Berufsausbildung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt, warf abschließend einen Blick auf die aktuellen Ausbildungszahlen in Mainfranken. Zum Stand 30. September 2020 hat die IHK in Mainfranken 3.229 neue Berufsausbildungsverhältnisse registriert. Dieser Wert liegt 13,2 Prozent (489 Verträge) unter den Eintragungszahlen im Vorjahreszeitraum. „Wir bemerken, dass viele Schulabsolventen, bedingt durch Corona, unsicher sind, welchen Karriereweg sie einschlagen sollen.   Wir appellieren daher an junge Menschen, nach wie vor offen zu sein für die vielfältigen Karrieremöglichkeiten, die das duale Ausbildungssystem bietet“, erklärte Kagerbauer.  

Mit der bayernweiten Elternstolzkampagne (www.elternstolz.de), den IHK-AusbildungsScouts (www.ausbildungsscouts.bihk.de) sowie der neuen AzubiCard für Auszubildende (www.azubicard.de/mainfranken) unterstützt die IHK ganz gezielt das Ausbildungsmarketing.  

Information:
Bernd Clemens
Tel. 09721 7848-615
E-Mail: bernd.clemens@ wuerzburg.ihk.de