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04.12.2018 - 11:12 Uhr

Gründungsoffensive gestartet

Existenzgründung als Karriereperspektive

Würzburg / Berlin – Die Bundesregierung und die Spitzenverbände der Wirtschaft – darunter der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) – haben Ende November 2018 eine gemeinsame Offensive gestartet, um Unternehmertum und Gründungsgeschehen zu fördern.

Wesentliche Punkte der Offensive – die Steigerung der Wertschätzung von Unternehmertum, eine stärkere Verankerung in den Schulen, Erleichterungen bei der Unternehmensnachfolge sowie Vereinfachungen für Existenzgründungen – greift die IHK auf, um so die Gründungsoffensive zu unterstützen.  

„Wir sehen nach wie vor ein Defizit in Sachen Gründungskultur. Das Thema Selbstständigkeit ist weit davon entfernt, selbstverständlich zu sein“, erklärt Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter Standortpolitik sowie Existenzgründung und Unternehmensförderung. Zwar tue sich auch ein Mainfranken einiges – etwa durch Initiativen wie „gründen@würzburg“ oder „StartupSchweinfurt“ – dennoch sei der Stellenwert von Unternehmertum noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. „Die Gründungsoffensive ist ein Schritt, um Existenzgründung als Karriereperspektive in den Fokus zu rücken.“  

Unternehmensnachfolge und Schulbildung im Fokus  

Ein Schwerpunkt der Gründungsoffensive ist es, die Unternehmensnachfolge zu fördern. „Der demografische Wandel stellt auch immer mehr Betriebsinhaber in Mainfranken vor die Herausforderung Unternehmensnachfolge. Nach unseren Berechnungen gehen wir davon aus, dass bis zum Jahr 2035 rund neun Prozent der inhabergeführten Betriebe altersbedingt vom Markt verschwinden, zugleich werden die Chefs immer älter“, so Genders. Aufgrund der geringeren Neigung, ein Unternehmen zu gründen, sei es umso wichtiger, für die frühzeitige Auseinandersetzung mit der Nachfolge zu werben und zugleich die Vermittlung von Übergabewilligen und Existenzgründern zu stärken.  

Ein Grund für das in den letzten Jahren nachlassende Interesse an der beruflichen Selbstständigkeit ist neben dem boomenden Arbeitsmarkt, dass unternehmerisches Denken in den Schulen und Hochschulen bislang zu wenig vermittelt wird. Genders dazu: „Laut Global Entrepreneurship Monitor landet die Industrienation Deutschland in den Kriterien schulischer und vorschulischer Qualifizierung von Unternehmertum auf den hinteren Rängen. Auch hier setzt die Gründungsoffensive an.“  

IHK unterstützt Gründungsoffensive 2019  

Die IHK bietet im Jahr 2019 eine Reihe von Maßnahmen, um die Gründungsoffensive der Bundesregierung zu fördern. So findet etwa gemeinsam mit dem Zentrum für Digitale Innovationen (ZDI) Mainfranken und der Initiative Startup Teens im April und Mai ein Ideencamp sowie eine Netzwerkveranstaltung für Schüler statt, um Jugendliche für Unternehmertum zu begeistern. Außerdem setzt die IHK ihre Reihe „Gründen macht Schule“ fort, um interessierten Schulen Grundlagenwissen rund um Existenzgründung zu vermitteln. Das Thema Unternehmensnachfolge wird 2019 im Rahmen zweier Fachkonferenzen in Kooperation mit lokalen Wirtschaftsförderungen angegangen. Außerdem findet eine kostenfreie Workshopreihe mit dem Titel „Generationenwechsel“ statt. Neu konzeptioniert hat die IHK auch ihre Qualifizierungsangebote. Neben dem Grundlagenseminar „Wie mache ich mich selbstständig?“ werden in der Reihe „Wege zum Erfolg“ ab Februar 2019 geförderte Fachseminare zum Thema Existenzgründung angeboten.        

Information:
Dr. Sascha Genders
Tel.: 0931 4194-373
E-Mail: sascha.genders@ wuerzburg.ihk.de